Schulprojekt Edible Connections

Das Schulprojekt "Edible Connections" ist ein Bildungsprojekt der Slow Food Deutschland gUG, bei dem zwei Schulklassen über Kontinental- und Sprachgrenzen hinweg an zukunftsfähigen Lösungen für unser Lebensmittelsystem arbeiten. Um dies in Echtzeit tun zu können, nutzen sie sowohl Videokonferenzen als auch die sozialen Medien.

Marktbesuch

Globale Zusammenhänge verstehen und zukunftsfähig handeln

Als sensorisch vielfältig erfahrbare und kulturell vielgestaltige Produkte eignen sich Lebensmittel in besonderem Maße, um globale Zusammenhänge aus ihrer Abstraktheit zu holen. Die Lernenden hier und dort erkunden bei Exkursionen auf Äckern und Märkten ihre lokalen Lebensmittelwelten und Ernährungsgewohnheiten und teilen ihre Ergebnisse einander mit. Im konstruktiven Dialog schulen sie ihre interkulturelle Kompetenz und Kooperation, schaffen Verständnis füreinander. Sie erwerben notwendiges Wissen, um im Alltag mit Gemeinschaftsgütern wertschätzender und sorgsamer umzugehen. Aus der interkulturellen Begegnung soll eine kritische Reflexion eigener Kaufentscheidungen und ein Gefühl globaler Verbundenheit entstehen.

Hintergrund des Projektes

Die Welt des 21. Jahrhunderts mit ihren Produktions- und Handelsketten funktioniert längst global. Sie hat einen globalisierten Markt ausgebildet und verfügt über globalisierte Kommunikationsstrukturen. Als Folge dieses Systems kommt es zu Herausforderungen, die nicht alleine auf nationalstaatlicher Ebene gelöst werden können. Dazu gehören die Belastung der Umwelt, der Klimawandel, der Verlust der biokulturellen Vielfalt oder die Vermüllung der Weltmeere - Probleme, die aus dem Überschreiten natürlicher planetarer Grenzen resultieren. Diese Überstrapazierung bedroht die Existenzgrundlagen eines großen Teils der Weltbevölkerung unmittelbar. Dafür tragen wir im globalen Norden eine besondere Verantwortung: Denn würden alle Erdbewohnerinnen und -bewohner unsere Konsumgewohnheiten übernehmen, benötigten wir drei Planeten.

Fotos: Slow Food Archiv