24.09.2011 -Wir sammeln Pilze!

 Wir sammeln Pilze!

Unsere Pilzexkursion am 24. 09. 2011

Am 24. September morgens gegen 10.00 Uhr traf sich eine Schar von 13 Schnecken mit dem Pilzsachverständigen Bernhard Demel, um sich in den Arnsberger Wald zu begeben.

Auf dem Programm stand die seit langem angekündigte Pilzexkursion. Während der Anfahrt sorgte sich Herr Demel um den Erfolg der Unternehmung, denn das Wetter war jüngst eher trocken und der Blick aus dem Fenster in den Wald hinein zeigte insgesamt recht trockene Bodenverhältnisse, was dem Pilzwachstum abträglich sein könnte. Wollte Herr Demel uns doch nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch über das Suchen von Speisepilzen aufklären.

Am Ziel angekommen gab es bei herrlichem Spätsommerwetter nach kurzer Einleitung und Vorstellung, begleitet von einem Kirschwässerchen, einen kurzen Vortrag von Herrn Demel zu allgemeinen Aspekten der Pilzsuche, wie z. B. Unterscheidungsmerkmale von Giftpilzen, Besonderheiten unseres Sammelterrains an diesem Tage oder auch Anmerkungen zum Naturschutz.

Schließlich machten wir uns alle, ausgerüstet mit den obligatorischen Weidenkörben und Messern, auf den Weg hinein in den Wald. Herrn Demels Befürchtungen erfüllten sich nicht – es gab genug Pilze verschiedenster Art wie Perlpilz, Maronenröhrling, Anisegerling, sogar ein wenig Steinpilz und andere Sorten. Als Kuriosität fielen die vielen, allerdings sehr kleinwüchsigen Pfifferlinge auf, welche hier auf diesem Terrain einfach nicht größer werden wollen. Sehr wertvoll waren die Hinweise auf die zwar essbaren, aber eben doch teilweise gar nicht schmackhaften Pilze, die ja auch überall wachsen.

Gegen Mittag galt es, ein geeignetes Plätzchen zum Picknicken zu finden. Ein gefällter Baumstamm in sonniger Lage am Wegesrand bot sich da an, gleichzeitig konnten wir eine erste Sichtung unserer Ernte vornehmen. Diese war schon recht beträchtlich und es geisterten wohl schon so einige erste Menüplanungen für die nächsten Tage durch die Köpfe. Wie sich allerdings später noch deutlicher herausstellen sollte, war eine recht strenge Auslese doch nötig, besonders hinsichtlich der Steinpilze, denn hier hatten Maden öfter bereits ganze Arbeit geleistet.

Nachdem wir uns ausreichend gestärkt hatten, wurde unser Werk fortgesetzt. Eine gewisse Sicherheit, natürlich vor allem mit der entsprechenden Fachkunde im Rücken, stellte sich im weiteren Verlauf dann ein.

Am Schluss, gegen 16.00 Uhr, beschlossen wir unser Tagewerk mit einer „Generalinspektion“ unserer gesammelten Werke durch Herrn Demel. Die Ernte war alles in allem recht reichlich ausgefallen, verschiedene Konservierungsmethoden wurden deshalb diskutiert und ausgetauscht.

Insgesamt hat die Veranstaltung allen sehr gefallen und vor allem Lust auf eine Wiederholung gemacht. Jedoch, ob man sich allein mit einem Bestimmungsbuch in den Wald aufmacht um zu sammeln? Wer weiß – aber vielleicht üben wir da vorher noch einmal alle zusammen.

Georg Arnold


 


 


 


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