Otto Geisel „Chefschnecke“ von Slow Food Deutschland, besuchte uns am Samstag und war sichtlich angetan von dem, was wir alles auf die Beine gestellt hatten.
Unser Stand entwickelte sich täglich zu einem beliebten Anlaufpunkt für Convivienleiter und Mitglieder aus ganz Deutschland - (auch wegen der schmackhaften Verkostungsmöglichkeiten!)
Das Interesse an Slow Food, seiner Philosophie und Organisation, waren wie im Vorjahr wieder sehr groß. Wir hatten außerdem den Eindruck, dass Slow Food in der Öffentlichkeit immer stärker wahrgenommen wird und der Bekanntheitsgrad gestiegen ist.
Unsere Besucher am Messestand kamen zu ca. 40 % aus Ländern wie Indien, Buthan, Finnland, Ghana, Bulgarien, Griechenland, Schweiz und Österreich und vielen mehr, zu 50 % aus Deutschland und zu 10 % aus der Region Bayern und Franken.
Fragen zu Slow Food und Wünsche nach Information konnten wir durch reichliches Info-Material und engagierte persönliche Gespräche umfassend beantworten und klären.
Persönliches
Zum Abschluss noch einige persönliche und sehr bild- und lebhafte Eindrücke unseres Mitgliedes Evi Karl, die ebenfalls „Standdienst“ hatte. Treffender lässt sich ein BioFach-Tag wohl nicht schildern:
Besucher-Überblick
Die vielen ausländischen Besucher unseres Messestandes am Freitag setzten sich im wesentlichen zusammen aus Personen aus:
Deutschland - etliche Slow-Food-Mitglieder auch anderer Convivien (wenn auch nicht alle aktiv), Slow-Food-kundige und interessierte "Laien"
Österreich - Vorsitzender (mit Begleitung) des Conviviums Linz
Italien - Delegation des Salone del gusto zur Werbung von Ausstellern, sonstige Interessierte und ein ob der Gobalisierung und Verwässerung der Bio-Idee völlig frustierter Italiener, der mir schon schon leicht bedüdelt erschien (Weinhalle?) und um ein Haar in Tränen ausgebrochen wäre, während er mit leicht schwankender Stimme sein Leid klagte
Finnland - zwei Damen, die den Slow-Food-Gedanken und eine Art Regional-Buffet in der Großgastronomie ihrer Region verbreiten wollten
Polen - begeisterte Wurstesser, haben die Teller der Klosterbetriebe Plankstetten ganz schön dezimiert; außerdem ein polnischer Fernsehsender, der reizende Aufnahmen biertrinkender Schnecken (Damen von Slow Food und Förderer Brauerei Riedenburg; wie war das mit der Bierfalle neben den Salatbeet???) angefertigt hat, sonstige Interessierte
Rumänien - ein jüngerer Herr auf Krücken, der 2 Pils auf ex trank und sich auf diese Weise der Slow Food-Idee näherte, nebst Übersetzerin
Türkei, Slowenien, Bulgarien, Portugal - Besucher ohne weitere Auffälligkeiten
Taiwan - ein halbes Dutzend Leute, vornehmlich Damen, die im Laufe des Tages den Stand besuchten, offenbar alles Slow Food-Mitglieder (!!)
El Salvador- ein junger Mann mit starkem Interesse an Slow Food
Tanzania - siehe oben
Burkina Faso - eine wohlbeleibte Dame in farbenfrohem Gewand mit Turban, aber fast ohne Fremdsprachenkenntnisse, die beidhändig im Korb mit Plankstettener Dinkelbrotstückchen wühlte (das haptische Gefühl ist zur Beurteilung der Speisen schließlich unerlässlich) und der ich lediglich entlocken konnte, dass sie einen Stand mit irgendeinem Haut- und Haarpflegemittel hatte
Außerdem sprintete Gérard Depardieu mitsamt Begleitschutz vorbei, wobei sich Depardieu mit beiden Armen auf den vor ihm laufenden Herrn stützte, welcher im Vergleich zu dem Franzosen eher von zarter Statur war, auf dem kürzesten Weg in die Weinhalle (für mich sah es so aus, als sei Depardieu dort schon ausgiebig gewesen).
Und überhaupt: Wir durften dann noch Herrn Wolfram Siebeck an unserem Stand begrüßen, wo Gerhard ihn am Ärmel hinzog. Er wiedersetzte sich hartnäckig der Unterzeichnung eines Mitgliedsantrags, war aber sonst recht gesprächig und unserer Philisophie absolut zugänglich.
Ach ja, und zwischendurch kamen noch zwei junge Damen von der „taz“, direkt nach einem Schwung Taiwanesinnen, weswegen ich die eine taz-Journalistin, die asiatische Gesichtszüge hatte, auch auf englisch anquatschte und geraume Zeit brauchte, um meinen Irrtum zu bemerken - erst als die beiden so unverschämt grinsten, ging mir ein Licht auf.......
Evi Karl
Nach der Messe ist vor der Messe
Im April 2008 werden wieder die Weichen gestellt für die Teilnahme an der BioFach 2009.
Deshalb schon heute die Einladung an alle Mitglieder und Slow Food Freunde zum Mitgestalten und Mitmachen. (gt)