Slow Food Bielefeld / OWL

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Conviviumleiter: Fritz Feger

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„Kulinarische Klangreise“

Klang und Geschmack in frühlingshafter Idylle in Bielefeld-Jöllenbeck
24.05.2014

Der Frage „Schmeckt der Frühling grün? Klingt junges Gemüse frisch?“ gingen mehr als 20 Slow Food Mitglieder und Interessierte am sonnigen Samstag Nachmittag nach.

Als Auftakt zur neuen Reihe des Slow Food Conviviums Bielefeld/OWL und dem Projekt ANNA-NOVA erfuhren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine neue Sinneslust im Raum zwischen Klang und Geschmack.

Beginnend mit einer Apfelschorle-Holunder-Bowle stimmte sich die Gruppe auf das erste musikalische Häppchen ein. Die Komposition „Spring Inside“ der Dortmunderin Dagmar Scholz wurde von der Flötistin Birgit Kramarczyk und der Schlagzeugerin Anna Falkenhain uraufgeführt. Die erdigen Töne der Bassflöte und dazu passende Rhythmen des Schlagzeugs zeigten das Rumoren in der Erde, das Erwachen der Natur im Frühjahr auf. Die Leichtigkeit kam durch die Piccoloflöte und Walzergeprägte Passagen ins Spiel. Verbunden wurden beide Pole über Sopran und Altflöte und das Klangspektrum des Schlagzeugs. Gemeinsam mit den Anwesenden wurden anschließend Frage- und Antwortpassagen und das Zusammenspiel der beiden Musikerinnen im Detail erläutert.


Zartes Grün mit radieschenroter Schärfe: Passend zum aufkeimenden Frühling kreierte Dagmar Heckmann saisonale Leckerbissen. Bekannt als kreativer Kopf der Slow Food Kochwerkstatt hatte die Bielefelderin allerlei Schmackhaftes vorbereitet. Vom Brennesselbrot mit Radieschendip, Weißbrot mit Rhabarber-Crud, Spargel-Frischkäse-Aufstrich und Radieschenblätter-Pesto bis hin zu eingelegten Radieschen spannte sich auch hier das Spektrum von erdig bis leicht. Mit dem Radieschenblätter-Pesto gab es gleich noch einen Tipp nach dem Motto „Teller statt Tonne“. Alternativ kann hier ebenso anderes Grünzeug, wie Kohlrabiblätter und ähnliches verwendet werden.

Das zweite Stück „Spring Outside“ vermittelte durch das Motiv der „Meise“ für alle Anwesenden sehr greifbar das Thema Frühling. Als Fuge aufgebaut griffen Passagen der Flöte und des Schlagzeugs ineinander, warteten aufeinander, wiederholten sich und fingen sich gemeinsam wieder ein. Symbolisiert wurde dadurch auch der Entstehungsprozess der Veranstaltung. Die Klang- und Geschmackswelten wurden regelmäßig diskutiert und weiter entwickelt. Entstehende Klänge beeinflussten die Auswahl der Speisen und umgekehrt.


Wollweißer Spargel mit der Fruchtigkeit des Rhabarbers: „Spring Outside“ wurde kulinarisch begleitet von einem Spargelsalat mit Rhabarbervinaigrette. Kräuterduft mit weißem Käse vermittelte die Wildkräutertarte mit Ziegenkäse. Der Kohlrabi-Erdbeersalat hatte mit Fenchelsamen einen besonderen Pfiff. 


Der prasselnde, erfrischende Frühlingsregen, der bei „Spring Outside“ zu hören war, kam prompt als Begleitung der fein gestalteten Erdbeer-Tartelettes von Katja Werner und der Rhabarber-Erdbeergrütze mit Schokosahne daher. Zeit, um die gemeinsamen Erlebnisse des Nachmittags auszutauschen. Von Frühlingsbildern, Erinnerungen „So riecht der Frühling!“ über neue Erfahrungen und Vorfreude auf weiteres klang die erste kulinarische Reise aus. Wir freuen uns auf die nächste! Und Sie? Seien Sie im August dabei, wenn wir den Sommer mit neuer Sinneslust genießen. 


Weitere Informationen finden Sie hier: 
http://www.anna-nova.de

Kontakt: owl@slowfood.de
Text/Fotos: Anna Falkenhain

Rezepte für die Frühlingshäppchen zum Selbermachen
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