Veranstaltungen von und mit uns

Auf dieser Seite informieren wir Sie über diverse Aktivitäten von Slow Food, die wir in der Vergangenheit in unserer Region durchgeführt haben.


Zum Fressen gern!

22.2.2018 – Schlachten und Töten, eine Frage der Ethik?

diskussion-zum-fressen.jpg Slow Food Hannover hatte gemeinsam mit dem Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und dem Kirchlichen Dienst auf dem Lande der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers zu einer Diskussionsveranstaltung eingeladen: Wie behandeln wir die Tiere, die uns einen Großteil unserer Lebensmittel liefern? Dürfen wir sie halten? Dürfen wir sie töten?

Auf dem Podium sprachen Pastor Rolf Adler (Umweltbeauftragter Ev.-luth. Landeskirche), Prof. Dr. Peter Kunzmann(Tiermedizin-Ethiker), Knuth Peters (Bio-Landwirt und Schlachthausbetreiber), Dr. Friederike Schmitz (Autorin „Ethik und Politik der Mensch-Tier-Beziehung“) sowie Dr. Rupert Ebner (Tierarzt, Vorstandsmitglied Slow Food Deutschland).

Die Diskussion zum Thema Tierhaltung, Tierethik wurde engagiert aber auch sachlich geführt. Mehr als 60 Besucher beteiligten sich mit kritischen Fragen. Gedanken über den verantwortlichen Umgang mit Tieren in der Landwirtschaft werden zunehmend auch von Konsumenten gestellt, die Fleisch verzehren. Vegetarierer und Veganer sind hier weiter. Das Fazit dieser Veranstaltung sollte wohl lauten: Miteinander reden mit dem Ziel das Bewusstsein jedes einzelnen zu schärfen. Die Folge davon ist mit hoher Sicherheit ein weiter zurückgehender Fleischverzehr und die Nachfrage nach der Haltung der Tiere. Das Ziel ist höher gesteckt. Doch hier sind wir auf dem richtigen Weg.


Das Agrikulturprogramm für Hannover

25.1.2018 – Große Resonanz auf unsere Einladung ins Restaurant „Essenszeit“

agrikulturprogramm.jpeg Die Slow Food Veranstaltung am 16.1.2018 war in jeder Hinsicht ein voller Erfolg. Über 80 Menschen hatten sich angemeldet, 60 waren dann tatsächlich dabei, und fast alle bekundeten an diesem Abend ausdrücklich Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit für dieses Thema. 

Nach der Begrüßung der Gäste durch die Slow Food Projektleiterin Antje Brink stellte Dietmar Hagen als gastronomischer Gastgeber sein Restaurant-Konzept und die besonderen Qualitäten seiner Küche und es darin zubereiteten Essens vor, das die Gäste während des Abends ganz persönlich genießen konnten. 

Die Vorstellung des Agrikulturprogramms von der zuständigen Mitarbeiterin der Stadt, Anne Pfeiffer, bekam viel Applaus. Eine lebhafte Diskussion schloss sich an, die von Eberhard Röhrig-van der Meer moderiert wurde. Neben viel Zuspruch für die Ziele und Inhalte des Programms gab es auch kritische Stimmen. Der Landvolk-Vertreter Herr Hennies sah die konventionellen Betriebe, die die große Mehrheit der Landwirte in der Region stellen, zu wenig beteiligt und berücksichtigt, und das Programm zu sehr auf die Ausweitung des ökologischen Landbaus konzentriert. Andere Gäste fragten kritisch nach, wie denn das Programm ohne zusätzliche personelle und finanzielle Mittel erfolgreich umgesetzt werden könne. 

Zu drei Fragestellungen an die Gäste wurden Antworten gesammelt und auf Moderationstafeln festgehalten: 

- An welchen Programmzielen möchte ich arbeiten?

- Was bringe ich zur Umsetzung mit / ein? 

- Welche Unterstützung brauche ich / ist mir wichtig?

Aus den Antworten ergeben sich drei Arbeitsschwerpunkte, die wir gemeinsam mit verschiedenen Kooperationspartnern weiter verfolgen wollen:

- Verstärkung der Regionalvermarktung
- Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit, besonders in Kitas und Schulen

- Unterstützung weiterer Gemeinschaftsgärten / Urban Gardening Projekte.

