Slow Food Mainfranken_Hohenlohe

Medienarchiv 2017

Auch 2. Eat-in ein Erfolg

06.11.2017 - Erst jetzt erfuhren wir's: Auch das 2. Eat-in am 22.09. war ein Erfolg gewesen. Es gehörte schon Mut dazu, in einem kleinen Dorf, in Stralsbach, einem Ortsteil von Burkhardsroth, so etwas zu organisieren: Aber Mitglied Julia Rösch, Mitarbeiterin der Bay. Verwaltungs- stelle Biosphärenreservat in Oberelsbach, schaffte es im Zusammenwirken mit der Managerin der Allianz Kissinger Bogen, Ganna Kravchenko, verschiedene Erlebnisse zu miteinander zu verbinden: Ein gemeinsames Kochen ab 14 Uhr unter dem Motto "Reste retten" in der Alten Schuel von Stralsbach unter der Leitung eines erfahrenen Kochs, dessen Ergebnisse anschließend mitgenommen wurden bei der kleinen Wanderung entlang der Aschach zum Picknick-Platz (siehe Plakat) am jüngst restaurierten Wiesenwehr, das einst die Wiesen bewässerte. Umfangreich waren die Mitbringsel der 30 Teilnehmer und Teilnehmerinnen zum Teilen: Kochkäse, Gründer Kuchen, Rote-Bete-Salat, geräucherter Kartoffelsalat beispielsweise. Eine Zwei-Mann-Band musizierte - und so genoss man den Spätsommer bis zum Sonnenuntergang. "Das machen wir mal wieder", versicherte man zum Abschied.


Menu for Change: Wir machen mit

02.11.2017 - "Iss lokal, iss vielfältig, iss, was die Jahreszeit bietet. Artenvielfalt ist klimafreundlich! Mit vernünftigem Verbrauch möglichst lokalen, frischen Produkten der Saison, vielleicht ohne Pestizide und chemische Dünger, können wir dazu beitragen, die Emissionen zu verringern und vor allem eine klare Botschaft an die internationale Gemeinschaft senden: Wir wollen Alernativen zum herrschenden industriellen System - und wir wollen nicht länger warten", heißt es auf der Kampagnenseite von Slow Food International. 

Das eine oder andere Mitglied hat bereits bei der ersten Phase mitgemacht, dem Kochen ausschließlich mit Gemüsen und Fleischwaren aus der Region, also der engeren und weiteren Umgebung des jeweiligen Essers. Die Phase 2 der Kampagne verlangt Rezepte aus lokalen und regionalen Produkten, die der aktuellen Jahreszeit - Spätherbst und Winter - angepasst sind. Dabei sollen möglichst auch selten Gewordenes genutzt werden. Genau das entspricht auch unserem Projekt "Regionen kochen Slow Food Raritäten" das den ganzen November über läuft: Gastronomien bieten Speisen mit heimischen Archepassagieren und Archekandidaten an. Auch einer unserer Kochklubs, in diesem Falle die Slow Food Kochwerkstatt Königsberg i.B., beschäftigt sich damit und kocht am 20.11.2017 Rezepte mit Passagieren und Kandidaten der Arche des Geschmacks.

Klicken Sie hier und finden Sie unsere Rezepte für Menu for Change!


2. GenussMacherMesse mit 10 Slow Foodern

Foto: © GenussMacherMesse

30.10.2017 - Die 2. GenussMacherMesse - eine zweitägige Veranstaltung (28./29.10.) in der Posthalle, Bahnhofsplatz 2, Würzburg - zog wieder ein junges Publikum an. Am Samstag war der Andrang noch verhalten, wobei es vordringlich junge Leute waren, welche die Messezeit von 11 bis 23 Uhr nutzten; doch am Sonntag kamen auch ältere Messebesucher und kauften zufriedenstellend ein. Unübersehbar war der vom Convivium organisierte Gemeinschaftsstand in der Hallenmitte: schwebte doch die rote Schnecke mit dem Schriftzug Slow Food hoch darüber. Sechs Aussteller, alle mit Slow Food eng verbunden, darunter auch das Convivium, waren hier versammelt: Kartoffelbauer Lesch, Gaukönigshofen; Mankels Kokosnuss-Kampagne, Mellrichstadt; R. Schneiders Demeter Rosenhof Taubertal, Creglingen; Witturs Mustea-Quittenhof, Untereisenheim; Krischan Cords Main Streuobst Bienen eG, Margretshöchheim.

