Slow Food Ingolstadt

Kontakt: Michael Olma
Adresse:
Hohe-Schul-Straße 3, 85049 Ingolstadt
Fon:
0841-379055-3
Fax:
0841-379055-4
Mail:
ingolstadt@slowfood.de
Facebook:
www.facebook.com/SlowFoodIngolstadt

 

Beckerwirt | Böhmfeld

Dieses Restaurant ist eine Empfehlung vom
Convivium Ingolstadt, (Erscheinungsdatum: 05.12.2009, Aktualisiert: 25.10.2015)

Inhaber: Andrea, Maria und Josef Beck
Hauptstraße 15
85113 Böhmfeld

Telefon

08406 / 9 12 42

Faxnummer

08406 / 9 12 43

info (at) beckerwirt.de

Homepage des Restaurants

Eigenschaften

rollstuhlgerecht

Gästezimmer verfügbar


Öffnungszeiten

Montag ist Ruhetag.
Dienstag - Donnerstag: 17.00-24.00 Uhr
Freitag - Samstag: 11.30-24.00 Uhr
Sonn- und Feiertage: 09.30-24.00 Uhr
Küche 11.30-14.00 und 17.30-21.00 Uhr

Lokal

Zum Wirtshaus gelangt man - einen schönen Kräutergarten rechter Hand passierend - über einen dicht eingewachsenen, stimmungsvollen Zugangsweg. Der Beckerwirt ist ein Dorfwirtshaus mit Tradition – das Schankrecht besteht bereits seit 1591. Dazu ist er durch und durch ein Familienbetrieb. Das ursprüngliche Gebäude wurde in den 1970er Jahren abgerissen - der ehemalige Kuhstall dann 1989 zum heutigen gemütlich-angenehmen Wirtshaus umgebaut.

 

Die Kräuterpädagogin Andrea Beck leitet zusammen mit ihrer Mutter die Küche, Schwester Maria den Service. Das Gasthaus ist seit Mai 2008 Biolandpartner. In der Küche werden fast ausschließlich biologische Lebensmittel verwendet - konventionelle Zutaten sind extra auf der Speisekarte gekennzeichnet(!). Wo möglich werden Produkte in der unmittelbaren Nachbarschaft von Höfen und Betrieben, die die Wirtsleute persönlich kennen, gekauft. Das Angebot folgt den Jahreszeiten.

 

Zum Gasthaus gehört eine Bioland zertifizierte Landwirtschaft. Hier führt Bruder Josef Beck das Zepter. Die Küche wird mit eigenen Produkten, insbesondere Kartoffeln, Kräutern und Zwiebeln versorgt. Schweine von Biolandbauern der Umgebung werden selbst geschlachtet und verarbeitet. Ein Schäfer aus der Region liefert ganze Lämmer.

Speisen und Getränke

Der „rote Faden“ in einer Vielzahl von Gerichten des Hauses ist die Verwendung frischer(!) Wildkräuter (dazu gehören u.a. Blättchen vom Löwenzahn und Hirtentäschel, Gänseblümchenblätter und -blüten, Spitzwegerichblätter und -blütenknospen, Rotkleeblüten und -blättchen, Blütendolden der wilden Möhre oder wilde Malvenblüten). Duft und Geschmack dieser Kräuter aus den umliegenden Magerwiesen des Altmühltals eröffnen köstliche, in dieser Form weitgehend unbekannte Geschmackserlebnisse! Kein kreuz und quer, kein viel hilft viel, keine Deko um der bloßen Optik willen - Frau Ponschab versteht es äußerst gekonnt im Wissen um die jeweiligen Charakteristika der Speisen, diese durch Zugabe darauf abgestimmter Wildkräuter dezent zu unterstreichen. Daneben werden natürlich auch die klassischen (selbstverständlich echten) Küchengewürze zum Einsatz gebracht.

 

Die jeweiligen Speisekarten kommen auf einem Holzbrett daher und sind wohltuend übersichtlich. Die Herkunft der Produkte ist weitgehend angegeben.
 
Als Vorspeise hatten wir leckere Bandnudeln mit Brennessel-Kürbiskernpesto und eine appetitanregende klare Rindfleischsuppe mit Dinkelvollkornpfannkuchen. Vorzüglich die frischen Salate - einmal mit Honig überbackenem Ziegenkäse, Balsamico und gebratenen Tomaten, der andere mit Sesamkörnern gebratenen Truthahnstreifen, Apfelecken und Himbeer-Balsamico-Vinaigrette. Je nach Gusto gibt es die Salate groß und klein als Solo, als Vorspeisenportion oder als Beilage. Die köstlichen hausgemachten Lammbratwürstel mit Linsengemüse und (auch!) hausgemachtem Senf, vom sehr freundlichen Service auch als halbe Portion ohne Zögern serviert, rundeten unsere Vorspeisenverkostung ab.
 
