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Genmais: Deutschland macht den Weg für Zulassung frei

10.2.2014 - Am morgigen Dienstag stimmt die EU-Kommission über die Zulassung der hochumstrittenen Genmaissorte "1507" ab. Die Bundesregierung wird sich dabei der Stimme enthalten und damit die Genehmigung indirekt durchwinken. Nur öffentlicher Druck kann jetzt noch verhindern, dass die Maissorte auf europäische Äcker kommt. Unterzeichnen daher auch Sie die Online-Petition!

Über den Antrag auf Zulassung entscheiden die europäischen Landwirtschaftsminister am 11. Februar. Aktuell will sich eine Minister-Mehrheit gegen den Mais entscheiden. Nur fünf Staaten sind dafür. Dies reicht jedoch bereits, um eine europäische Zulassung zu ermöglichen!

Der Mais 1507 (Hersteller Pioneer, DuPont und Dow Chemical) produziert permanent in jedem Teil der Pflanze Insektengifte, die den Hauptschädling im Mais, den Maiszünsler, töten sollen. Jedoch räumt selbst die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) ein, dass dadurch auch weitere Insekten wie Schmetterlinge und Motten bedroht sind.

Studien zu Auswirkungen auf andere Nutzinsekten – wie Bienen und weitere Bestäuber – liegen nicht vor. Der Mais 1507 ist gegen das Unkrautvernichtungsmittel Glufosinat resistent. Glufosinat gilt als hochgradig toxisch.

Wollen auch Sie sich der Petition gegen den Genmais anschließen? Hier geht's zur Online-Aktion.

Im Bild: Protest gegen Genmais auf der Demo "Wir haben es satt!" in Berlin. | © Katharina Heuberger

Weitere Informationen:

Stellungnahme und Hintergrundinformationen von Slow Food (auf Englisch)


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