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Am 17. August 2007 ging die erste Reise nach Witzenhausen, genauer in Reiner Schinkels Brauhaus. Es wurde ein angeregter Meinungsaustausch zwischen Metzgern, Bäcker, Käser, Brauer und weiteren interessierten Slow Food Mitgliedern.
Am Ende des Abends war das Slow Food - Netzwerk Nordhessen um ein Mitglied reicher: Reiner Schinkel.
Das unfiltrierte Schinkel-Bier hat mehr geschmacksbildende Inhaltsstoffe. Godehart Hannig, dem Käser vom Kirchhof schmeckt´s.
Reiner Schinkels Brauhaus produziert ca. 1000 Hektoliter im Jahr. Der Betrieb ist öko-zertifiziert. Die Braugerste kommt aus Nordhessen. Die Biere sind unfiltriert und nicht pasteurisiert. Der Biertreber wandert in Schweinetröge, die Schweine wandern in die eigene Gastronomie.
Reiner Schinkel: "Bundesweit gibt es noch ca. 1.200 Brauereien. Circa 800 davon sind kleine Hausbrauereien, mit stark steigender Tendenz. In den mittleren und großen Unternehmen dreht sich das Konzentrationskarusell." Zur Zeit fließt ca. 40 Prozent des Schinkelschen Bieres durch die Zapfhähne der eigenen Gastronomie, 60 Prozent des Bieres werden außer Haus verkauft. Durch die Direktvermarktung umgeht Reiner Schinkel den weniger profitablen Weg über Bierverleger. Das Bier wird also komplett vor Ort verkauft.