EchteVielfalt

Der Erhalt der biokulturellen Vielfalt ist seit jeher ein Slow-Food-Kernthema. Sie zu schützen ist nicht nur von großer Bedeutung für den Erhalt der Kulturlandschaften, kulinarischer Traditionen, sowie der Vielfalt auf unserem Teller sondern sie trägt auch zur Ernährungssicherung und -souveränität bei. Unter dem Motto #EchteVielfalt stellt Slow Food Deutschland deshalb 2020 das Thema Biokulturelle Vielfalt ins Zentrum des Vereinsgeschehens, inhaltlich und auch im Hinblick auf Aktionen und Events. Hier erfahren Sie mehr über die Aktionen und Events, die wir im Aktionsjahr zum Thema Biokulturelle Vielfalt durchführen sowie weiterführende Informationen zum Thema.

Biokulturelle Vielfalt ganz praktisch: „Esst, was ihr retten wollt“

16.11.2020 - Ein alter gemischter Satz aus Wein-Franken, Leberwurst vom Rhönschaf oder Sauermilchkäse aus Ostwestfalen: Vielfalt auf unseren Tellern und in unseren Gläsern ist nicht nur ein nachhaltiges Zeichen gegen uniforme Industrie-Landwirtschaft – sie garantiert auch mehr Genuss. Ein Slow-Food-Abend Mitte November mit vielen einst traditionellen und heute bedrohten Lebensmitteln, den Arche-Passagieren.

Vielfalt auf dem Feld, Vielfalt im Ofen: Wie ein Unternehmen Arche-Passagiere wieder nutzt

13.11.2020 - Viele alte Sorten und Slow Food Arche-Passagiere sind zwar im Vergleich mit industriellen Produkten ‚aufwendiger‘ in der Verarbeitung, erhalten aber die Genuss-Vielfalt einer Region. Vor allem, wenn sich Lebensmittelhandwerker*innen und Erzeuger*innen zusammentun. Wie das Bäckerhaus Veit aus Südwestdeutschland zeigt – dort stehen mit Höri Bülle, Schwäbischem Dickkopf-Landweizen und Ermstäler Knorpelkirsche gleich drei Arche-Passagiere auf den Zutatenlisten.

5 Schritte, wie wir die biokulturelle Vielfalt fördern

29.10.2020 - Möglichst vielfältig und klein strukturierte Systeme sind stabiler als große Monostrukturen: Das gilt für die Umwelt genauso wie für die Ernährung, die Wirtschaft und die Kultur. Das alles bündelt Slow Food im Konzept der biokulturellen Vielfalt. In einer Podiumsdiskussion von Slow Food Deutschland (SFD) bildeten sich fünf Schritte heraus, wie sich diese fördern lässt.

Auftakt zu Terra Madre Salone del Gusto: Biokulturelle Vielfalt ist politisch

12.10.2020 - Der Biodiversitätsverlust ist zusammen mit der Klimakatastrophe und der Corona-Pandemie eine der anhaltend großen Krisen, mit der wir weltweit konfrontiert sind. Mit dem Verlust unserer biologischen Vielfalt droht auch unsere kulturelle Vielfalt zu schwinden. Zum Auftakt des diesjährigen Terra Madre Salone del Gusto lotete Slow Food Deutschland gemeinsam mit Partnerorganisationen aus, wie eine nachhaltige Agrarpolitik zum Schutz von Vielfalt beitragen könnte und müsste.

Terra Madre Salone del Gusto: Biokulturelle Vielfalt ist politisch

05.10.2020 - Am 8. Oktober 2020 startet die internationale Slow-Food-Veranstaltung Terra Madre Salone del Gusto. Das weltweit agierende Slow-Food-Netzwerk trifft sich alle zwei Jahre zu ihrer größten Veranstaltung, um konkrete Lösungen für ein nachhaltiges Ernährungssystem zu entwerfen und zu diskutieren. Aufgrund von COVID-19 wird Terra Madre 2020 nicht wie gewohnt als 5-tägige Konferenz im italienischen Turin stattfinden. Stattdessen gestaltet Slow Food eine sechsmonatige Veranstaltungsreihe bestehend aus digitalen Angeboten und Präsenzveranstaltungen. Mit dem Fokus auf „Biokulturelle Vielfalt“ wird Slow Food Deutschland (SFD) sich umfangreich beteiligen. Der Auftakt findet am 8.10. in Berlin statt.

