Convivium Karlsruhe

Kontakt:   Jens Herion
Adresse:  Yorckstr. 23,  76185 Karlsruhe
E-Mail:      karlsruhe@slowfood.de
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Geschmacks- und andere Erlebnisse 2012

Das Jahr 2012 war wieder einmal voll von spannenden Ereignissen für das Slow Food Convivium Karlsruhe. So oft wie bisher in keinem Vorjahr sind wir dabei über unseren Conviviumsbereich hinaus gegangen um gemeinsam mit anderen Slow Foodies in anderen Regionen die kulinarische Welt zu entdecken. So im letzten Jahr im Rhein-Neckardreieck, in Süditalien und im November bei unseren Freunden im Elsaß.

Unser bisher grösstes Projekt, das zukünftige Karlsruher Slow Mobil, finden Sie allerdings nicht unter den Berichten auf dieser Seite, sondern es hat nicht nur eine eigene Seite im Rahmen von unserer Internetpräsenz als Convivium Karlsruhe, sondern auch einen eigenen Internetauftritt, zu dem Sie über diese Unterseite weiter navigieren können: 

zum Karlsruher Slow Mobil

Wald & Wild

Das meiste Fleisch, welches wir täglich verspeisen, stammt hauptsächlich von Nutztieren aus Tierzuchtbetrieben, der überwiegende Teil davon wird unter mehr oder weniger artfremder und tierquälerischer Weise auf industrielle Weise "produziert".

Die Herkunft von Wildfleisch ist dagegen eine andere, selbst wenn es natürlich Tierzüchter gibt, die aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten z.B. Rotwild in Gehegen züchten.

Wir haben uns am Sa, 29.09.2012 im Ettlingen Wald bei einem Rundgang auf dem Kreuzelberg von einem Revierförster und einem Jagdpächter des Ettlinger Waldes erklären lassen, wie der Umgang mit dem Wild im Wald eigentlich funktioniert. Abseits vom Waldweg besichtigten wir die Suhle von Wildschweinen, eine Kirrstelle und die Kanzel des Jägers, dabei erläuterte uns der Jäger Hr. Bartek welche Aufgabe bzw. Arbeiten in seinem Revier anfallen, was bei der Jagd und der Verarbeitung des Wildbrets beachten werden muss.

Einen Bericht zu dieser Veranstaltung finden Sie an dieser Stelle.


Geschmackserlebnis Oktober 2012

Am Sa, den 20.10.2012 traf sich unser "Kochclub", um in entspannter Atmosphäre gemeinsam ein Drei-Gänge-Menü zuzubereiten und Erfahrungen auszutauschen.

Diesmal haben wir uns noch einmal in einer privaten Küche getroffen und gekocht. Für die nächsten Teffen des "Kochclubs" werden wir uns in einer Schulküche treffen, damit wir uns in Gruppen gleichzeitig auf die Gänge konzentrieren können.

Bericht wird an dieser Stelle noch erfolgen.


Tomatenvielfalt in der Tomatensaison

Sommerzeit ist auch Tomatenzeit. Und dann, wenn auch bei uns endlich die Tomaten reifen, ist in unserer Region in einschlägigen Gärtereien eine erstaunliche Sortenvielfalt an Tomaten zu entdecken. Es gibt grosse optische Unterschiede und auch eine geschmackliche Bandbreite, die am besten im direkten Vergleich deutlich wird.

Eine dieser regionalen Gärtnereien mit einer grossen Sortenvielfalt an Tomaten ist der Gärtnereibetrieb von Initial e.V. in Wolfartsweier, der "Soziale Garten". Was meinen Sie, wieviele Tomatensorten es in diesem Sommer dort zu entdecken gibt? Die Antwort auf diese Frage fanden wir vor Ort , als wir der Gärtnerei am Sa, den 21.07.2012 ab einen Besuch mit ausgiebiger Tomatenverkostung abgestattet haben. Tatsächlich waren es noch 2 Sorten mehr als die ursprünglich in der Einladung angekündigten 21 Sorten...

