Schulgärten begeistern Kinder für eine gesunde und schmackhafte Ernährung jenseits von Fast Food. „Essbare Schulgärten“ heißt auch die Initiative, mit der Alice Waters, Vizepräsidentin von Slow Food International, vor mehr als zehn Jahren begann. Die Chefin des Restaurants „Chez Panisse“ im kalifornischen Berkeley hatte nach einer Idee gesucht, wie man die Fast-Food-Generation und ihre oft dicken Kinder auf den Kurs gesunder Ernährung bringen könne. Ganz einfach: Die Kinder Schulgärten errichten und betreuen lassen, in denen sie ihr Gemüse und Obst selber ziehen, ernten und anschließend in der Schulküche zu leckeren Mahlzeiten verarbeiten. Der Erfolg: Viele Kinder wollen danach gar nichts anderes mehr essen und verweigern sich den Burgern.
Slow Food Schulgärten
2003 beschloss auch der Internationale Kongress von Slow Food, weltweit für die Errichtung von Schulgärten einzutreten. Und wie sieht das mit den Schulgärten in Deutschland aus? Zwar haben sie seit der Reformbewegung nach dem ersten Weltkrieg eine Tradition bei uns. Doch wo früher Bohnen und Geranien sprossen, ist heute oft blanker Asphalt: Lehrerparkplatz. Es gibt also viel zu tun. Und die ersten Convivien haben sich auch schon an die Arbeit gemacht.
Alice Waters ist ‘Beste Köchin Amerikas’, Inhaberin des Restaurants Chez Panisse, Vizepräsidentin von Slow Food International und Gründerin der Chez Panisse Stiftung. Lesen Sie hier einen Text von Alice Waters über ihre "revolutionäre Art über Ernährung in der Schule" nachzudenken.
In Koblenz ist ein Schulprojekt aus der Taufe gehoben worden, das Generationen zusammenbringt und einen langfristig angelegten Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung und Bildung miteinander vereint. Zur Bundesgartenschau 2011 wird das Projekt präsentiert: Ein alter Garten in der Koblenzer Altstadt wird zu einem Schulgarten umgestaltet, neue Gärten werden eingerichtet.