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Fahrt ins Burgenland vom 30.09. – 03.10.2011

Am Freitagabend trafen sich die Teilnehmer nach individueller Anreise im Hotel Kloster am Spitz in Purbach am Neusiedler See. Ein ausgezeichnetes Abendmenü im hauseigenen Restaurant mit gerösteter Kalbsleber, Fischsuppe, Wildentenbrüstchen, geschmortem Schulterscherzel, Neusiedlersee Zander und anderen Köstlichkeiten sowie einer Auswahl an Weinen vom vom Weingut Kloster am Spitz ließen die lange Anfahrt vergessen.

Am Samstag war die erste Anlaufstelle das Weingut Umathum in Frauenkirchen. Herr Umathum führte engagiert durch seinen modernen Betrieb. Er hat die ursprüngliche, pannonische, weiße Rebsorte Lindenblättriger im Burgenland wieder belebt, und es werden auch die seltenen Sorten Gelber Traminer und Pinot Gris angebaut. Mit etwa 85 % der Rebfläche bilden die österreichischen Rotweinsorten Zweigelt, Sankt Laurent und Blaufränkisch den Schwerpunkt der 30 Hektar Rebfläche. Das Weingut arbeitet nach biodynamischen Richtlinien von Demeter.
An die Führung schloss sich eine Verkostung der Weine an.
 
 
Zweite Station war das Paradeiser-Paradies von Erich Stekovics, der über 1000 Tomatensorten anbaut. Er besitzt die größte Sammlung Tomaten weltweit. Seine Pflanzen gießt er niemals und bindet sie auch nicht auf. Sofort nach der Ernte werden die Tomaten zu Sugos, Konfitüren oder Chutneys weiterverarbeitet. In seinem Hofladen konnten wir einige seiner Produkte kosten.
 
 
 
 
Nach Wein und Paradeisern folgte der Besuch bei Josef Göltl, einem Biobetrieb, der Mangalitza-und Turopolije-Schweine in Freilandhaltung züchtet. Das Mangalitza Schwein, oder auch Wollschwein genannt, gehört zu den letzten autochthonen Nutztierrassen Mitteleuropas. Das Turopolje Schweinstammt aus Kroatien und ist spätreif ( 21 Monate). Das Fleisch ist fettarm und gut für Dauerwaren, der Speck fest und kernig. In der Jausenstation Althof konnten wir uns von der Qualität des Schinkens überzeugen.
 
Den Abend verbrachten wir in der Kellergasse in Purbach.
Der Sonntag war der Kultur gewidmet: Führung durch das berühmte Schloß der Fürsten Esterhazy in Eisenstadt,  Besuch der Multimediaausstellung zu Josef Haydn und des Weinmuseums des Schlosses. Anschließend Rückfahrt nach Purbach in die Kellerschenke Strommer in der Kellergasse. Nach Zeit zum  Ausruhen und Entspannen folgte das Abendessen im Restaurant Gut Purbach.
 
 
Am Montagmorgen nach Frühstück und Auschecken war das letzte Ziel die Freistadt Rust am Neusiedlersee.  Frau Feiler führte engagiert durch das alte Weingut Feiler-Artinger. Die Palette an angebauten Sorten auf 30 Hektar Rebfläche ist regionaltypisch sehr vielfältig. Etwa 65% der Weingärten sind mit roten Rebsorten bepflanzt. Wichtigste Sorte ist der Blaufränkisch, gefolgt von Zweigelt, Cabernet Franc, Merlot, Cabernet Sauvignon und etwas Pinot Noir sowie Shiraz. Die 35% der Fläche, die mit weißen Trauben bestockt sind, verteilen sich auf insgesamt 8 Sorten. Die drei wichtigsten sind Chardonnay, Weißburgunder und Welschriesling, weiters Traminer, Neuburger, Muskat Ottonel, Sauvignon blanc und Ruländer. Bei einer Weinprobe konnten wir uns von der Qualität überzeugen.
Den kulinarischen Schlusspunkt bildete das Mittagessen im Urbanusgartl vom Gasthof Rusterhof, der durch die Fernsehserie Winzerkönig als Gasthof Stickler bekannt ist. Es gab Wiener Backhenderl  -  im Heu serviert, dazu Erdäpfel-Vogerlsalat oder Zanderfilet in Roter Rübenbutter mit Wildreis.
 
Voll von Eindrücken und die Autos beladen mit Burgenländer Wein ging es dann auf die Heimfahrt.

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