Als Hauptspeisen werden neben bayrisch-deftigem Fleischgenüssen auch fangfrische, einheimische Fische angeboten. Saisonale vegetarische Klassiker sind je nach Blütezeit die Unkrautsuppe, der Wiesensalat mit Blüten, das Wildkräuterpesto mit Nudeln oder die Wildgemüselasagne. Das von uns bestellte Tellerfleisch vom Hinterwälder Bio-Weiderind mit frischen Krenscheiben war zart, aromatisch und wurde auf einem Grünkohlbett mit Kartoffelgratin serviert. Das Rehragout mit Serviettenknödeln war fein mürbe und kam (natürlich) mit eigener Fleischfond-Soße. Der hierzu gut passende Feldsalat war mit Nüssen garniert. Das Schnitzel vom Bio-Schwein in Eihülle gebacken („Pariser Schnitzel“) war wunderbar zart und aromatisch. Kongeniale Beilage: Ehrlich-echte Bratkartoffeln. Der obligatorische Schweinsbraten, einer der Grundpfeiler bayrisch-kulinarischer Identität, schmeckte so wie es dem Tester noch aus früher Kindheit angenehm erinnerlich ist - das Fleisch hatte Biss und einen schönen Fettrand unter der knusprigen Kruste. Weiter probierten wir gerne die auf den Punkt gekochten hausgemachten Dinkel-Teigtaschen mit Ricotta und Spinat gefüllt. (Auch) der delikat zarte Lammbraten mit Grillgemüse war mit Wildkräutern (sic!) perfekt abgeschmeckt.
 
Als Nachspeisen können wir uneingeschränkt empfehlen: Das fruchtige Holundersorbet, das Zwetschgenbrandy-Parfait und die Dinkel-Dampfnudel mit Hollerkompott. Ein Hausklassiker ist der Dinkelmehl-Windbeutel mit Vanilleeis und Himbeeren. Für regelrechte Begeisterung sorgte allerdings folgendes Dessert: Bio-Vanilleeis mit Kürbiskernkrokant und Kürbiskernöl - was für eine fantastische Kombination!
 
Das Getränkeangebot umfasst die breite Palette der Biobiere vom Riedenburger Brauhaus und der lokalen Hofmühlbrauerei. Saisonal abhängig gibt es eine fruchtig-spritzige hausgemachte Kräuterlimonade oder warme/kalte Holunderschorle. Die Weinkarte bietet eine schöne Auswahl von roten/weißen Bioweinen im Glas und in der Flasche an. Dazu kommen selbstangesetzte Liköre (z.B. Mohnblüte, Quitte, Schlehe oder Fichtennadel) und verschiedene bodenständige Biobrände.

Besonderheit

Ab Ende April bis in den Herbst bietet der Beckerwirt Wildkräuterwanderungen mit anschließender Verkostung von verschiedenen Wildkräuterzubereitungen an.

 

In unregelmäßigen Abständen werden Kochkurse durchgeführt.

Größe

Gute Stube (Schankraum) für ca. 30, Kaminsaal für ca. 80, Bauernstube für bis zu 12 und Blauer Saal für ca. 40 Gäste. Einzelne Räume können miteinander verbunden werden und bieten dann Platz für ca. 150 Personen.

 

Im Biergarten ist Platz für ca. 80 Besucher.

Preise

Vorspeisen, Suppen: 2,50 - 6,00 EUR

Hauptspeisen: 6,50 - 19,80 EUR
Nachspeisen: 1,50 - 7,00 EUR
Brotzeiten: 2,00 - 9,00 EUR
 
Zahlung auch per EC oder Kreditkarte möglich.

Anfahrt

Böhmfeld liegt ca. 13 km nördlich von Ingolstadt, bereits im Naturpark Altmühltal.

Auto: A9 Nürnberg-München, Ausfahrt Lenting, über Wettstetten und Echenzell nach Böhmfeld. Der Gasthof liegt gegenüber der Kirche.

Sonstiges

Vor Ort können hausgemachte Spezialitäten aus eigener Schlachtung/Produktion erstanden werden:

 

Leber- und Blutwürste, Bratwürste roh und im Glas, schwarzgeräucherter Schinken, Hausmachersenf. Diverse Marmeladen, Quittengelee, Fichtenspitzen"honig", eingelegte Gänseblümchen oder Löwenzahnknospen und weitere Spezialitäten.

 

Die Verfügbarkeit variiert natürlich nach Schlachttag und Saison.

 

Zum Übernachten stehen im ehemaligen Getreidestadel Einzel- und Doppelzimmer zur Verfügung. Geheizt wird mit Sonne und Holz.

Bilder

Kontakt zum Genussführerteam

Sie haben das empfohlene Restaurant getestet? Sie haben Empfehlungen oder Hinweise für unser Genussführerteam? Dann nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.


Slow Food Deutschland e. V. - Luisenstraße 45 - 10117 Berlin - Telefon: 030 / 2 00 04 75-0 - E-Mail: info@slowfood.de