Arche des Geschmacks

Das Projekt "Arche des Geschmacks" der Slow Food Stiftung für Biodiversität schützt weltweit regional bedeutsame Lebensmittel, Nutztierarten, Kulturpflanzen sowie traditionelle Zubereitungsarten vor dem Vergessen und Verschwinden. Im derzeitigen Lebensmittelsystem gelten sie aufgrund ihrer vergleichsweise aufwendigen Herstellung oder Aufzucht als unrentabel oder sind "aus der Mode" gekommen. 


Rote Höhenvieh

hoehenvieh.jpg Wir freuen uns über den ersten Passagier in der Arche des Geschmacks aus dem Convivium Hannover: Das Rote Höhenvieh des Weserberglandes wurde als Passagier Nr. 55 d aufgenommen.  Was das Rote Höhenvieh in den Regionen Oberpfalz, Sauerland, Harz und Weserbergland so besonders macht können Sie nachlesen: Hier.

Im Weserbergland vermarkten die Betriebe Friedrich Stapel und Frank Meyer mit steigender Tendenz ihr Fleisch direkt ab Hof. Dabei werden auch die übrigen Züchter in einer informellen Erzeugergemeinschaft einbezogen, indem deren Absetzerkälber zur weiteren Aufzucht bis zur Schlachtreife von diesen beiden Betrieben angekauft und vermarktet werden. Informationen dazu von Frank Meyer können Sie hier erhalten und zum Biohof Familie Stapel hier.

Ein Ausflug an die Weser zu den Menschen, die das Rote Höhenvieh dort mit Leidenschaft züchten, in Einklang mit und zur Bereicherung der dortigen Landschaft halten und sein Fleisch zu kulinarischen Köstlichkeiten verarbeiten, hat uns bereits voll überzeugt, Burger und Bratwurst kann man im Sommer vor Ort testen beim AusZeit - Lecker Landimbiss der Familie Stapel.


Leineschaf

Hierbei handelt es sich um eine Landschafrasse, die zu den robusten und anspruchslosen Landrasseschlägen gehört. Seit 1906 existierte mit Unterstützung der Landwirtschaftskammer Hannover ein einheitliches Zuchtziel. Das Zuchtgebiet lag flächendeckend entlang der Hügel des Leineflusses – von dem der Rassename stammt - vom thüringischen Eichsfeld über Göttingen bis Hannover. Hier beweideten die Herden der Guts- und Genossenschaftsschäfereien die hängigen Hutungen, die „Dreische“, die Wegränder und die Stoppelfelder der Ackerbaugebiete. Bis 1937 hatte sich die Population des Leineschafes in seinem Verbreitungsgebiet bis auf etwa 70.000 Tiere vergrößert. In der Nachkriegszeit verschwand die Rasse weitgehend aus seinem Herkunftsgebiet.

Das Leineschaf wird heute vor allem aufgrund seiner Robustheit und Anpassungsfähigkeit in der Landschaftspflege eingesetzt. Ziel dabei ist die Erhaltung der vielgestaltigen Kulturlandschaft mit ihren blühenden Magerrasen, Streuobstwiesen und nassen Leineuferwiesen in seinem Ursprungsgebiet, dem Leinebergland und im Eichsfeld. Im Gegensatz zu anderen Haltungsverfahren und Rassen, deren Lämmer bereits mit drei bis fünf Monaten schlachtreif sind, haben Lämmer des Leineschafes durch eine weniger energiereiche Futtergrundlage im Rahmen der Landschaftspflege eine längere Aufzuchtdauer.

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In Niedersachsen sind noch weitere Passagiere in die Arche des Geschmacks aufgenommen:


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