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Ein bayerisches Original: Das Augsburger Huhn

14.6.2011 - Die Slow Food Arche des Geschmacks hat einen neuen Passagier: das Augsburger Huhn. Die Arche-Kommission gab jetzt grünes Licht für die Aufnahme dieser gefährdeten Nutztierrasse in das internationale Slow Food Projekt zur Erhaltung der Biodiversität.

Es gilt als robust, eigenwillig, freiheitsliebend und zudem als guter Futtersucher. Das Augsburger Huhn braucht dementsprechend genügend Auslauf und eignet sich perfekt für die extensive Haltung. Um 1870 in Augsburg gezüchtet, erfreute es sich bald großer Beliebtheit in der ganzen Region Bayerisch-Schwabens, teilweise auch darüber hinaus. Ein guter Fleischgeschmack sowie eine recht ordentliche Legeleistung, das ungewöhnliche Aussehen und seine Frohwüchsigkeit trugen dazu bei. Weil die Rasse aber nicht über die heute vom Markt erzwungenen Hochleistungseigenschaften verfügt, ist sie extrem gefährdet und vom Aussterben bedroht.
Mit der Aufnahme in die Arche des Geschmacks sind jetzt die Weichen gestellt, um diese auch optisch herausragende Hühnerrasse als Nutztiere zu erhalten. Das Convivium Augsburg engagiert sich für den Erhalt und die Gründung eines Fördervereins.

Weitere Informationen (PDF)

Foto: Erstes Federvieh in der Arche – das Augsburger Huhn | Monika Späth


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