Kontakt: Michael Olma c/o Kanzlei Olma & Piegsa
Adresse: Hohe-Schul-Straße 3, 85049 Ingolstadt
Tel.: 0841-379055-3
Fax: 0841-379055-4
E-Mail: ingolstadt(klammerzeichen)slowfood.de
© Michael Olma
Am Kirchweihsamstag (17.10.2009) besuchten wir den Hallertauer Ziegenhof. Im Anschluss gab es ein Kirchweih-Gansessen im Huberhof.
Zunächst trafen wir uns um 15:30 Uhr beim Huberhof der Familie Selmayer in Airischwand 5, 85405 Nandelstadt (www.airischwand.de). Zu Fuß geht es dann ca. 2 km über Feldwege zum Hallertauer Ziegenhof, Nandlstädterstraße 37, in 84104 Tegernbach (www.milchundkaesestrasse.de/betrieb/464).
Wir wurden bereits von Herrn Hans Kellner erwartet. Mit dem angenehmen Selbstverständnis von Menschen, die ganz bei sich sind bei dem was sie machen, stellte er uns seinen Bioland zertifizierten Ziegenhof vor. Während einer Australienreise, bei der er Ziegenkäse kennenlernte, kam die Idee. Zurück von der Reise, tauschte er eine Sau mit Ferkeln aus dem elterlichen Betrieb gegen eine Goaß mit drei Kitzen. Der Grundstein war gelegt. Heute leben ca. 140 Ziege der Rasse - Bunte Deutsche Edelziege - auf dem Hof.
© Michael Olma
Mit "Überschuhen" betraten wir die Manufakturräume und erkundeten den Weg von der Goaßmilch zum Käse, lernten Geräte zur Käseherstellung sowie Reife- und Lagerraum kennen.
© Michael Olma
Verkostung a la Slow Food! Frische Ziegenmilch, eine große Auswahl von hausgemachten Käsespezialitäten und Ziegenwürsten.
© Michael Olma
An der Melkanlage vorbei (gerade in vollem Betrieb!) ging es zum Ziegenstall. Wir erfuhren was die gschleckerten Goaßn an Futter bekommen, wieviel Milch sie geben, wann sie raus dürfen, etc.
© Michael Olma
Gegen 19:00 Uhr waren wir wieder zurück in Airischwand. Im Huberhof erwartete uns ein Hallertauer Kirchweih-Gansessen mit schöner Nachspeis. Der Huberhof ist ein Familienbetrieb, Sohn und Tochter haben Ausbildung und Wanderjahre in der Gastronomie hinter sich und arbeiten jetzt mit den Eltern im eigenen Betrieb. Regelmäßige Betriebszeiten gibt es nicht. Geöffnet wird nach Vorbestellung.
Zur Gans gab es traditionell zweierlei Knödel (Kartoffelknödel, Semmelknödel) und Blaukraut. Die Schüsseln kamen auf den Tisch und es nahm sich jeder nach Lust und Laune. Dazu Rote Bete, Sellerie-, Kartoffel- und Endiviensalat vom frischen Salatbuffet. Als Vorspeise standen Kürbissuppe und ein wunderbares saures Gänseklein ("Schlachtschüssel" von der Gans mit Hals, Magen, Herz und Flügeln) bereit. Als Nachtisch gab es einen Zwetschgen-Ziegenkäse(Kellner!)strudel mit gefrorenem Kletzenparfait.
In der tiefsten Hallertau begleiteten uns die Hofmanns vom Convivium Hamburg! Getreu dem Motto des Slow Food Präsidenten Carlo Petrini „Ich möchte die Geschichte einer Speise kennen. Ich möchte wissen, woher die Nahrung kommt. Ich stelle mir gerne die Hände derer vor, die das, was ich esse, angebaut, verarbeitet und gekocht haben“ hat Ziegenkäse jetzt ein "Gesicht". Lieben Dank an Frau Renate G. für Idee und perfekte Organisation der Veranstaltung!
P.S. Die Gänse der Selmayers stammen (wünschenswert selbstverständlich) von der grünen Wiese hinterm Haus.
© Michael Olma