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Archejahr 2013: Münchner Brotzeitsemmeln neuer Archekandidat

6.8.2013 - Nachtrag zur Meldung vom 29.5.2013: Wir freuen uns, dass der Antrag der Münchner Brotzeitsemmeln zum Arche-Passagier keinen Widerspruch erfahren hat – die Münchner Brotzeitsemmeln sind nun offiziell der 36. Passagier auf der deutschen Arche des Geschmacks!

30.5.2013 - Slow Food Deutschland begrüßt neue, angehende Passagiere auf der Arche des Geschmacks: Die Münchner Brotzeitsemmeln. Der Antrag des Convivium München auf Aufnahme wurde von der Archekommission angenommen und vom Vorstand bestätigt.

Die Arche des Geschmacks ist ein Slow Food Projekt, das weltweit regional wertvolle Lebensmittel, Nutztierarten und Kulturpflanzen vor dem Vergessen schützt. Im Archejahr 2013 wurde die Aufnahme der Münchner Brotzeitsemmeln als erste angehende Neu-Passagiere unter einem neuen, vereinfachten Aufnahmeverfahren bearbeitet. Dieses sieht vor, dass der Antrag auf Aufnahme in die Arche im internen Bereich der Webseite den Mitgliedern zur Einsicht bereitgestellt wird, mit einer Widerspruchsfrist von vier Wochen. Der Antrag der Münchner steht seit Montag, 27. Mai, im internen Bereich bereit. Sofern bis zum Ablauf der Widerspruchsfrist (vier Wochen, also bis zum 24. Juni 2013) kein Einspruch aus unserem Verein erfolgt, werden die Münchner Brotzeitsemmeln offiziell der 36. Passagier auf der deutschen Arche des Geschmacks.

Von Pfennigmuckerln und Schuastabuam

Die Münchner Brotzeitsemmeln: Es handelt sich hierbei um die traditionellen Semmelarten "Riemische (oder Remische)", "Maurerlaibl", "Pfennigmuckerln" und "Schuastabuam", die zur typischen Münchner Brotzeit mit Weißwürsten, Leberkäs, Wurstsalat, Pressack, "Obatzda" und anderen regionalen Spezialitäten gereicht werden. Das Kleingebäck aus Weizen- bzw. Roggenmischteig (je nach Bäcker in unterschiedlichen Anteilen), ist teilweise mit Kümmel gewürzt oder bestreut, manche auch bemehlt. Man findet sie nur noch bei wenigen handwerklichen Bäckereien, und selbst da manchmal nur an bestimmten Tagen. Je nach Bäcker unterscheiden sie sich in Aussehen und Geschmack, schmecken aber grundsätzlich kräftiger und charaktervoller, und halten wegen ihres Roggenanteils auch länger frisch als Reinweizenprodukte. Eine Unterstützung dieses typischen Gebäcks könnte auch die Rückkehr der echten Münchner Brotzeit und der damit verbundenen Geselligkeit fördern.

Im Bild: Münchner Brotzeitsemmeln | © Rudolf Böhler

Mehr Informationen für Slow Food Mitglieder:

Zum Antrag im Mitgliederforum
www.slowfood.de/mitgliederforum/antraege_arche_des_geschmacks/
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