Am Beispiel Fisch: Mehr Mut zur Vielfalt!

20.08.2020 - Fisch zählt weiterhin zu den beliebtesten Lebensmitteln – auch in Deutschland. Die Auswahl jedoch scheint begrenzt, jedenfalls beim Blick in die Fischtheke. Hier finden sich durchschnittlich nur etwa zehn der mehreren Hundert essbaren Fischarten. Die fünf populärsten Arten Seelachs, Lachs, Thunfisch, Hering und Garnele machen etwa zwei Drittel des Marktanteils aus. Verbraucher*innen sind beim Fischgenuss wenig experimentierfreudig. Das möchte Slow Food ändern und fordert zum diesjährigen Tag der Fische am 22.8. zur finanziellen und kulinarischen Inwertsetzung von Fischen auf, die ein Schattendasein fristen.

Gemeinsame EU-Agrarpolitik: Potenziale umsetzen – jetzt!

06.07.2020 - Seit Jahrzehnten werden bäuerliche Existenzen, biologische Ressourcen und Lebensräume durch eine auf Rationalisierung und Intensivierung ausgerichtete Forschungs- und Agrarförderung vernichtet. Nur mit einer zukunftstauglichen Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) werden Klima und Artenvielfalt eine Chance haben.

Patente auf Saatgut: Appell an Bundesjustizministerin Christine Lambrecht

29.06.2020 - Unbemerkt von der Öffentlichkeit hat der Präsident des Europäischen Patentamtes (EPA) António Campinos das Moratorium zur Prüfung von Patenten auf Pflanzen und Tiere aus konventioneller Züchtung beendet. Die Prüfung entsprechender Patentanträge war Anfang 2019 ausgesetzt worden, weil das EPA widersprüchliche Entscheidungen zu Patenten auf Saatgut gefällt hatte. Die Entscheidung des Präsidenten wurde jetzt getroffen, bevor alle entscheidenden Fragen geklärt wurden. So herrscht insbesondere Verwirrung darüber, wie herkömmliche Zuchtverfahren definiert sind. Diese werden im Patentrecht als ‚im Wesentlichen biologisch‘ bezeichnet und sind von der Patentierung ausgenommen.

Ernährungsbildung: Slow Food Deutschland startet neues Projekt mit Lerngarten in Kreisau/Polen

09.06.2020 - Interkulturelle Zusammenarbeit zählt zu den 17 Nachhaltigkeitszielen der UN, um gemeinsam auf globale Herausforderungen zu reagieren. In der Ernährungsbildung jedoch findet dies bisher kaum Anwendung. Das möchte Slow Food Deutschland zusammen mit der Stiftung Kreisau/Krzyżowa für Europäische Verständigung ändern. Im Zuge der Errichtung eines interkul-turellen Lerngartens für Kinder und Jugendliche unterstützt Slow Food Deutschland die Stiftung Kreisau bei der Entwicklung interkultureller Lehrmaterialien.

EU-Farm to Fork Strategie: Die wichtigsten Infos auf einen Blick

03.06.2020 - Kürzlich veröffentlichte die Europäische Kommission die lang erwartete "Farm to Fork"-Strategie. Die Strategie ist Teil des Europäischen „Green Deals“- dem umweltpolitisch ambitioniertesten Gesetzesvorschlag der neuen EU-Kommission, die im Dezember letzten Jahres ihre fünfjährige Amtszeit begann. Die Strategie zielt darauf ab, das europäische Lebensmittelsystem in verschiedenen Dimensionen nachhaltiger zu gestalten und seine Auswirkungen auf Drittländer zu verringern. Bislang ist die "Farm to Fork"-Strategie auf größtenteils positive Resonanz aus der Zivilgesellschaft gestoßen, der Ehrgeiz der Strategie und ihrer Ziele sowie der holistische Ansatz wird anerkannt. Die Strategie betrifft viele Sektoren von der Landwirtschaft bis zur Lebensmittelkennzeichnung und muss im Detail betrachtet werden, um zu verstehen, warum sie für die Zukunft der europäischen Lebensmittelsysteme von entscheidender Bedeutung ist.

