Kontakt:
1.Gerd Sych, Arndtstr. 22, 97072 Würzburg, 0931-783411
2. Holger Riegel, Bibrastr. 5, 97070 Würzburg, 0931-6667290
E-Mail: mainfranken-hohenlohe (at) slowfood.de
Nach der "Vereinsmeierei" am 21.01.2012 in Markbreit wurd's gemütlich. Erst gab's ein Geschmackserlebnis am Ort der Tagung, das "Lagerhaus Marktbreit", mit vier Bieren von mittelständischen kleinen Brauereien der Maindreicksspitze (Oechsner, Engelhardt & Zippel, Kesselring, Düll) in Verbindung mit Iphöfer Eichelschwein-Schinken und -Speck. Die abendliche Tafelrunde mit einem genuss- reichen 4-Gänge-Menü aus geschmackigen Lebensmitteln des Ochsenfurter Gaus, gekocht von Wolfgang Michel, Küchenchef und Mitinhaber des Hotel Restaurant Michels Stern in Marktbreit, belieferten:
Lachsforellen: Hagenmühle Familie Pfannes, Willanzheim
Feldsalat und Gemüse: Gärtnerei Lechner, Hüttenheim
Kartoffeln: Bioland-Hof Stadelmann, Enheim
Blutwurst: Metzgerei Rögele, Gnodstadt
Rindfleisch: Metzgerei Rögele, Gnodstadt, von den Rindern aus Hopferstadt und Sonderhofen
Walnüsse: Garten des Hotels Michels Stern
Weine: Bio-Weinbau Krämer, Auernhofen; Max Müller 1, Volkach; Brennfleck, Sulzfeld; Kreglinger, Segnitz.
"Lokal ist genial", dieses Motto fasziniert auch andere Orte in unserem Conviviumsgebiet. Nun haben Slow Fooder unseres Conviviums in Bamberg und Würzburg anlässlich des Terra Madre Tages am 10.12.2011 weitere Aktivitäten unter dieser Idee gestartet. Der in Bamberg geplante Erkundungsgang über den Markt mit Tafelrunde fiel durchs zu späte Anmelden der Teilnehmer aus. Aber die öffentliche Speisung in Würzburg war erfolgreich.
Einer der jüngsten Lebensmittel-Skandale betraf die Bio-Branche. Es war nicht der erste. Aufgedeckt wurde er im November 2011 in Italien. Verursacht war er durch gefälschte Importe. Nicht die italienischen Erzeuger waren die Schuldigen, sondern ausländische und die Lieferkette, die - je länger sie ist, um so mehr - Manipulationsmöglichkeiten bietet. Deshalb ist auch für Bio das beste Qualitätsrezept ein Produkt aus der Region oder, noch besser, ein Produkt aus dem lokalen Umfeld. Siehe auch Quo vadis bio?
Schweinfurt und sein Umland - ein lokaler Raum - bietet fast alles für das Genießerherz. Als einer der dynamischsten Orte Deutsch- lands mit großer über 1250 Jahre langer Geschichte bietet er seinen Einwohnern als Arbeits-, Freizeit-, Erholungs- und Kulturplatz viele Vorzüge, nicht zuletzt auch durch ein vitales, vielfältiges Lebensmittelhandwerk und gute bäuerliche Betriebe. Dies bewusst zu machen, zu pflegen und zu fördern ist das Ziel der Kampagne, die nicht nur die Gastronomie im Fokus hat, sondern im weitesten Sinne alles, was zur gesunden, guten und genussvollen Ernährung gehört.
Bier und Gemüse - einst sogar auch Wein - sind bis heute Bambergs Stärken im kulinarischen Bereich. Vor allem die historischen innerstädtischen Gärtnereien, die sogar das Stadtbild beeinflussten, trugen wesentlich zum Ehrentitel "Weltkulturerbe Bamberg" bei. Fruchtbare Böden, viel und gutes Wasser und großer Fischreichtum ließ viele Spezialitäten entstehen, die Bamberg sogar im Namen tragen. Zugleich hat diese Stadt eine stolze Vergangenheit, gegründet einst vom mächtigen Grafengeschlecht der Babenberger, zur Bischofsstadt erhoben und von Pracht liebenden Fürstbischöfen regiert.