Besuch bei Salus in Bruckmühl

Besuch bei SALUS Haus, Bruckmühl

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Unser Besuch bei tropischen Temperaturen bei Salus in Bruckmühl, den Manfred Mödinger, einer der Convivium-Sprecher, organisiert hatte, zählt wieder einmal zu den „bewusstseins-erweiternden Besuchen“. Doch nicht wegen Drogenkonsums, sondern wegen der unzähligen, umfangreichen Informationen und Eindrücke im Hause Salus und im Auwald-Biotop! Der Hersteller von Arzneien, Tees, Kräutersäften, Nahrungsergänzungsmitteln feierte vergangenes Jahr das 100. Firmenjubiläum. Was anfangs belächelt wurde, entwickelte sich im Laufe der Jahrzehnte zu einem der erfolgreichsten Familien-Unternehmen der Region - mit 360 Mitarbeitern in Bruckmühl und etwa 70 an weiteren Standorten.

Unter dem Motto: „Wie bleibt man der Natur nah, so dass das Produkt auch noch schmeckt?“, werden die Produkte von Salus ständig weiterentwickelt, erzählte uns Dipl. Ing. Dr. Ulrich Mautner, Leiter wissenschaftliches Marketing bei Salus, der und bei Butterbrezen und Getränken ausführlich und kurzweilig die Philosophie des Unternehmens erläuterte, bevor es in das schattige Auwald-Biotop ging, das seit 1995 im Besitz der Firma ist. Auf einer Fläche von 27.000 Quadratmetern und 800 Metern Länge kann man allerlei Vögel, Bäume, Büsche und Stauden, Weiher mit Fischen, Feuchtflächen mit Reptilien sowie unzählige Kräuter – auch etliche toxische – bestaunen. Der Eintritt ist übrigens frei! Der Firmengründer, Dr. Greither, war seiner Zeit weit voraus, wobei es Anfang des 20. Jahrhunderts auch andernorts Ansätze gab, das Leben so natürlich wie möglich zu gestalten. Dazu gehörten auch entsprechende Lebens- und Arzneimittel – was die Firma Salus erfolgreich umsetzte – bis Tschernobyl „passierte“. „Tschernobyl und zwei Brände in der Firma, das waren die schlimmsten Einschnitte der Firmengeschichte“ erinnert sich Dr. Mautner. Also suchte man nach Anbauflächen in Ländern, die nicht kontaminiert waren. Fündig wurde man Ende der 1980er Jahre in Chile, das aber heute auch wegen der weiten Entfernung, nur noch einen untergeordnete Rolle spielt. Die meisten Kräuter kommen jetzt aus Hessen, Thüringen, Südbayern, vor allem aber aus Osteuropa.

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Salus lässt alle Produkte im hauseigenen Labor überprüfen. Jeder Rohstoff, der ins Haus kommt, wird gründlich untersucht, dann gereinigt, bevor er zur Weiterverarbeitung kommt. Die „Reinigung“ erfolgt bei konventionell arbeitenden Firmen durch Gas, bei Salus jedoch mit CO2. „Man muss ohnehin immer aufpassen, denn die Bakterien sind viel mehr als wir“; scherzt Dr. Mautner.

Natürlich ist die Firma auch sozial engagiert, zum Beispiel bei „Lichtblick Hasenbergl“, einem Problem-Stadtteil in München. So werden 8 bis 12 Kinder einmal im Jahr nach Bruckmühl gebracht, um ihnen den Bezug zu Lebensmitteln näher zu bringen. Gartenarbeit, Gemüseschneiden, Kochen und natürlich Essen sind dabei die Eckpunkte.

Zum Abschluss der Exkursion wurde unsere Gruppe noch in die neu gebaute Kantine zum späten Mittagessen eingeladen. Natürlich eines mit Bio-Lebensmitteln, das uns allen sehr gut mundete. Tausend Dank für den wunderbaren Tag und die interessanten Informationen an Salus! Besonderen Dank an Herrn Dr. Mautner und das Team im Restaurant.

Bericht und Fotos: Herbert Zeilinger (Der Besuch fand am 20. Juni 2017 statt.)

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Info-Kasten:

Firmengründung: Der Arzt Dr. med. Otto Greither wollte seinen Mitmenschen mit Naturheilkunde und natürlicher Ernährung eine Hilfestellung zu einer gesunden Lebensführung geben. 1916 gründete er deswegen SALUS Haus in München. Heute wäre er sicher sehr stolz, dass seine Grundsätze immer noch Bestand haben. So steht Salus seit einem Jahrhundert für die Gesundheit und das Wohl des Menschen im ganzheitlichen Sinn. Mit großer Sorgfalt wählen wir die besten Heilkräuter und Zutaten nach ihrer Wirksamkeit und Bekömmlichkeit aus, damit diese in hochwertigen Arznei- und Nahrungsergänzungsmitteln den Menschen helfen gesund zu bleiben.

Damals wie heute steht Salus für Nahrungs- und Heilmittel ohne Konservierungsstoffe, künstliche Aromen und gentechnisch veränderte landwirtschaftliche Rohstoffe. Unser Ziel ist es, möglichst viele Kräuter und Heilpflanzen aus ökologischem Anbau zu verarbeiten.

Unsere Produkte sind auch deshalb besonders wertvoll, weil wir nicht allein die hohe Produktqualität im Fokus haben, sondern auch zusätzlich in die Zukunftssicherung der Menschen investieren. Ein ganzheitliches, nachhaltiges Weltbild aus der Naturverbundenheit versteht den Menschen als Teil seiner Umwelt. Die Natur stellt unsere Lebensgrundlage dar. Deshalb müssen wir rücksichtsvoll mit ihr umgehen. Naturreserven wie Wasser, Ackerboden und fossile Energien sind nicht endlos verfügbar. Verbrauch ohne Regeneration ist nicht dauerhaft möglich. Nachhaltiges Handeln ist unverzichtbar. Umweltschutz und Nachhaltigkeit haben bei Salus seit 100 Jahren Tradition.

Wir sind stolz auf das bisher Erreichte, verstehen dies jedoch als Aufforderung zum Weitermachen. (Quelle: www.salus.de)

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