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Slow Food "goes Wild" mit Bildergalerie

Mülheim an der Ruhr, Küche des bbwe, Samstag.  Es ist 15 Uhr und alle sind da. Unser erstes gemeinsames Kochen der SlowCooker kann starten. SlowCooker – das ist keine feste Gruppe. Wer Spaß am gemeinsamen Kochen und Genießen hat, darf mitmachen.

Bei einem Glas Prosecco wurden die Rezepte vorgestellt – Wild war angesagt.

Danach ging es an die Einteilung: Wer macht was?

Wer bereitet den Kuchenteig für die Birnentarte zu? Wer, bewaffnet mit Messer und Sparschäler, beginnt mit der Vorbereitung des Gemüses und des Obstes für die unterschiedlichen Rezepte?

Das Messer wurde geschärft, der Frischlingsrücken wurde auf den Seziertisch gelegt, das Fleisch wurde fachgerecht vom Knochen gelöst, pariert und schließlich mittels Küchengarn in Form gebracht.  

Dann ging es an die Wildtauben. Die Brüste wurden ebenso fachmännisch von den Karkasse gelöst.

Es ging also hoch her in der Küche. Die gesamte Kochcrew arbeitete konzentriert an den unterschiedlichen Fonds und Speisen. Zwischendurch wurden die SlowCooker von mit Speck umwickelte Datteln und Pflaumen verwöhnt, hörten etwas über die Geschichte des Mönchspfeffers, erfuhren wie „zur Rose abgezogen“ funktioniert und wie eine Wildsuppe geklärt wird.

Die Leber, eine Wollschweinleber, wurde durch den Fleischwolf gedreht und mit unterschiedlichen Zutaten zu zweierlei Klößchen verarbeitet.

Gegen 18 Uhr ließ die erste Anspannung etwas nach. Wir konnten probieren, erste Diskussionen über das Würzen austauschen, auch mal etwas aufatmen und noch einen Schluck Prosecco zu uns nehmen. Jetzt hatten wir noch 1 ½ Stunden für den Feinschliff.

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Und ein Vergnügen sollte es werden. Natürlich wurden heimische Produkte eingesetzt: Taube und Frischling aus dem Odenwald, Blutwurst vom Bunten Bentheimer Schwein aus dem Münsterland, Räucheraal von den Müritzfischern, frische Gemüse und Salate vom Markt. Dann konnte auf dem zuvor gedeckten Tisch angerichtet werden.

Klare Wildsuppe mit zweierlei Leberknödeleinlage

Diese wunderbar duftende Consommé war ein Hochgenuss.

Wildtaubenbruststreifen mit Mönchspfeffer auf Salat von Röstbrot und Blutwurst

Die Soße für die Taubenbrust erhielten wir aus den Karkassen der Taube

mit Rotwein und Portwein durch „stundenlanges“ reduzieren.

Im Mund eine Geschmacksexplosion.

Medaillons vom Frischlingsrücken mit Räucheraal,

gepfeffertem Rotkraut, Rote-Beete-Püree und Mohnspätzle

Eine ungewöhnliche Kombination: Wild und Fisch. Der Frischlingsrücken wurde nach dem Anbraten mit Niedrigtemperatur gegart. In Verbindung mit dem Räuchergeschmack des Aales ergab es eine Verbindung von außergewöhnlichem Reiz.

Die süßlich-pikante Sauce rundete diese Kombination genial ab.

Eine Soße direkt aus dem Himmel“ – der Kommentar eines SlowCookers.

Birnentarte und Mohnparfait

Auch dieser süße Abschluss : Einfach köstlich.

Wir waren einhellig der Meinung: Es hat Spaß gemacht. Und wir wollen es wieder tun. Erste Gedanken wurden bereits beim Essen ausgetauscht: Ein sizilianisches Essen mit Gemüse, Kaninchen, Lamm oder Zicklein … oder ein Spargelessen …

Am Ende, nach dem gemeinsamen Aufräumen der Küche, war der Abschiedsgruß: Bis zum nächsten Mal. Wir sehen uns.

Ute Hinz/Karla Knoche-Weniger


Bildergalerie "Slow Food goes Wild"

 


 


 


 


Klare Wildsuppe mit zweierlei Leberknödeleinlagen

 Klare Wildsuppe mit zweierlei Leberknödeleinlagen


 Wildtaubenbruststreifen mit Mönchspeffer auf Salat von Röstbrot und Blutwurst


 Medaillons vom Frischlingsrücken mit Räucheraal, gepfeffertem Rotkraut, Rote-Beete-Püree und Mohnspätzle


 Birnentarte und Mohnparfait


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