Kontakt:
1.Gerd Sych, Arndtstr. 22, 97072 Würzburg, 0931-783411
2. Holger Riegel, Bibrastr. 5, 97070 Würzburg, 0931-6667290
E-Mail: mainfranken-hohenlohe (at) slowfood.de
Unser Convivium stellt den Slow Food Koordinator für das Presidio Limpurger Weideochse: es ist Hans-Werner Bunz. Seine Aufgabe ist, darauf zu achten, dass sich das Presidio in der von Slow Food gewünschten Weise entwickelt. Das heißt nichts anderes, als Sorge zu tragen, dass a) die Qualität top ist und bleibt, b) das Marketing fair und dennoch effektiv ist, c) eine breite gesellschaftliche Unterstützung gefunden wird, d) Nachhaltigkeit auch in der Nachfolge der Protagonisten verwirklicht wird, e) eine Zukunftsicherung der Existenz für den Ochsen, die Rasse und die Züchter erzielt wird.
Seit April 2009 ist der Arche-Passagier Bamberger Hörnla, eine über 150 Jahre alte fränkische Kartoffelsorte, ein international anerkanntes Slow Food Presidio, das dritte der bislang vier deutschen Presidi. Diese Kartoffel gilt als die feinste deutsche Salatkartoffel. Die Protagonisten des Presidios haben ihre Kompetenzen gebündelt und den "Förderverein Bamberger Hörnla in Franken e.V." gegründet. Viele der Mitglieder sind auch Slow Food Mitglieder; Slow Food Koordinator ist Georg Lang. Ihm obliegen im Prinzip dieselben Aufgaben wie dem Slow Food Koordinator beim Limpurger Weideochsen. Foto: Slow Food Archiv
Rechtzeitig zur 4. Terra Madre und 8. Salone Internazionale del Gusto (beide 21.-25.10.2010 in Turin/Italien) schaffte ein weiteres Mitglied der fränkisches Arche des Geschmacks den Sprung zum Presidio. Damit stammen drei der vier deutschen Presidi aus urfränkischen Landen und sogar aus unserem Conviviumsgebiet; denn neben dem Bauland wird auch im Bad Mergentheimer Gebiet und im Landkreis Heilbronner Land Grünkern erzeugt.
Slow Food Koordinator des neuen Presidio ist Walter Kress, Leiter des Conviviums Heilbronner Land. Engste familiäre Verbindungen zu einem der wichtigsten Erzeuger im "Bauland", unserem Conviviumsmitglied Dietmar Hofmann in Boxberg-Schwabhausen, machten ihn früh mit der Dinkelsorte Bauländer Spelz bekannt, eine uralte Sorte, die besonders geeignet ist, den beim traditionellen Darren entstehenden feinen Rauchgeschmack aufzunehmen. Dietmar Hofmann, ist zertifizierter Demeter-Biobauer und zugleich der einzige, der noch auf seinem Hof selbst darrt mit Buchenholz. Kernstück des Presidio ist die "Vereinigung fränkischer Grünkernerzeuger Borxberg e.V. mit Sitz in Bad Mergentheim; Dietmar Hofmann ist stellv. Vorsitzender des Vereins. Wir wünschen dem Presdio eine erfolgreiche Zukunft.
Rar ist das Angebot. Doch hier finden Sie regelmäßig Informationen, welcher Metzger und welches Gasthaus aktuell Fleisch oder Speisen vom und mit Limpurger Weideochse im Angebot hat.
Der "Förderverein Bamberger Hörnla in Franken e.V." ist das Zentrum des Presidios. Zu den bisherigen 14 Erzeugern darin sind nun drei weitere dazu gestoßen aus Bamberg, der alten Gärtnerstadt: die Gartenbaubetriebe Gütlein, Niedermeier und Schumm.
Das Presidio nahm beim 1. Spezialitätenwettbewerb "Unser Orginal" der Metropolregion Nürnberg teil - und wurde als Orginal ausgezeichnet. Am 15. Oktober 2011 nahm Rainer Lesch, Vorsitzender des "Förderverein Bamberger Hörnla in Franken e.V." die Urkunde im alten Rathaussaal in Nürnberg im Rahmen eines Festaktes die Urkunde entgegen.
Seit Herbst 2011 ist das Presidio "Weideochse vom Limpurger Rind" seinem Ziel des europäischen Qualitätssiegels "Geschützte Ursprungsbezeichnung" einen großen Schritt näher gekommen. Denn die für Deutschland zuständige Vorprüfungsinstitution, das Deutsche Patent- und Markenamt (DPMA) in München, hatte den Antrag nach sorgfältiger Prüfung und der erfolgreichen Klärung eines Einwandes nach Brüssel weiter geleitet. Brüssel organisiert nun die Information der übrigen EU-Länder und deren möglicher Einwände; das Presidio erwartet allerdings keine. Sollte das der Fall sein, könnte mit Glück bereits 2013 das Presidio das Recht auf Verwendung des Siegels "Geschützte Ursprungsbezeichnung" verliehen bekommen.
Dies ist das eingetragene Markenzeichen für Fleisch vom Limpurger Weideochsen. Als Marke verbürgt es, dass das Fleisch garantiert von einem rassereinen Weideochsen vom Limpurger Rind stammt, der mindestens 30 Monate ganz natürlich in seiner angestammten Region gelebt hat und nur Weidefutter, Heu, evtl. würzig duftende Grassilage und etwas Getreide verspeist hat, aber weder Mais, Maissilage oder gar Soja-Futter.