Genussführer für Bonn und Umgebung

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Anne Gottschalk

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Jagdhaus Rech (Rech an der Ahr)

Etwa 30 km südlich von Bonn an der Ahr

Restaurant und Hotel

Bärenbachstrasse 35, 53506 Rech / Ahr
Tel.: 02643 / 8484
Fax: 02643 / 3116

Öffnungszeiten: 8:00 bis 22:30 Uhr (Frühstück: 8:30 bis 11:00 Uhr, warme Küche: 12:00 bis 14:30 Uhr und 18:00 bis 20:30 Uhr)

Ruhetag: Montag (nur im Winter)

Betriebsferien: Ende Januar bis Mitte Februar

Hauptgerichte: 7 bis 20 €

Übernachtung (mit Frühstück): etwa 40 € p.P.

Karten: EC

Anfahrt:

-        Mit dem Auto: s. www.jagdhaus-rech.de/anfahrt.php

-        Mit der Bahn: mit der Ahrtalbahn von Bonn oder Remagen bis zum Bahnhof Rech (s. www.jagdhaus-rech.de/anfahrt.php)

-        Zu Fuß: über den Rotweinwanderweg oder den Ahr-Uferweg (auch mit dem Fahrad), rund 500 m Entfernung vom Bahnhof Rech (s. www.ahr-rotweinwanderweg.de)

Etwas versteckt am Rande des Dorfes Rech an der mittleren Ahr gelegen, ist das „Jagdhaus Rech“ ein idealer Ausgangsort, das malerische Ahrtal und seine Weine zu erkunden. Wanderern auf dem Rotweinwanderweg und dem Ahr-Uferweg bietet das „Jagdhaus“ eine gemütliche und bequeme Möglichkeit der Übernachtung und darüber hinaus umfangreichen Service rund um „Schusters Rappen“. So werden neben Wanderkarten und Trockenraum – auch an der Ahr soll es zuweilen regnen - auch geführte Wandertouren und komplette Arrangements für (hungrige) Wanderer angeboten. Aber auch alle diejenigen, die einfach nur eine gute Küche genießen wollen, kommen auf ihre Kosten.

Das Restaurant der Familie Bitzen bietet eine gehobene, regionale Küche, mit Schwerpunkt auf Wildgerichten aus eigener Jagd. Zugekauft wird, wenn überhaupt, nur Wild von befreundeten Jägern der Region. Ein Teil des Fleisches wird von einem heimischen Metzger zu Wildwürsten, Wildpasteten und weiteren Spezialitäten, wie Blutwurst vom Wildschwein, verarbeitet. Diese werden auf der Speisenkarte angeboten und können natürlich auch, etwa für die Brotzeit beim Wandern, käuflich erworben werden. Eingefroren wird laut Hausherr nur, um das Fleisch schön zart werden zu lassen…

Genießen kann man die Küche im „Jagdhaus“ in der rustikalen, den Spezialitäten des Hauses angemessenen Atmosphäre von „Jägerstube“ und Gesellschaftszimmer oder aber - an warmen Tagen - auf der Terrasse. Die übersichtliche Speisenkarte wechselt je nach Saison und insbesondere nach der Verfügbarkeit des Wildes.

Besonders zu empfehlen sind z.B. „Himmel und Äd“ mit Blut- und Leberwurst vom Wildschwein, Hirsch in verschiedenen Variationen, als Carpaccio oder Medaillion, und Wildschweinbraten. Für diejenigen, die Wild weniger mögen, stehen jedoch auch Gerichte wie Lammrücken unter Kräuterkruste oder Schweinefilet mit frischen Waldpilzen auf der Karte. Auch die Fischgerichte, z.B. das Lachsforellenfilet an Zitronenschaum mit Fenchelgemüse und Bärlauchrisotto oder ganz einfach Matjes mit Roter-Bete-Soße und Meeretichsahne sind zu empfehlen. Ein besonderer Gaumenschmauss sind außerdem die Recher Nüsschen mit selbstgemachtem Walnusseis zum Dessert. Leider findet sich dieser Genuss nicht immer auf der Karte.

Nicht zu vergessen ist schließlich die gut sortierte Auswahl von lokalen Ahrweinen, darunter das Archeprodukt des Blauen Frühburgunders, sowie Weine aus anderen, vorwiegend deutschen Anbaugebieten. Auch hier kann das „Jagdhaus Rech“ mit Erzeugnissen aus dem eigenen Weinberg aufwarten. Als Begrüßungsschluck kredenzt der Hausherr Hotelgästen seinen angenehmen Spätburgunder als Aperitiv für einen angenehmen Aufenthalt.

Durchaus lohnenswert ist es auch, nach dem entspannenden Abendmenü noch bis zum Frühstück am nächsten Morgen zu bleiben. Auch dieses zeichnet sich wieder durch die verschiedenen Wildwürste und deren Aufschnitt aus. Ein unbedingtes Muß aber ist das Weingelee aus eigener Herstellung zum süß-weinigen Abschluß des Frühstücks.

Fazit: Wer gerne Wild mag, Wein genießt und vielleicht auch gern wandert, der ist im „Jagdhaus Rech“ sehr gut aufgehoben. Aber auch wer nur gut speisen und (Ahr-) Wein genießen und zuvor keinen langen Fußmarsch hinter sich bringen will, dem sei ein Besuch im „Jagdhaus Rech“ empfohlen. Ein eigener Parkplatz für die Autofahrer ist vorhanden.

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