"Mit den billigen Olivenölen Extra Vergine aus unseren Supermärkten ist es wie mit den Kickern der Fußball-Nationalmannschaft: Die meisten taugen nicht viel", konnte man schon in unserer Zeitschrift Slow Food Nr.3/2004 lesen. "Die meisten Extra Vergine sind gar keine."
Wir hatten aus Erfahrung auch ein ungutes Gefühl, als wir uns zur Vorbereitung der Geschmacksschulung auf den Weg machten. Schließlich sind 98% aller Olivenöle, die man in Deutschland kaufen kann, mit "Extra Vergine" oder "Extra Nativ" gekennzeichnet. Dass sie es nicht alle wirklich sind, ist hinlänglich bekannt.
Wir ließen uns also beraten und wählten unter den Empfehlungen das aus, was uns vertrauenswürdig erschien. Nun, letztendlich konnten wir, nach unserer Meinung nach, zehn gute Extra Vergine-Olivenöle in die Geschmacksprobe einbringen. Trotzdem waren wir gespannt.
Titelbild Slow Food 3/2004
Wir machten es uns nicht einfach. Eine Blindverkostung von 12 Olivenölen, darunter auch "Piraten", stand bevor. Öle aus allen wichtigen EU-Erzeugerländern des Mittelmeerraums, auch solche Öle, die als BIO-Öle klassifiziert waren, sollten ihre Geschmacksqualität beweisen. Jedes Öl erhielt eine Nummer.
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Was wäre ein Slow-Food-Abend, wenn nicht auch für das leibliche Wohl der Schnecken gesorgt würde. Selbst gebackenes Brot, Wurst und Schinken sorgten nach den ungewohnten Ölgenüssen für das notwendige Gleichgewicht im Magen.
Auch bei der Wurst gab es ein Highlight - die hausgemachte Salami der Bioland-Metzgerei Stöbe.