Trotz wechselhafter Wetterlage war diese erste Kooperationsveranstaltung von Slow Food Karlsruhe zusammen mit Initial e.V. ein grosser Erfolg. Mit rund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmern fand nicht nur der angekündgite Rundgang durch die Gärtnerei und die anschliessende vergleichende Verkostung der Tomatensorten statt, sondern auch das das in Aussicht gestellte "Tomatenpicknick". Das konnte allerdings nicht komplett im Freien stattfinden, sondern musste ins Gewächshaus umziehen... Dazu hatten Teilnehmerinnen und Teilnehmer, viele Interessante Salate, andere Speisen und Getränke mitgebracht. Mineralwasser, Gläser und Geschirr wurden freundlicherweise von Initial organisiert und bereitgestellt.

Hier gibt es einen Bericht zu dieser Veranstaltung und Infos zu den Tomatensorten im "Tomatenparadies" des Sozialen Gartens in Wolfartsweier und ein Kurzportrait von Initial e.V.


Reise nach Sizilien und zu den Äolischen Inseln

Direkt im Anschluss an das Festwochenende von Slow Food Deutschland in Köln gab es die Gelegenheit, bei einer Reise nach Sizilien und zu den Äolischen Inseln anderen Slow Food Mitgliedern aus dem Elsass, aus Baden und aus Süditalien zu begegnen. Die Reise startete am So 03.06.2012 (bzw. am Mo, den 04.06.2012 für diejenigen, die vorher beim Festwochenende in Köln bzw. der Mitgliederversammlung von Slow Food Deutschland waren) und dauerte bis Mo, 11.06.2012.

Sie ist initiiert worden von unserem Nachbarconvivium "Schnaeckele" aus Strasbourg. Wir haben auf dieser Reise Kulturstätten besichtigt, Produzenten besucht und bei gemeinsamen Essen an der langen Tafel den Austausch mit Slow Foodies aus mindestens 3 Ländern und noch mehr Convivien gepflegt. Schwerpunkt der Reise war die Äolische Insel Salina, die sich bereits vor einigen Jahren zur "Isola slow" erklärt hat und dieses Ereignis seither jährlich mit einem grossen gemeinsamen öffentlichen Essen von regionalen Spezialitäten und einem kleinen Produzentenmarkt feiert. Auf dem Produzentenmarkt werden v.a. Spezialitäten angeboten, die aus regionalen Arche-Passagieren handwerklich hergestellt worden sind.

Diese Reise war sehr eindrucksvoll und ein tolles praktisches Beispiel dafür, was es bedeuten kann, Mitglied einer weltweiten Bewegung zu sein. Selbst wenn die Muttersprachen und die kulinarischen Traditionen überall anders sind, so verbinden uns doch überall die gemeiensamen Slow Food Ideen. Und wenn der gegenseitige Wille dafür da ist, dann klappt auch die sprachliche Verständigung - unter Umständen selbst in einem ständigen lebhaften Durcheinander von 3 - 4 Sprachen...

Fazit: Die Reise war grossartig - wir warten auf die nächste Gelegenheit!

zur Reisebeschreibung

20 Jahre Slow Food Deutschland

2012 besteht Slow Food Deutschland seit 20 Jahren - das war Grund genug, sich zu einem bundesweiten Fest-Wochenende vom Fr, 01.06. - So 03.06.2012 in Köln zu treffen! Die beiden attraktiven Abendveranstaltungen am Freitag und am Samstag waren restlos ausgebucht und konnten internationale Slow Food Gäste begrüssen, an der Spitze unser internationaler Präsident Carlo Petrini. Der öffentliche Teil des Festwochenendes, eine Aktion "Teller statt Tonne" am Samstag Mittag in der Kölner Südstadt war nicht nur gut besucht, sonder hatte auch ein entsprechend gutes Medienecho am selben Tag in ARD und im WDR Regionalfernsehen.

Weitere Infos zum Programm zum detaillierten Nachvollziehen finden sie unter diesem link.

Einige Impressionen von den Events gibt es auf dieser Seite zu sehen.

Am Sonntag fand schliesslich die jährliche Mitgliederversammlung von Slow Food Deutschland statt. Dort war der wichtigste Punkt die Wahl des neuen Vorstandes. Informationen dazu finden Sie hier.


