Der kritische Agrarbericht 2018: Globalisierung gestalten

Das jährliche Kompendium des AgrarBündnisses, dem auch Slow Food Deutschland angehört, nimmt in rund 50 Beiträgen von Autorinnen und Autoren aus Wissenschaft und Praxis kritisch Stellung zu Themen der Agrarpolitik und Ernährungskultur. Schwerpunktthema 2018: Globalisierung gestalten.

„Globalisierung gestalten“ lautet der Schwerpunkt des diesjährigen Kritischen Agrarberichts, mit dem die Autoren die politischen Gestaltungsspielräume für eine nachhaltige Landwirtschaft ausloten. Problemfeldern der aktuellen agrarpolitischen Debatte, wie z. B. steigende Kohlendioxidemissionen, eine wieder ansteigende Zahl der hungernden Menschen und der dramatische Rückgang der Insektenpopulationen setzen die Autoren in ihren Artikeln eine andere Ausrichtung der Agrarpolitik entgegen und diskutieren unter anderem folgende Fragen: Brauchen wir globalisierte Agrarmärkte? Wie lässt sich die internationale Handelspolitik für Agrargüter fair, sozial, tierschutzkonform und ökologisch gestalten? Wie sind die Fusionen von Großkonzernen wie Bayer und Monsanto aus kartell- und wettbewerbsrechtlicher Sicht zu bewerten? Welche Wege führen aus dem enormen Futtermittelbedarf aus Übersee einerseits und der Exportorientierung der deutschen Landwirtschaft andererseits. Wie erreichen auch wir im Norden Ernährungssouveränität und wie lässt sich die regionale Versorgung von Städten und Regionen mit Lebensmitteln stärken?

Daneben beschäftigt sich der Kritische Agrarbericht auch in diesem Jahr mit Themen, die zum Teil seit Langem die agrarpolitische Debatte prägen: etwa die zentrale Frage des Umbaus der Tierhaltung in Deutschland oder der Streit über die Wiederzulassung des Herbizids Glyphosat. Neu hinzugekommen ist neben anderem die Frage der zurzeit viel diskutierten Digitalisierung (in) der Landwirtschaft – ein neues Geschäftsfeld für die Agrarindustrie und zugleich aus bäuerlicher und entwicklungspolitischer Sicht eine neue Herausforderung der nächsten Jahre.

Der kritische Agrarbericht 2018
Broschiert, 336 Seiten, 24 Euro
Verlag: Abl Bauernblatt Verlag;
Erschienen: 18. Januar 2018

ISBN: 978-3-930413-60-7

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Online-Ausgaben des Kritischen Agrarberichts

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Slow-Food-Autoren im Kritischen Agrarbericht

Der Kritische Agrarbericht 2016 enthält in Kapitel 1 "Agrarpolitik und soziale Lage" den Beitrag "Ziel verfehlt - Über die 16. Novelle des Arzneimittelgesetzes" von Slow-Food-Autor Rupert Ebner.

Im Kritischen Agrarbericht 2014 erschienen Artikel, an denen die Slow-Food-Autoren Rupert Ebner, Ursula Hudson, Andrea Fink-Keßler und Barbara Retzlaff mitgewirkt haben. Sie können Sie hier als PDF herunterladen.

  • Rupert Ebner: Tierseuchenbekämpfung – Obrigkeitsstaatliches Handeln bringt keine Lösung. 
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  • Ursula Hudson, Burchard Bösche, Andrea Fink-Keßler und Barbara Retzlaff: Raus aus dem standardisierten Elend! Initiative(n) zur Rettung der vielfältigen Milch.
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  • Hans-Jürgen Müller und Andrea Fink-Keßler: (Fast) zerbrochene Beziehungen. Über Chancen und Hemmnisse regionaler Fleischvermarktung.
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