Klingelberger 1782

„Klingelberger 1782“

convivium_schwarzwald_baden-convivium_aktuell-schloss_staufenberg_02.jpg

Die Weinregion Ortenau liegt zwischen dem rechten Oberrhein und dem Schwarzwald und ist durch steile Hänge und schmale Täler charakterisiert. Von Schloss Staufenberg in der südlichen Ortenau kann man über die steilen Durbacher Rebhänge bis nach Straßburg und in die elsässischen Vogesen blicken. Geschützt durch das Schwarzwaldmassiv und die Vogesen auf der anderen Seite des Rheins, finden die Rebstöcke in der Ortenau ideale Wachstumsbedingungen.

Bereits vor über 2000 Jahren wurde in der heutigen Region Ortenau der Riesling von den Römern aus den wilden Reben vom Ufer des südlichen Oberrheins kultiviert. Später führten Burgherren und Klöster den Weinbau in der Region fort, wobei der Riesling im Laufe der Jahrhunderte ständig weiterentwickelt wurde. Nahezu  so alt wie Schloss Staufenberg aus dem 11. Jahrhundert ist in dieser Region der Weinbau. Bereits im Jahre 1495 erließ Schlossherr Markgraf Christoph von Baden das erste Weinbaugesetz in Baden.

Seit dem 18. Jahrhundert wird die Rieslingrebe auch auf dem 400 Meter hohen Klingelberg bei Schloss Staufenberg in Durbach angebaut, der damit zu den höchsten Rieslinglagen Deutschlands zählt. Bereits im Jahr 1782 ließ der damalige Markgraf Carl Friedrich von Baden rund 2.200 zweijährige Riesling-Würzlinge aus dem berühmten Weinberg zu Bergen und weitere 1.500 Riesling-Setzlinge aus einem Rebgut bei Frankfurt auf dem Klingelberg nachpflanzen, womit dieser zum ersten sortenreinen Weinberg in ganz Baden wurde.

Die Reben gediehen hervorragend und auch der daraus stammende Rebensaft wurde sortenrein ausgebaut. Die Qualität des Rieslings vom Klingelberg machte die lokale Bezeichnung "Klingelberger" bald zu einem Synonym für guten Riesling aus der mittleren Ortenau. Im Weinvorrat von Schlosses Staufenberg wurde der Klingelberger gesondert inventarisiert und mit einem höheren Wert als die übrigen Weine verbucht.

Heute wird in Durbach auf insgesamt rund 170 Hektar Rebfläche Riesling angebaut, wodurch der Weinort zu den größten Anbaugemeinden Badens zählt. Obwohl das Synonym "Klingelberger" für die Rebsorte Riesling im gesamten Anbaugebiet Baden verwendet werden darf, wird dies derzeit nur in der mittleren Ortenau praktiziert.

Der Klingelberger

Geologie
Der Klingelberg besteht aus (Oberkircher-)Granit, der teilweise mit Riegeln aus Porphyr durchsetzt ist. Hieraus bildete sich am steileren Oberhang ein sehr karger und humusarmer mineralischer Boden mit geringem Wasserhaltevermögen. Durch die Steilheit und die Ausrichtung nach Süden hat der Klingelberg ein besonderes Kleinklima, welches lange Reifezeiten mit geringerem Pilzdruck ermöglicht. Andererseits ist die unmittelbare Lage unter dem Wald auch ein Garant für kühle Nächte, was für die Säurestruktur von Vorteil ist.

Rebmaterial
Da der Klingelberger-Riesling von Anfang an ein Mischsatz aus verschiedenen Klonen mindestens dreier Herkünfte war, gibt es einen einzigen Klingelberger-Klon  nicht, wenn auch nur von den besten Weinstöcken Reiser zu vegetativen Weitervermehrung gewonnen wurden, war dies immer ein Pool aus mehreren Klonen.
Durch den starken Frost 1956 erfror ein Großteil der Rieslinganlagen, was eine intensive Neubestockung zur Folge hatte. Es gibt noch Altanlagen, die vor 1956 gepflanzt wurden.
Da es noch Zeitzeugen gibt, die sowohl das Aussehen der Trauben, wie auch den Geschmack des daraus bereiteten Weines noch kennen, ist das Aussehen überliefert. Die Beere des Klingelbergers hat einen markanten, als Auge bezeichneten Punkt, und ist etwas abgeflacht. Die Traube verfärbt sich bei Sonneneinstrahlung ins „Bläuliche“, ähnlich anderer dunkelbeeriger Weißweinsorten. 
Aufgrund der mühevollen und schwierigen Bewirtschaftungsbedingungen in den Steilhängen der Ortenau und der höheren Wirtschaftlichkeit anderer Sorten, insbesondere der Burgundergruppe ist der Klingelbergeranbau gefährdet.

Geschmackliche Eigenschaften
Goldgelbe, mit Grünreflexen durchsetzte Farbe. Fruchtig-frisch, mit feiner Säure ist der Riesling der deutsche Weißwein überhaupt. Seine Weine werden auch international hochgeschätzt. Die Ortenauer Klingelberger sind aufgrund der moderaten Säurestruktur sehr vielseitig als Essensbegleiter verwendbar, vor allem zu Schalentieren, Fisch und hellen Fleischgerichten.

Die Klingelberger Weingüter

Weingut Andreas Laible

Weingut Andreas Laible
Am Bühl 6
77770 Durbach
Telefon 0781- 41238

www.weingut-laible.de

post@andreas-laible.com

Weingut Andreas Männle

Weingut Andreas  Männle

Heimbach 12

D-77770 Durbach.

www.weingut-maennle.de

mail@weingut-maennle.de

Weingut Heinrich Männle

Weingut Heinrich Männle

Sendelbach 16
77770 Durbach
Telefon 0781-41101

Telefax 0781-440105

www.weingutmaennle.de

info@weingutmaennle.de

Weingut Schwoerer

Weingut-Weinhaus Schwörer Gmbh
Grol 8
77770 Durbach
Telefon 0781-42362

www.weingut-schwoerer.de

info@weingut-schwoerer.de

Weingut Vollmer

Weingut Vollmer
Lautenbach 1
77770 Durbach
Telefon 0781-41841

Weingut Schloss Staufenberg

Markgräflich Badische Verwaltung GmbH und Co. KG
Weingut Schloss Staufenberg
Schloss Salem/Schloss Staufenberg
77770 Durbach

www.schloss-salem.de

Achim.Kirchner@schloss-staufenberg.de

Winzer Durbach

Durbacher Winzergenossenschaft
Nachtweide 2
77770 Durbach
0781 9366-0

www.durbacher.de

wg@durbacher.de

Oberkircher Winzer

Oberkircher Winzergenossenschaft
Renchener Str. 44
77704 Oberkirch
07802 9258-0

www.oberkircher-winzer.de

info@oberkircher-winzer.de

Weingut Graf Metternich

Weingut Graf Wollf Metternich
Grol 4
77770 Durbach  
Telefon: 0781 - 427 79

www.weingut-metternich.de

info@weingut-metternich.de

Weingut Ortenberg

Weingut Schloss Ortenberg
77799 Ortenberg
Tel. 0781/93 43-0
Fax 0781/93 43-20

www.weingut-schloss-ortenberg.de

info@weingut-schloss-ortenberg.de

Inhaltspezifische Aktionen