Blindverkostung Wurst

Von einer Blindverkostung von unterschiedlichen Weinen ist öfters in den Medien zu lesen - aber haben Sie schon einmal an einer Blindverkostung von handwerklich hergestellter Wurst teilgenommen? Genau das haben wir bei unserem Geschmackserlebnis am Sa, den 24.03.2012 in der der Manufaktur der Metzgerei Sack in Malsch getan. Dabei interessierte uns besonders der Aspekt, wie sich Geschmacksverstärker wie Glutamat auf unsere Geschmackswahrnehmung auswirken. Sind Geschmacksverstärker notwendig, damit eine Wurst gut schmeckt? Welche Wurst schmeckt wohl besser - die mit oder die ohne Geschmacksverstärker? 

Diese Veranstaltung für alle Beteiligten so spannend wie erwartet... Mehr dazu können Sie in unserem Bericht zu diesem ungewöhnlichen Geschmackserlebnis nachlesen:

Bericht von der Blindverkostung Wurst

Besuch auf der anderen Rheinseite

Am 24. November 2012 gab es unseren Gegenbesuch in Strasbourg beim Convivium "Schnaeckele".

Bei dieser Gelegenheit haben wir gemeinsam zunächst eine Getreidemühle in Hoffen besucht, die der Müller Rémi Jung in der dritten Generation erst seit ein paar Jahren wieder in Betrieb genommen hat. Er baut teilweise selbst Getreide in naturnaher Wirtschaftsweise an, darunter auch seltene Sorten wie z.B. Emmer.

Anschliessend waren wir bei Helène Faust zu Besuch, die in Hatten auf ihrem Bauernhof artgerecht Schweine aus alten Haustierrassen züchtet. Einen Bericht von unserem Besuch finden Sie hier.

Es war schön, unsere Nachbarn vom Schnäckele bei dieser Gelegenheit wieder zu sehen; weitere nachbarschaftliche Treffen für 2013 sind bereits geplant!


"Verpönte" Fleischstücke grillen

Mitten in der eigentlichen Sommerpause gab es doch eine besondere Veranstatung: Wir haben am Sa, 18.08.2012 gemeinsam Fleischstücke (und andere Dinge) von Nutztieren, die bei uns mehr oder weniger in Vergessenheit geraten sind und daher kaum noch verwendet werden gegrillt und auf andere Art auf offenem Feuer im Freien zubereitet. Ein Rind besteht eben nicht nur aus Filets und Schnitzeln - und auch ein Schwein hat mehr zu bieten als nur Koteletts und Haxen!
Ob sich z.B. Schweinsfüsse für den Grill eignen, konnten wir z.B. ausprobieren, oder wie eine Schweinskopfsuppe schmeckt, in welchen Varianten vorbereitet Schweinebacken sich schliesslich von Geschmack und Textur unterscheiden...

Für diese Veranstaltung gab es keinen finanziellen Teilnehmerbeitrag; statt dessen waren alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer dazu eingeladen, sich zu überlegen, was sie aus diesem Anlass gerne wie grillen wollten (oder anderweitig zu Veranstaltung beisteuern wollten). Einen Bildbericht zu dieser spannenden Veranstaltung und eine Aufzählung, was wir dort alles zubereitet haben und welche Garmethoden wir verwendet haben, finden Sie hier: 

Bildbericht verpönte Fleischstücke

Bienen, Honig und Imkerei

Honig ist für viele Verbraucherinnen und Verbraucher ein alltägliches Lebensmittel, das pur genossen werden kann oder auch zum Süssen diverser Speisen, von Gebäck und von Sossen verwendet werden kann. Es gibt ihn als "sortenreine" Variante (z.B. Kastanienblütenhonig) oder als Melange - und es gibt ihn schon lange als reines Kunstprodukt. Inzwischen lohnt sich sogar die Unterscheidung danach, ob die Bienen nur "unbehandelte" Blüten abgesammelt haben, ob die Pflanzen mit allerlei chemischen Pflanzenschutzmitteln behandelt waren oder ob die Bienen auf gentechnisch manipulierten Pflanzen unterwegs waren.

