Startseite > Aktuelles > 2014 > March against Monsanto

March against Monsanto - weltweiter Aktionstag

22.5.2014 - In 14 Städten Deutschlands und in 40 Ländern sind nächsten Samstag, am 24. Mai 2014, Demonstrationen gegen die chemiebasierte Landwirtschaft und die Macht von Saatgut- und Nahrungsmittelkonzernen geplant. "Vielfalt statt Einfalt" heißt es beim March against Monsanto heißt es zum Beispiel in Düsseldorf. Dort werden auch Slow Food Köln und das Slow Food Youth Network vertreten sein.

Aus der Pressemeldung des Bündnisses *March Against Monsanto – Düsseldorf*:

Vor einem Jahr fand der erste Protestmarsch gegen den Agro-Chemiekonzern statt. Es beteiligten sich über 2 Millionen Menschen in 52 Ländern. Der Startschuss fiel in den USA, wo Monsanto wesentlich präsenter ist. Das hat den Namen der Veranstaltung geprägt. Er wird von uns beibehalten, um die Synergie mit allen weltweit entstandenen Gruppen zu betonen. Der “March Against Monsanto” ist für uns hier in Europa ebenso ein “March Against Bayer”, ein March Against Syngenta”, ein “March Against TTIP” usw. Es ist auch ein Marsch für die bedrohte Saatgutfreiheit und Vielfalt, die sichtbar gemacht werden soll. Am 24. Mai werden wir in Düsseldorf zum dritten Mal, gemeinsam mit Millionen Menschen weltweit auf die Straße gehen. Es sind bis jetzt knapp 40 Nationen beteiligt, über 300 Veranstaltungen angemeldet, 200 davon allein in den USA, 14 in Deutschland.

Der Protest gewinnt in Europa an Bedeutung, denn Monsanto arbeitet mit den anderen Agro-Multis hart daran, die EU-Verordnungen zur Kennzeichnungspflicht zu kippen. Eine Landwirtschaft, wie sie von Monsanto und allen Agrotech-Konzernen vorangetrieben wird, verursacht Boden-Unfruchtbarkeit, Monokulturen, Verlust der Artenvielfalt, Lebensraumzerstörung, Bienensterben. Dies wiederum droht die kleinbäuerlichen Betriebe in den Ruin zu treiben, wie es schon in Südamerika, Afrika, Indien der Fall ist und führt unweigerlich zu unserer kompletten Abhängigkeit von der Nahrungsmittelindustrie.

Aus diesem Grunde sind in diesem Jahr das freie Saatgut und die Vielfalt, eine nachhaltige regionale kleinbäuerliche Landwirtschaft und das Freihandelsabkommen TTIP unsere Schwerpunktthemen.

Wir mobilisieren weiterhin für das Verbot zum Einsatz von GVOs (gentechnisch veränderte Organismen), gegen Patente auf Leben, für Saatgut- und Artenvielfalt, gegen Lobbyismus und Spekulationen, für öko-regionale bäuerliche Landwirtschaft.

Wir setzen auf Aufklärung der Bürger gegen die Macht von Saatgut- und Nahrungsmittelkonzernen. Unsere Bemühungen drohen jedoch unterlaufen zu werden durch das geplante Freihandelsabkommen (TTIP) zwischen den USA und Europa. Darum richtet sich unser Fokus auch auf diese Entwicklung.

Besonders wichtig ist uns, allen Beteiligten Mut zu machen, trotz der großen Verunsicherung. Darum wird es viel Raum für alternative, positive Ideen und funktionierende Beispiele geben, durch die es möglich ist, sich dem Einfluss der Konzerne ein Stück weit zu entziehen. So wird der Protesttag ganz besonders ein Tag für Information, Vernetzung und friedliche gute Stimmung für jung und alt - eine 100% familienfreundliche Veranstaltung!

Mehr Informationen:

March against Monsanto - Düsseldorf

March against Monsanto - weltweit

Weitere Veranstaltungen in Deutschland:

Hamburg: http://tinyurl.com/q7swwpc

Berlin: http://on.fb.me/1l6Qmb9

München: http://on.fb.me/1i1q0RC

Frankfurt: http://on.fb.me/1lmtAw1


Slow Food Deutschland e. V. - Luisenstraße 45 - 10117 Berlin - Telefon: 030 / 2 00 04 75-0 - E-Mail: info@slowfood.de