Convivium Chiemgau-Rosenheimer Land

Kontakt:

E-Mail: chiemgau@slowfood.de

oder
Helga Geistanger

Telefon 0861/2090973


Gemeinsam kochen ... (gemeinsam essen und gemeinsam abwaschen)

Anfang 2013 startete das Convivium Chiemgau-Rosenheimer Land das Thema: Gemeinsam kochen. Der erste Versuch (s. Alb-Leisa ...) war recht gut gelungen und so wagten wir uns an den nächsten Nachmittag: Schwäbische Kutteln. Das mit den Kutteln hat nicht ganz geklappt, alle Teilnehmer hatten trotzdem an dem Treffen recht viel Spaß. Learning by doing heißt es ja, deshalb werden wir nicht aufgeben und den nächsten Versuch am 01. Februar 2014 unternehmen. Dieses Mal werden wir uns an "Schwäbische Maultaschen nach Oma Anna" wagen und da Herbert Zeilinger und ich ein Probekochen machten, sind wir dieses Mal sicher, dass alles richtig klappen wird. Sie dürfen neugierig sein.

Zu dem Thema "Gemeinsam kochen) suchen wir noch Mitstreiterinnen und Mitstreiter. Wer Freude daran hätte, aktiv daran mitzumachen, also Kochideen nicht nur zu liefern, sondern auch für alle vorzukochen, die oder der sind herzlich eingeladen, mitzumachen. Wer Interesse daran hat, der sollte sich bitte bei unserer Sprecherin Helga Geistanger oder unserem Sprecher Dieter Jung melden. Je mehr bei der Realisation unseres neuen Themas mitwirken, desto abwechslungsreicher würden unsere Nachmittage ausfallen.

Berrnd Miller, 25. November 2013

Alb-Leisa, Spätzle, Trollinger...

Rund ein Dutzend Genussfreunde und Interessierte der Slow Food-Gruppe Chiemgau/Rosenheimer Land hatten sich in der Küche des Schulbauernhofs der Familie Jahncke in Manholding bei Chieming eingefunden, um gemeinsam zu Kochen, zu Tafeln und zu Ratschen. Ganz nach dem Motto „Essen, um es zu erhalten“ verarbeitete man regionale Produkte oder schützenswerte und besondere Lebensmittel. So zum Beispiel die „Alb-Leisa“, eine Linsensorte von der Schwäbischen Alb, die eigentlich schon ausgestorben war – bis noch Saatgut in der Samenbank von St. Petersburg gefunden wurde. Mittlerweile wurde die wohlschmeckende kleine Linsensorte von Ökobauern wieder so stark vermehrt, dass sie auch „Normalsterbliche“ kaufen können. Nicht überall natürlich und im Discounter sowieso nicht. Aber unser Slow-Food-Schwabe vor Ort, Bernd Miller, scheute keine Mühe, um einige Linsenpäckchen zu ergattern. Er besorgte auch die Zutaten für die Spätzle, kaufte Seitenwürschtle und Bauchfleisch, das lediglich gekocht wurde. Der Spätzleteig (1 kg doppelgriffiges Mehl, 16 Eier, Salz) wurde ordentlich geschlagen und durfte eine Stunde ruhen. Dann kam er mittels einer Spätzlepresse (stammt noch von seiner Mutter) ins siedende Wasser – ein Kraftakt, der Durst auf den süffigen Trollinger mit Lemberger von dem Familienbetrieb Bernhard Ilshöfer in Horrheim bei Vaihingen machte, dessen Trauben noch mit der Hand gepflückt wurden. In der unproduktiven Zwischenzeit wurden Anekdoten aus Schwaben vorgelesen, darüber hinaus wusste der Hausherr, Karl Jahncke, etliches zu erzählen oder kredenzte seinen milden hausgemachten Käse. Als Zwischengang gab es noch einen Salat aus Bohnen, die lediglich auf der schwedischen Insel Öland angebaut werden und die auf der Slow Food Messe, dem „Salone del Gusto“ in Turin erstanden wurden. So war der Nachmittag durchaus geeignet, die Slow Food-Idee von guten, sauberen und fairen Lebensmitteln interessierten, bewussten Genießern zu vermitteln. Und satt wurde man obendrein.         Herbert Zeilinger

 


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