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Online-Aktion: Freier Weizen statt Konzerngetreide!

23.11.2016 - Die Bundesregierung unterstützt Konzerne wie Bayer und Syngenta bei der Züchtung von Hybridweizen. Das neue Gentechnikgesetz vereinfacht die Zulassung von gentechnisch veränderten Pflanzen. Schluss damit! Unterzeichnen auch Sie den Appell an Forschungsministerin Johanna Wanka und Agrarminister Christian Schmidt.

Aktuell machen sich Saatgutriesen wie Bayer und Syngenta durch die Züchtung von Hybridweizen an unseren Weizen und somit an unser Brot und unsere Backwaren. Erschwerend kommt hinzu, dass die Bundesregierung das Ganze unterstützt: Das neue Gentechnikgesetz vereinfacht die Zulassung von gentechnisch veränderten Pflanzen statt sie zu erschweren. Der Widerstand gegen gentechnisch veränderte Pflanzen ist sehr groß in Europa und so lehnen auch Deutsche deren Anbau größtenteils kategorisch ab. Wie kann es sein, dass gentechnisch veränderte Pflanzen nun vielleicht durch die Hintertür auf unsere Teller gelangen?

Wo GVO drin ist muss auch GVO drauf stehen.

Die Entscheidung der Bundesregierung zum neuen Gentechnikgesetz und ihre damit verbundene Unterstützung der Saatgutkonzerne ist unakzeptabel. Wir alle müssen jetzt unsere Wahlfreiheit beim Essen verteidigen und dürfen deshalb nicht zulassen, dass gentechnisch veränderte Produkte von Saatgutriesen in den Handel kommen, die dann womöglich nicht mal klar als solche gekennzeichnet werden müssen. Slow Food Deutschland fordert die Bundesregierung deshalb dazu auf, sich nicht zum Komplizen der Industrie machen zu lassen und die Züchtung und Zulassung von GVO-Weizen abzulehnen. Gleichzeitig hält Slow Food das Landwirtschaftsministerium in diesem Kontext dazu an, die Lebensmittelkennzeichnungslücke zu überwinden und sich für klare Richtlinien bei der Lebensmittelkennzeichnung auszusprechen, vor allem bei GVO: Wo GVO drin ist muss auch GVO drauf stehen.

Lebensmittelkennzeichnung in Deutschland: Ein Käse mit Löchern

Mit der adäquaten Kennzeichnung von einzelnen Lebensmitteln wäre es jedoch nicht getan: Wie auch bei Eiern, wäre selbst bei einer potenziellen Kennzeichnung von gentechnisch veränderten Zutaten der Fall von verarbeiteten Produkten, verpackungsfreien Lebensmitteln oder Essen in der Gastronomie nicht geklärt. Während z. B. Eier im Regal klar nach Bio, Bodenhaltung und Käfighaltung unterschieden werden können, sieht es da bei Eiern in verarbeiteten Produkten wie Nudeln ganz anders aus. Nicht anders wäre es beim Brot, unseren geliebten Backwaren und Leckereien aus der Konditorei, die ohnehin selten mit Etikett kommen, oder beim Restaurantbesuch. Auch bei verarbeiteten Produkten und in der Gastronomie muss die Wahlfreiheit gewährleistet werden, GVO-Produkte dürfen den Verbrauchern nicht aufgezwungen werden.

Ihre Unterschrift für freies Weizensaatgut und Wahlfreiheit beim Essen

Wir verteidigen die Wahlfreiheit auf unserem Teller und setzen uns für freies Saatgut ein. Aus diesem Grund unterstützen wir die Petition „Freies Weizensaatgut statt Konzerngetreide“ von Aktion Agrar.

Unterschreiben auch Sie diese Petition und setzen Sie damit ein Zeichen für eine kleinbäuerliche, nachhaltige Landwirtschaft und unsere Wahlfreiheit beim Essen, damit wir auch morgen noch auf unseren Bäcker und unsere Lieblingskonditorei um die Ecke setzen können.

Jetzt unterzeichnen!

Mehr Informationen:

Slow Thema: EU-Agrarpolitik - Positionen, Aktionen, Informationen

Slow Thema: Saatgut

Demo "Wir haben es satt!" 2017


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