Für die weitere Arbeit an diese Themen werden viele Köpfe und Hände gebraucht. Je mehr aktive Slow Food Mitglieder sich beteiligen, desto erfolgreicher werden wir – also macht mit!
Dr. Antje Brink

Mehr Infos dazu von der Stadt Hannover


Genuss macht Schule

herrenhäuser_forum.jpg 24.9.2017 – Am 13. September fand in Hannover das 33. Herrenhäuser Forum Mensch – Natur – Technik der VolkswagenStiftung zum Thema „Genuss macht Schule – Food Policy im Lernalltag“ statt. Ausgerichtet wurde die Veranstaltung in Kooperation mit Slow Food Deutschland und Slow Food Hannover. Unter den Diskutanten befanden sich die Slow Food-Vertreter Lotte Rose (Frankfurt University of Applied Sciences) und Friedrich Soretz (Organisationsberater mit Schwerpunkt Kindergarten und Schule). Ein Bericht von Sharon Sheets finden Sie hier

Die Veranstaltung hat deutlich die Schwierigkeiten und die begrenzten Möglichkeiten thematisiert, Kindern und Jugendlichen gleichzeitig ein nachhaltiges Ernährungsbewusstsein und eine gesunde Ernährung angedeihen zu lassen. 

Im Convivium Hannover ist die Idee einer Genuss-Schule herangereift. Ein Schulkonzept, das ein Umdenken der Bildungskultur anstrebt: Die genussvolle und verantwortungsbewusste Ernährung als Grundlage aller Wissensaneignung – ganz im Sinne unserer Slow Food-Idee.
 Große Schritte in Richtung einer Realisierung konnten schon gemacht werden, nun geht es um eine breit aufgestellte Unterstützung und Intensivierung dieses Projektes. Bei Ministerien und Schulträgern, in Schulen und Kollegien, bei Fortbildungsinstitutionen, nicht zuletzt bei Eltern und Kindern sowie Slow Food intern. 


Infoabend zum Tierwohl

tierwohl_veranstaltung.jpg 24.2.2017 – Nehmen wir mal an, wir betrachten Tiere nicht als Fleischlieferanten, sondern als Mitgeschöpfe, auf die wir angewiesen sind. Jedes Tier hätte Anteil an naturgebundenen Abläufen und hätte ein artgemäßes und würdevolles Leben. Auch hätte jedes Schwein, jedes Rind eine positive Klimabilanz durch die entsprechende Art von Weidewirtschaft. 

Gemeinsam mit der Tierschutzbeauftragten des Landes Niedersachsen, Michaela Dämmrich, und Ricarda Rabe vom Kirchlichen Dienst auf dem Lande hatte Slow Food Hannover zu einem „Tierwohl-Abend“ am 23. Februar 2017 eingeladen. 

Zunächst berichtete Bastian Ehrhardt von Neuland e.V. Dieser Verein unter Trägerschaft von Deutschem Tierschutzbund, dem BUND und der AbL hat schon 1988 sehr weitreichende Tierschutzstandards definiert. Die Marke „Neuland“ eint ein Netzwerk von Erzeugern, Schlacht- und Zerlegebetrieben, die sich diesen Standards verpflichtet fühlen, und sie garantiert den Partnern eine angemessene Wertschöpfung für ihre ambitionierte Arbeit. Infos hier 

Einen Schritt weiter geht das Prinzip der Solidarischen Landwirtschaft. Uwe Schmida stellte sich als „Mit-Landwirt“ des Adolphshofes vor. Er ist einer von ca. 200 Menschen, die mit einem monatlich gezahlten Geldbetrag das ökonomische Fundament des Betriebes sichern. Im Gegenzug erhalten sie ihren Anteil an der Ernte und an den Milch- und Fleischerzeugnissen des bio-dynamisch wirtschaftenden Hofes. Infos hier

Schließlich präsentierte Kathrin Ollendorf ihr Konzept des Hutewaldhofes. Ihr Bestreben, „wirklich glückliche Schweine“ als Basis für die wirtschaftliche Erzeugung von Qualitätsfleisch zu halten, wird begleitet von einer naturnahen Feld- und Waldfütterung und einem ganzjährigen Freilandaufenthalt der Tiere. Viele ihrer Kunden betrachten sich als Paten der Schweine und bezeugen das durch die monatliche Bezahlung der „Unterhaltskosten“. Infos hier 

Allen diesen Konzepten gemein ist die Erfordernis, dass die Konsumenten mit einem höheren Geldbetrag ihre Wertschätzung für das Stück Fleisch zum Ausdruck bringen, als es z. B. für ein ähnliches Produkt aus Massentierhaltung erforderlich wäre. Eine Kombination aus ideellem und geschmacklichem Nutzen ist meist die Motivation, dergestalt die Verantwortung als Ko-Produzent wahrzunehmen.

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