Doch sie waren nicht die einzigen Slow Fooder. Ebenso stellten aus: Distelhäuser Brauerei (U), TBB-Distelhausen; Bauers Brotzeit (U), TBB-Distelhausen; Christine Brauns Honigschätze, Wiesenbronn; Bäckerei Roths (U) Wasserschutzbrote, Wü-Heidingsfeld. Insgesamt also 10 Aussteller von 55! Nicht wenige davon waren zum zweiten Mal dabei. Insgesamt waren es heuer fast genau so viele Aussteller wie im Vorjahr.

Das Interesse der jungen Besucher war groß, ihre Kaufbereitschaft - zumindest am Samstag - weniger. Doch die Besucher am Sonntag, jüngere wie ältere, sorgten dann mit Einkäufen für zufriedene Gesichter bei den meisten Ausstellern. Der Hit des Convivium-Standes waren die Kostproben vom Archepassagier Ostheimer Leberkäs, den die exzellente Ostheimer Metzgerei Ortlepp, Marktstr. 16, erzeugt. Interesse fanden auch unsere Conviviumszeitschrift und andere Slow Food Medien.    (U) = Unterstützer


Liegt aus: Unsere Zeitschrift 4-2017

24.10.2017 - Keinen Esel, ein Schaf zeigt das Titelfoto: nämlich den Kopf eines Coburger Fuchsschafs, wohl bald auch ein Passagier der Slow Food Arche des Geschmacks. Nach den Berichten aus der Slow Food Welt - u.a. ein Bericht über die Cheese, die Slow Food Käsemesse in Bra im italienischen Piemont, die nur Rohmilchkäse zugelassen hat, plus einiges zu unseren Aktivitäten - informieren wir aus erster Hand über den ersten Kurs der neu gegründeten Slow Food Youth Akademie. Zumindest nachdenklich macht der Bericht Ökologisch alleine reicht nicht über das aktuelle Lebensmittelsystem und den erforderlichen Paradigmenwechsel, wollen wir die Zukunft meistern. Dabei gibt zu denken, dass die industrielle Landwirtschaft 10 Kilokalorien braucht für 1 Kilokalorie Nahrung, die kleinbäuerlichen Produzenten schon heute mit 1 zugefügten Kalorie 10 Kilokalorien erzeugen. Unsere Inventarisierung traditioneller heimischer Speisen ist dieses Mal auf die Region Rhön-Grabfeld fokussiert und erklärt 16 solcher Speisen. In der Rubrik "Slow Food Menschen" stellen wir ein Mitglied vor, das sich ganz auf feinste und ökologisch korrekte Suppen und Fonds in Dosen spezialisiert hat, alles in Handarbeit und nur aus Produkten der fränkischen Nachbarschaft. Einen ziemlich revolutionären Gedanken vertritt der Landwirt, Schafhalter, Bio-Baumschule-Besitzer und kreative Getränke und Lebensmittelerzeuger Marius Wittur mit seiner Idee der antizyklisch angepassten Landwirtschaft. Und nicht zuletzt fasziniert auch der Veranstaltungsrück- und Ausblick bis Jahresende.


Mainpost-Wochenendausgabe: 1 Seite (!) Mangold Sennfelder Stiel

Foto © Hans-Werner Bunz

10.09.2017 - Die  Tageszeitung "Mainpost" des Mainpresse-Verlags in Würzburg, die Unterfranken und Teile Tauberfrankens abdeckt, hat in der Wochenendausgabe der Gesamtauflage (über 116.000 Stück) vom 09.09.2017 im Wochenendteil einem alten, selten gewordenen lokalen Gemüse, dem Passagier Mangold Sennfelder Stiel der Slow Food Arche des Geschmacks eine ganze Seite gewidmet. Damit ist dieses kulinarisch wertvolle Gemüse, das auch Kinder mögen, weit über die Grenzen der ehemaligen Reichsstadt Schweinfurt und seiner zugehörigen ehemaligen Reichsdörfer Sennfeld und Gochsheim hinaus bekannt geworden. Die Autorin Alice Natter, Regionalredaktion/Leitung Wochenende, schrieb einen sehr informativen, interessant und schön formulierten Artikel, in dem sie auch eine ganze Menge über Slow Food und über die von unserer Regionalgruppe in die Arche des Geschmacks und damit vor dem Vergessen geretteten lokalen, regionalen und kulinarisch wertvollen Lebensmitteln erzählte. Mit dieser Mainpost-Seite hat Frau Natter diesem - und auch jedem zusätzlich erwähnten - Lebensmittel eine großartige Vitalisierungsspritze gegeben, wofür nicht nur wir als Förderer dieses Gemüses (und "unserer" anderen Archepassagiere) sehr dankbar sind, sondern auch die beiden Erhaltungszüchter, die Sennfelder Gärtner Rainer Ludwig (Slow Food Unterstützer) und Werner Bandorf.