EU-Farm to Fork- und Biodiversitätsstrategie: EU-Kommission wagt vielversprechenden Schritt für mehr Nachhaltigkeit

20.05.2020 - Am heutigen Weltbienentag hat die Europäische Kommission die lang ersehnten Farm to Fork- und Biodiversitätsstrategien vorgestellt. Slow Food sieht darin die Chance, den transformativen Wandel in Gang zu setzen, um nachhaltige Lebensmittelsysteme umzusetzen und Umwelt, Bäuer*innen und unsere Gesundheit zu schützen. Die Strategien lassen auch eine grünere Covid-19-Exit-Strategie mit Fokus auf widerstandsfähige Systeme erhoffen. Slow Food wird genau verfolgen, ob auf die Strategien entsprechende Taten folgen.

Alte Schafrasse: Slow Food nimmt die Skudde in die ‚Arche des Geschmacks‘ auf

11.05.2020 - Die Skudde ist die kleinste in Deutschland gezüchtete Schafrasse und in ihrem Bestand sehr gefährdet. Dabei sind die robusten Tiere für die Schafzucht eine wichtige Genreserve und be-gnadete Landschaftspfleger. Ihr Fleisch ist dem Wildbret ähnlich und vielseitig verwendbar. Da sie jedoch verhältnismäßig wenig Gewicht auf die Waage bringen und in Billig-Preis-Konkurrenz zu Schafen aus Neuseeland stehen, sind Skudden für den konventionellen Handel uninteressant. Slow Food hingegen ist überzeugt: Verbraucher*innen sollten das quirlige Tier wieder kennen und schätzen lernen und so einen Beitrag zur echten Vielfalt leisten.

Die (Wild-)Biene: Was zeichnet sie aus und wie können wir ihr helfen?

05.05.2020 - Die Biene ist ein besonderes Lebewesen und von großer Bedeutung für den Erhalt der biokulturellen Vielfalt und unserer Lebensmittelversorgung. Aber warum spielt die Biene eine so wichtige Rolle und was können Sie tun, um ihr zu helfen? Nienke Vennik von Slow Food Niederlande sprach dazu mit einem lokalen Imker.

Landwirtschaft mit Zukunft: Themenwoche gegen Pestizide

19.03.2020 - Vom 20. bis 30. März findet die 15. Pestizid-Themenwoche statt, um ein Bewusstsein für die Gefahren zu schaffen, die der Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel in der Landwirtschaft für Mensch, Tier und Umwelt birgt. Aufgrund des Coronavirus wird die Aktionswoche diesmal hauptsächlich online begleitet. Seit über 20 Jahren arbeitet die französische Organisation „Générations Futures“ zu diesem Thema und legt verursachte Schäden offen. Jedes Jahr ruft sie Landwirt*innen, Organisationen, Verbraucher*innen und institutionelle Akteur*innen dazu auf, sich Ende März gemeinsam dieses Themas anzunehmen. Auch Slow Food gehört zu den Partner*innen.

Farm to Fork-Strategie: Europa muss sich vom Narrativ der Produktionssteigerung lösen

19.03.2020 – Ende März plant die EU als wichtige Komponente des europäischen Green Deal, die Farm to Fork-Strategie vorzustellen. Das Brüsseler Slow-Food-Büro hat im Rahmen der Konsultation der Europäischen Kommission Feedback zur „Farm to Fork"-Strategie gegeben und darin deutlich gemacht, dass sich die EU-Institutionen dringend vom Narrativ lösen müssen, dass immer mehr produziert werden muss, um die Welt zu ernähren.

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