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Schulprojekt Boden Begreifen

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Slow-Food-Schulprojekt Boden Begreifen

 

Das außerschulische Bildungsangebot "Boden Begreifen" für Berliner und Brandenburger Schulen  ermöglicht Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen vier bis acht eine unmittelbare Begegnung und Beschäftigung mit Landwirtschaft und Boden.

Im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung thematisiert das Projekt die Nutzung der endlichen Ressource Boden im Kontext einer wachsenden Weltbevölkerung. Es unterstützt Schülerinnen und Schüler darin, ein persönliches Verantwortungsbewusstsein gegenüber menschlichen Eingriffen in die Natur sowie in den Lebensraum anderer Menschen zu entwickeln.

Drei Bildungsangebote für eine faire und nachhaltige Landwirtschaft


1. Klimaretter Boden - Was für einen Boden brauchen wir?

Inhalt: Boden und Klima. Die Schülerinnen und Schüler begreifen klimawirksame Bodenfunktionen und verstehen die Auswirkungen unterschiedlicher Bodennutzungssysteme. Dabei erkennen sie ihre individuellen Verantwortung und erarbeiten mit anderen Handlungsmöglichkeiten, um Humus fördernde Bodennutzungssysteme zu unterstützen.


2. Lebendiger Nährboden - Wie schaffen wir Boden?

Inhalt: Bodenbiologie und naturwissenschaftliches Arbeiten. Die Schülerinnen und Schüler erkennen die Bedeutung von lebendigem Boden für die Bodenfruchtbarkeit, erarbeiten fruchtbarkeitsfördernde Maßnahmen und können diese in den Zusammenhang mit unterschiedlichen Landwirtschaftsformen setzen. Dabei lernen sie Bewirtschaftungsmaßnahmen zu formulieren, sie darzustellen und anderen zu präsentieren.


3. Lebensgrundlage Boden - Wie viel (Acker-)Boden braucht der Mensch?

Inhalt: Nachhaltigkeit und Nahrung für die Welt. Die Schülerinnen und Schüler verstehen die Auswirkungen ihres individuellem Verbrauches auf den Boden und können diesen in die Ackerfläche transferieren. Sie können sich die Vor- und Nachteile unterschiedlicher Bodennutzungssysteme herleiten. Dabei erkennen sie die persönliche Rolle in einem weltweiten Wirkungsgefüge und erarbeiten Aktivitäten, um andere in die Lage zu versetzen, bewusste Verbraucherentscheidungen zu treffen.


Das Projekt bietet zu jedem Thema:

1. Vorbereitung in der Schule (ab 90 Minuten)

  • Einführung in das Thema und eigenständige Beschäftigung mit relevanten Fragestellungen

2. (Acker-)"Boden begreifen" auf dem Acker (ab 2,5 Stunden)

  • Praxiserfahrungen aus der Landwirtschaft und selbstständige Beobachtungen, Vergleiche und Versuche
  • Äcker in Spandau, Marzahn/Hellersdorf oder einem anderen Acker in Ihrer Nähe

3. Nachbereitung in der Schule (ab 90 Minuten)

  • Erarbeitung möglicher Handlungsoptionen

Außerdem:

  • Klimafrühstück
  • Wurmkiste, Wurzelfenster und Getreidefeld im Klassenzimmer
  • oder der eigene Bodenfilm


 

"Boden begreifen" schafft Erfahrungsräume,

die es jungen Menschen ermöglichen, die Bedeutung von Boden für unser Leben zu begreifen. Man muss Boden riechen, fühlen und erleben, um ihn zu verstehen. Über die sinnliche Annäherung hinaus verschaffen sich die Schülerinnen und Schüler durch gemeinsame Beobachtungen, eigenständige Experimente, Vergleiche und deren Deutungen ein tieferes Verständnis zu Bodenfunktion und Ökosystemleistungen. Dabei stehen die Auswirkungen anthropogener Nutzung und deren globale Folgen, die kritische Reflexion des eigenen Konsumverhaltens, die Auseinandersetzung mit potentiellen Interessenkonflikten, sowie die Positionierung zu möglichen Handlungsoptionen in realen Lebenssituationen im Vordergrund. Es liegt an uns, den Boden solidarisch und nachhaltig zu nutzen.


Kontakt:
Daniel Diehl
Slow Food Deutschland gemeinnützige UG
Luisenstr. 45
10117 Berlin
Tel. (0 30) 2 00 04 75 14
d.diehl@slowfood.de



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