Doch Bienen sind für uns nicht nur äusserst nützlich als Honigsammler, sondern sie haben auch eine ganz entscheidende Funktion bei der Bestäubung aller blühenden Pflanzen. Anders (und etwas vereinfacht) formuliert: Ohne Bienen (und artverwandte Insekten) gibt es keine bestäubten Obstbäume und anschliessend auch kein Obst. Was passiert eigentlich in unserer Region, wenn, wie 2008 zuletzt in grossem Massstab geschehen, die Mehrzahl der Bienen vergiftet werden durch Agrar-Chemikalien? Das alles wollten wir doch etwas genauer wissen und haben deshalb dem Bio Imker Peter Reithmeier am Sa, den 23.06.2012 einen Produzentenbesuch abgestattet. Selbstverständlich blieb es bei diesem Besuch nicht nur bei der Theorie und Praxis der Imkerei, sondern es gab auch die eine oder andere Kostprobe ...

Einen Bericht zu unserem Besuch beim Imker und seinen Bienen finden Sie hier.

Ausser den Bienen, die ein Imker züchtet, gibt es auch noch Wildbienen, die sozusagen in freier Wildbahn leben und dort ohne direkten menschlichen Eingriff weiterentwickeln. Zu Wildbienen finden Sie hier ein Informationsblatt. Da die Wildbienen in immer kleiner werdenden Rückzugsräumen leben müssen, kann es sehr nützlich für sie sein, wenn ihnen Menschen eine artgerechte Behausung anbieten. Wie das aussehen könnte, können Sie hier nachlesen.


Süsswasserfische wiederentdecken

Auch in unserer Region gibt es schmackhafte Fische - und zwar nicht nur aus dem Fischteich oder über tausende Kilometer und aus oft zweifelhaftem Fang oder Zucht stammend hierher transportiert. Heimische Speisefische wurden v.a. von den Rheinfischern täglich frisch gefangen und vermarktet. Rheinfischer gibt es inzwischen fast keine mehr - und viele der für den menschlichen Verzehr geeigneten und hier wild lebenden Fische sind dadurch mehr oder weniger in Vergessenheit geraten.

Oder kennen Sie z.B. Brachsen, Rotaugen oder Gründlinge, haben sie womöglich schon einmal selbst zubereitet oder wenigstens gegessen? Das ist teilweise auch nicht ganz einfach, da diese Fische relativ viele Gräten haben können. Was in unserer Region so alles an Fischen zu fangen ist und wie man sie schmackhaft zubereiten und verzehren kann, damit haben wir uns am Samstag, den 28.04.2012 bei einem Geschmackserlebnis im Küchenstudio bei a-mano beschäftigt, wo uns unser Mitglied und begeisterter Angler Bastian Gründer an dieses Thema herangeführt hat.

Einen Bericht von der Veranstaltung und die Rezepte zum Nachkochen finden Sie über diese Links.


Wir wollen wissen, was wir essen!

"Unser täglich Brot..." heisst eine aktuelle Landesausstellung im Museum für Technik und Arbeit in Mannheim. Sie befasst sich mit der bereits seit über 100 Jahren (in den westlichen Industrieländern) andauernden "Industrialisierung der Ernährung". Von der Konservendose über Tiefkühlkost, diverse künstliche Zusatzstoffe in Lebensmitteln (oft irreführend als "Aroma" bezeichnet) bis hin zu Lebensmitteln, die künstlich mit angeblich gesundheitsfördernden Eigenschaften versehen worden sind. Angeleitet von einer fachkundigen Führung haben wir uns die Ausstellung am Sa, den 25.02.2012 angesehen.  Die dabei gewonnenen Eindrücke und Erkenntnisse haben wir anschliessend bei einem gemeinsamen Abendessen in Mannheim bei dem Slow Food Mitglied "Vineria-Osteria" vertieft. Diese Veranstaltung war eine gelungene gemeinsame Veranstaltung der Convivien Karlsruhe, Pfalz und Rhein-Neckar!
Die Ausstellung läuft planmässig noch bis zum 29.04.2012; ein privater Besuch der Ausstellung würde sich mit Sicherheit auch lohnen!

Zu weiteren Infos
Slow Food Deutschland e. V. - Luisenstraße 45 - 10117 Berlin - Telefon: 030 / 2 00 04 75-0 - E-Mail: info@slowfood.de