Convivium Bonn

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Terra-Madre-Tag 2015

10.12.2015

Rheinischer Frühburgunder-Sauerbraten

Terra Madre ist ein Netzwerk von 1.500 Lebensmittelbündnissen weltweit: Bauern, Züchter, Fischer, Lebensmittelhandwerker und Köche haben sich zusammengeschlossen, um qualitativ gute Produkte herzustellen, mit Rücksicht auf die Umwelt und bei guter Bezahlung für alle, die daran beteiligt sind – nach dem Slow Food Motto „gut, sauber, fair“.

Dabei geht es darum, regionale Produkte zu würdigen und zu erhalten. Dazu gehören auch regionale Rezepttraditionen. Deshalb haben wir am Terra Madre Tag regional und saisonal gekocht! Und zwar in der Lehrküche der Familienbildungsstätten in der Lennéstraße.

Im letzten und vorletzten Jahr haben wir einen modernisierten Döppekooche (auch Knällchen oder Kesselsknall genannt) hergestellt. Diese rheinische Kartoffelspezialität findet sich jetzt auf etlichen Speisekarten in unserer Gegend.

Diesmal ging es um einen modernisierten Sauerbraten. Nicht ausschließlich in Essig eingelegt –was sicherlich aus Haltbarkeits- und Zartmachgründen ersonnen wurde -, sondern eingelegt in unserem Archeprodukt: Frühburgunder von der Ahr. Dazu nur wenig Rotweinessig und Gewürze. Die Bratenstücke von je drei Pfund (vom Bio-Metzger) hatten fast eine Woche im Rotwein geschwommen (bei täglichem Wenden) und waren nach zweieinhalb Stunden Schmorzeit wunderbar zart – mussten aber nicht mit dem Löffel „gelutscht“ werden. Die Soße mit dem winzig klein gehackten Gemüse wurde mal püriert und mal mit Mehl gebunden. In einer weiteren Variante auch mit Rübenkraut gewürzt. Und es schmeckte alles ganz ausgezeichnet! Auch die Klöße halb und halb sowie zwei Drittel rohe und ein Drittel gekochte Kartoffeln. Die Nocken aus gekochten Kartoffeln und Brandteig erwiesen sich als neue interessante Beilage. Ein Wirsing, pur in Butter gedünstet mit einem Schuss Sahne sowie zwei Varianten Rotkohl (auch mit Karamell und Rotwein) fanden ebenfalls allgemeinen Beifall. Als Vorspeise gab es selbst gestampftes Sauerkraut als superleckeren Salat und als Nachspeise rheinische Kirschpralinen aus Pumpernickel, Butter und Schokolade mit ordentlich Kirschwasser und sehr dunklem Bio-Kakaopulver.

Zehn Personen haben gekocht und gegessen dann 18. Alle waren zufrieden, alle haben den Terra-Madre-Tag 2015 würdig begangen und eine hoffentlich nette Erinnerung.

Was machen wir im nächsten Jahr? Dann ist der Terra Madre Tag an einem Samstag.

Erika Altenburg


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