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In der ganzen Welt realisieren die Bündnisse Projekte, um die Philosophie von Terra Madre in ihrer Umgebung zu verbreiten und die lokalen Wirtschaftsformen zu stärken. Sie folgen dabei verschiedenen Schwerpunkten: Schutz der biologischen Vielfalt, Förderung der kurzen Produktionskette und Geschmackserziehung für die Verbraucher. Um die Projekte umzusetzen, stützt sich das Netzwerk auf die lokalen Slow-Food-Gruppen und andere Institutionen, Vereine und NGOs. So wird auch die Zusammenarbeit im Gebiet verstärkt, was die Gesellschaft tiefgreifend einbezieht.
Schulgärten in Uganda
In Uganda bringt das geringe Einkommen in der Landwirtschaft die meisten Jugendlichen dazu, andere Beschäftigungsformen zu suchen. Dazu kommen die geringe Fruchtbarkeit der Böden und die Abhängigkeit vieler Gebiete von einträglichen Kulturen wie Kaffee. Das Convivium Mukono will mit einem Projekt, das 17 Schulen und über 620 Schüler einbezieht, wieder eine Beziehung zwischen den jungen Menschen und der Landwirtschaft aufbauen und legt Schulgärten an, in dem lokale Arten mit traditionellen, umweltschonenden Methoden angebaut werden.
Frankreich – Slow Food in der Kantine
Slow Food Bayonne arbeitet seit Jahren mit den lokalen Grundschulen zusammen, um das Schulessen zu verbessern, und erreicht damit 4.000 Kinder. Die lokale Sozialgenossenschaft, die den Service verwaltet, beschäftigt Arbeitslose und Behinderte und verwendet Rohstoffe, die innerhalb von 30 km produziert wurden. Einmal in der Woche bietet die Kantine ein Essen mit biologisch angebauten Zutaten. Anlässlich des Terra Madre Day haben Eltern, Schüler, der Bürgermeister und die lokalen Behörden sich versammelt, um ihren Einsatz für das Projekt erneut zu bestätigen.
Uganda – Lokale Produkte und Speisen, die vom Aussterben bedroht sind
In Uganda sind heute viele Obst- und Gemüsesorten, die früher viel verzehrt wurden, nicht mehr leicht erhältlich. Die Mitglieder des Slow Food Conviviums Mukono versuchen, sie in den verschiedenen Herkunftsregionen aufzuspüren, damit die Öffentlichkeit sie wieder entdecken kann. Am Terra Madre Day wurde eine kleine Saatgutbank in der Gemeinschaft mit den Samen verschiedener Sorten eingerichtet, und zur Feier des Tages konnte man Säfte aus den Obstsorten des ganzen Landes probieren.
Indien – Blicke auf Terra Madre
Um die Kleinproduktion von Lebensmitteln in aller Welt zu feiern, konnten die Bewohner von Varanasi (einer antiken Stadt im Bundesstaat Uttar Pradesh) an der Erfahrung des Welttreffens 2008 teilhaben: Die Fotoausstellung “Blicke auf Terra Madre” präsentier te Kulturen, Lebensstile, Regionen anhand der Bilder und Gesichter der Kleinbauern, -fischer und handwerklichen Erzeuger aus aller Welt, die sich für eine bessere Lebensmittelzukunft versammeln.
Mexiko – Tribut an die Mutter Erde, Quelle des Lebens
Im Dorf Cerro Armadillo überlagerten sich die Feiern zum Terra Madre Day mit den traditionellen Riten, angefangen mit dem Dankritual und dem Gebet für eine gute Ernte (Mais, Kaffee, Vanille, Bohnen und andere lokale Produkte). Die Bauern und ihre Familien begaben sich am Morgen des 10. Dezember in die Kirche, und brachten die Produkte aus ihren jeweiligen Regionen mit. Nach der Zeremonie verteilte einer der Dorfältesten Speisen, die mit 40 lokal angebauten Zutaten zubereitet worden waren, viele davon mit Mais (Tortillas aus weißem, schwarzem und gelbem Mais, Tamales und fermentierte Getränke).