Convivium Bonn

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Slow-Food Bonn besucht die Maibachfarm

03.08.2013

Die Maibachfarm, etwa 2 Kilometer südlich von Ahrweiler gelegen, bewirtschaftet als ökologisches Weingut rund 9 Hektar Anbaufläche an der Ahr. Bioland-zertifiziert und empfohlen vom Gault Milau ist es seit einiger Zeit auch Unterstützer von Slow-Food. Am Samstag, dem 3. August war die Maibachfarm das Ausflugsziel einer Gruppe von Mitgliedern, Freundinnen und Freunden des Bonner Slow-Food-Conviviums. Umweltfreundlich und gesellig, wenn auch mit einem unfreiwilligen längeren Aufenthalt in Remagen, reiste unsere Gruppe mit der Bahn von Bonn nach Walporzheim. Bei schönstem Sommerwetter ging es dann von dort zu Fuß zunächst ein Stück entlang der Ahr in Richtung Kloster Kalvarienberg und dann hinein in das bewaldete Vinxbachtal zum Weingut. Unter fachkundiger Führung von Herrn Kastenholz, dem jungen Kellermeister, stiegen wir zunächst hinab in den Keller, wo hochglänzende Edelstahltanks und klassische Barrique-Fässer versinnbildlichen, dass auch im Bio-Fach moderner Weinbau angesagt ist. Äußerlich von einem normalen Weinkeller also kaum zu unterscheiden, lässt man sich hier doch von einer anderen Philosophie leiten. „Soweit wie möglich im Einklang mit der Natur“ lautet das Credo. Neben der Anwendung umweltschonender, meist aber sehr viel arbeitsaufwändigerer Verfahren im Weinberg gelten bei der Erzeugung von Bio-Weinen insbesondere beim Ausbau im Keller sehr viel strengere Richtlinien als im konventionellen Weinbau. „Früher schmeckten Bio-Weine meist nicht wirklich“, räumte Kastenholz, der selbst in einem Bio-Betrieb gelernt hat, ein, „aber das gilt heute längst nicht mehr“. Denn: „Auch biologisch erzeugte Weine sollten nicht nur dem Winzer schmecken“. Davon konnte sich unsere Gruppe dann bei einer anschließenden Weinprobe selbst überzeugen. Nicht ohne Stolz präsentierte Kastenholz „seine“ Weine und gab bereitwillig Auskunft auf die vielen Fragen. Wie im Ahrtal überall, sind auch auf der Maibachfarm die Weine der Burgunderfamilie die herausragenden Produkte. Neben dem klassischen Spätburgunder findet man auch hier den Arche-Passagier von Slow-Food, den selteneren Frühburgunder - schon in der QbA-Qualität ein wahrerer Genuss! Auf der schattigen Terrasse der eigenen Straußwirtschaft gab es dann zum Abschluss des Nachmittags noch ein zünftiges Vesperbrot, mit Speisen aus der Region und Weinen aus dem eigenen Keller – versteht sich!


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