Heimische Hülsenfrüchte – eine unterschätzte Delikatesse

Seit 2019 gibt es den internationalen Tag der Hülsenfrüchte – ausgerufen von den Vereinten Nationen – mit dem Ziel, die Bedeutung von getrockneten Bohnen, Erbsen, Linsen, Lupinen und Kichererbsen als wichtige, weltweite Nahrungsquelle zu unterstreichen. Hülsenfrüchte zeichnen sich durch individuelle Geschmäcker, Aromen, Farben und Formen aus, die sie dem lokalen Klima, den Böden und den traditionellen Anbau- und Verarbeitungstechniken verdanken. Weltweit gibt es 18.000 Hülsenfruchtsorten, die einen wichtigen genetischen Pool für die biokulturelle Vielfalt, Slow-Food-Schwerpunktthema des Jahres 2020, und damit die Zukunft unserer Ernährung darstellen.

Leichtfertig als unsexy und altbacken gebrandmarkt, fristen Bohne & Co nicht selten ein ausgegrenztes Dasein in westlichen Küchen. Sie entstammen einer fernen Zeit, einige von ihnen gar aus der Steinzeit, und das moderne, schnelle Tempo schüchtert sie ein.
Doch wir wissen, „stille Wasser sind tief“, und so offenbart sich ihr faszinierender Charme und ihre beeindruckende Energie nur denen, die geduldiger sind.

Wer sich ressourcenbewusst und ausgewogen ernähren möchte, liegt mit Hülsenfrüchten richtig. Sie sind eine wichtige Eiweißquelle, geben Energie, sättigen und sind eine köstliche Alternative zu Fleisch.

Sie nähren nicht nur Menschen, sondern sind als „Architekten gesunder Böden“ von hoher Bedeutung für ein nachhaltiges Bodenmanagement und die globale Ernährungssicherheit. Sie haben einen geringen ökologischen Fußabdruck, erhöhen die Kohlenstoffspeicherung im Boden, bringen ihren eigenen Stickstoff-Dünger mit und wirken so dem Klimawandel entgegen. Bienen und Hummeln sind sie mit ihren schönen Schmetterlingsblüten eine wichtige Nahrungsquelle.

Leider nutzen wir Hülsenfrüchte bislang in unseren Küchen viel zu selten. Das möchte Slow Food ändern und lädt Sie zu Geschmacksproben vielfältig verarbeiteter Hülsenfrüchte und Gesprächen mit zwei Expert*innen ein:

Cecilia Antoni, Gründerin von BeanBeat und Bonikat und ausgewiesene Hülsenfrucht-Expertin, nimmt uns mit auf eine Geschmacksreise zu heimischen Hülsenfrüchten, garniert mit viel Wissenswertem rund um Bohne & Co.

Elisabeth Berlinghof, Slow Food Youth Deutschland und frisch zurück aus Italien, wo sie ihren Bachelor an der Slow-Food-Universität für Gastronomische Wissenschaften in Pollenzo mit Schwerpunkt auf lokalen Bohnensorten absolviert hat, gibt Einblick in die Welt der Hülsenfrüchte als Anker für biokulturelle Vielfalt = #Echte Vielfalt!

Freuen Sie sich auf:

  • Falafel aus Ackerbohnen

  • Körnererbsen-Dip/Hummus

  • Salat-Variation aus Wintererbsen

  • Ackerbohnen-„Cantuccini“

  • Geröstete Ackerbohnen als Snack

Unkostenbeitrag inkl. Getränke: 15€

Wir freuen uns auf Ihr Kommen und bitten um Anmeldung bis zum 07. Februar unter:

Andrea Lenkert-Hörrmann, projektbeauftragte@slowfood.de, Tel: 0151-153 081 86

Info

Datum:
2020-02-10T18:30:00+01:00
Uhrzeit:
18:30 Uhr
Ort:
Gourmanderie Club Culinaire,
Otto-Suhr-Allee 94, 10585 Berlin Charlottenburg
Ansprechpartner/in:

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