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Wein aus Brandenburg und Aal von der Müritz im Römischen Theater

Nordost-Convivien starten Partnerschaft mit Florenz

Die 21 Mitglieder der Slow-Food-Convivien Berlin, Müritz und Postdam werden diese Tage so schnell nicht vergessen: Ihre Partnerschaft mit dem Convivium Florenz, dem größten der Welt, die Ende 2005 besiegelt wurde, hatte mit der Teilnahme am "Campionato di ... Vino" im Romischen Theater von Fiesole einen großartigen Start. Im April hatte eine vierköpfige Delegation aus Florenz die drei deutschen Convivien "beschnuppert", erste Freundschafen wurden geschlossen. Mit im Boot: Die Deutsch-Italienische Kulturgesellschaft ACIT mit Sitz in Pescia.

Viele Interesse an deutschen Produkten

Die Delegation aus dem Nordosten Deutschlands war mit ihrem Stand auf dem zweitägigen Fest der Mittelpunkt. Viele Italiener aber auch Touristen aus aller Welt verkosteten mit großer Neugierde die Produkte, die angeboten wurden. Zum Beispiel Aal aus den Mecklenburgischen Seen, Sanddorn-Topinambur-Likör und -Saft, Rapsschmalz, echte Spreewälder Gurken, Wildsalami aus mecklenburgischen Wäldern, Berlins legendäres Demeter-Brot von Weichhardts Vollkornbäckerei und Weine vom Werderaner Wachtelberg bei Potsdam, dem nördlichsten Weinberg Europas für Qualitätsweine. Obwohl die Weine bei dem Wein- und Genussfest "außer Konkurrenz" liefen, fand vor allem der Müller-Thurgau vom Weingut Lindicke viele Freunde.

Besucher am deutschen Stand war auch Roberto Burdese, der Präsident von Slow Food Italien. Er ließ sich von Horst Forytta die Poster zu einem ganz besonderen Projekt aus dem Convivium Müritz erläutern: Dem Modell-Schulgarten, der im Rahmen des "Garten Marihn" zur Bundesgartenschau 2009 in Marihn bei Neustrelitz entsteht. Burdese griff sofort zum Handy und wies sein Sekretariat an, weiteren Kontakt mit dem Projekt aufzunehmen.


Neue Freundschaften und offizielle Empfänge

Am Vorabend des Campionato hatte der Landtagspräsident der Toskana zu einem Empfang und anschließenden Gala-Diner zur Feier der Partnerschaft der Convivien aus Florenz und dem dem Nordosten Deutschland geladen. Dabei kündigten der Leiter des Convoviums Florenz, Cristiano Maestrini, und der Leiter des Conviviums Berlin, Ulrich Rosenbaum, neue gemeinsame Initiativen in Deutschland und Italien an. Der deutschen Delegation gehörte auch der Bürgermeister des Musterdorfes Bollewick im Müritz-Kreis, Bertold Meyer, zusammen mit Vertretern von "Regionen aktiv" an.

Außerdem lernte die deutsche Delegation eine Menge vom toskanischen Wein kennen. So hatten das Weingut Le Corti im Chianti Classico und das weltberühmte Weingut Selvapiana im Chianti Rufina zu Weinproben und Essen geladen. Beide Weingüter sind eng mit Slow Food verbunden. Das gilt auch für den Schweizer Andreas März (Merum) und seinen allmontaglichen legendären "Degutreff" in Lamporecchio, über den kürzlich der "Stern" ausführlich berichtete hatte. Beim Blindtest verschiender Weine beantwortete Lars Jäger, stellvertretender Vorsitzender von Slow Food Berlin, alle Fragen richtig. Dies ist, seit es den Degutreff gibt, erst sechs Mal passiert. (Foto v.l.n.r. : Andreas März, Silke Schneider, Lars Jäger)

Besuch im Hesperidarium der Slow-Food-Stiftung

In Pescia, der Blumenmetropole Italiens, war die Delegation Gast der dort ansässigen Deutsch-Italienischen Kulturgesellschaft ACIT und deren Schatzmeister Eugenio Santoni, Italiens größtem Pflanzen- und Blumenzüchter. Gemeinsam besuchte man auch die Gärten von Santonis Kollegen Oscar Tintori, der zusammen mit der Slow-Food-Stiftung für Biodiversität das "Hesperidarium", eine gläserne Halle mit über 200 alten Zitrusfrüchtesorten geschaffen hat. Dort ist auch eine Verkaufsstelle für Slow-Food-Produkte aus aller Welt. Santoni, der vor allem für seine Züchtungen winterharter Olivenbäume bekannt ist, wie auch Tintori wollen sich an der Bepflanzung des "Garten Marihn" beteiligen.

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