Das Landhotel Bärenmühle im nordhessischen Frankenau
Sie liegt in ihrem Tal wie ein deutsches Idyll.
Das alte Fachwerk und die bejahrten Steine, die Teiche, die Wiesen sowie das besänftigende Rauschen des Baches und der Bäume geben der Bärenmühle eine Aura der Weltabgeschiedenheit, wie man sie aus alten Liedern kennt.
Und doch ist das denkmalgeschützte Gehöft, das als eine von fünf historischen Mühlen bei Ellershausen im nordhessischen Lengeltal liegt, den Anforderungen der heutigen Zeit ebenso verpflichtet wie der Bewahrung der ländlichen Tradition.
Jahrhunderte lang wurden hier mit der Kraft des Wassers Korn gemahlen und Ölfrüchte zerquetscht. Mitte der 1950er Jahre kaufte der damalige Frankenberger Landrat Heinrich Kohl, ein Bauernsohn und passionierter Imker, das Ensemble vom letzten Müller als Wohnsitz für seine Familie.
Die drei Töchter, zeitweilig in alle Welt verstreut, machten daraus 2005 ein stilvolles Landhotel, das für Erholungssuchende aus ganz Deutschland inzwischen zu einer Oase der Stille geworden ist. Das Lengeltal grenzt an den für seine urwüchsigen Buchenwälder bekannten Nationalpark Kellerwald im Landkreis Waldeck-Frankenberg und steht zum größten Teil unter Naturschutz.
Hier regiert noch das menschliche Maß, hier kommt man der Natur wieder nahe, hier gewinnt man das Gefühl für die Kostbarkeit der verstreichenden Zeit zurück.
Den Eigentümerinnen ist es ein Herzensanliegen, ihre Gäste mit den Eigenheiten ihrer Heimat bekannt zu machen, in kultureller ebenso wie in kulinarischer Hinsicht. Deshalb sind die mit antiken Möbeln ausgestatteten Zimmer und Suiten des Landhotels nach historischen Persönlichkeiten und Ereignissen aus der Region benannt und gestaltet.
Und der Küchenchef wählt für die Bereitung der Speisen nur frische und biologisch untadelige Produkte aus, die er von Landwirten und Lebensmittelhandwerkern aus der Umgebung bezieht. Die Bärenmühle ist ein Bindeglied einer regional-ökologischen Kreislaufwirtschaft, die unter anderem über den Verein „Ellershäuser Tafelrunde“ nach den Grundsätzen der Natürlichkeit und der Nachhaltigkeit organisiert wird.
Sie ist auch Fördermitglied von Slow Food.