Nicht genug damit: Auch auf www.mainpost.de wurde der Artikel in voller Länge veröffentlicht. Weitere Informationen zum Mangold Sennfelder Stiel finden Sie hier: Mangold Sennfelder Stiel - vielfältiger Genuss und sogar mit Rezepten: Mit Seele: Mangold Sennfelder Stiel


Menu for Change - mit Genuss und Verantwortung gegen den Klimawandel

Bra/Italien. Slow Food International ruft zu einer Kampagne auf, sich gegen das industrielle System der Lebensmittelproduktion zu wehren. Genuss und Veränderung heißt die Strategie zur Veränderung. Der Klimawandel ist ein Fakt, außer Herrn Trump und der AfD leugnet das fast niemand. Und dieser Wandel ist ein Ergebnis des Anthropozäns, des von Menschen gemachten Zeitalters. Als wesentliche Ursache sieht man die Treibhaus-Gasemissionen, die zu einem Drittel verursacht werden durch die Intensiv-Aufzuchtbetriebe, dem massiven Chemikalieneinsatz im Anbau von jederzeit - also unabhängig von den Jahreszeiten - erhältlichem Obst und Gemüse plus den damit verbundenen sehr langen, weltumspannenden Produkitonsketten, die jede Art von Lebensmittel von einem Ende der Welt zum anderen auf den Tisch bringen. Freilich, erstes Opfer ist auch die Landwirtschaft, vor allem die Kleinbetriebe. Zeugen sind die Überschwemmungen im Wechsel mit verheerende Dürre, sind die Migrationswellen von Bauern, fliehend aus ihrer Heimat auf der Suche nach Wasser für Vieh und fruchtbaren Boden; der steigende Meeresspiegel bedroht ganze Landstriche, nicht nur Fischergemeinschaften, versauernde Ozeane sind lebensfeindlich und mindern die biologische Vielfalt; die Wüstenbildung wächst. Dagegen kann man nichts tun? Doch, man kann: Jeder von uns kann, sogar eine Menge. Am einfachsten beim täglichen Einkauf - und hier kommt die Verantwortung des Einzelnen zum Tragen. Die Summe unserer Entscheidungen kann Regierungen und Unternehmen dazu bringen, den alternativen Weg einzuschlagen, den die Erde braucht.

Die internationale Kampagne "Menu for Change" ist die erste, die Klimaerwärmung mit Produktion und Konsum von Lebensmitteln verbindet. Mit ihr ruft Slow Food auf zu vernünftigem Verbrauch und sammelt Ressourcen für Slow Food Projekte zur Unterützung familiärer Landwirtschaft, zur Ernährungs- und Umweltbildung und zum Schutz der biologischen Vielfalt.vom 29. September bis 31. Dezember 2017 gibt es viele Möglichkeiten, sich der Kampagne anzuschließen. Am einfachsten ist, lieber Leser, liebe Leserin, sich jeden Tag für gute, saubere und faire Lebensmittel zu entscheiden, die möglichst wenig Transporte verursachen, also gewissermaßen aus der Umgebung stammen und somit auch jahreszeitlich aktuell sind.

Unsere Regionalgruppe organisiert wieder - nun zum vierten Mal - unsere Kampagne "Region koch Slow mit Archeprodukten" von Anfang bis Ende November 2017 mit Hilfe von Gasthäusern unserer Mitglieder und Unterstützer sowie Slow Food zugewandten Gastronomen.(-hwb) Quelle: Slow Food International Newsletter


„Netzwerk des guten Geschmacks“ – jetzt neu

19.08.2017 - Dieses Netzwerk aus Betrieben von Slow Food Mitgliedern und Unterstützern ist stattlich: 229 Betriebe in 151 Ortschaften im Gebiet unserer Regionalgruppe mit den Regionanen Spessart-Churfranken, Rhön-Grabfeld, Obermain, Fränkisches Weinland, Tauberfranken und Hohenlohe. Fast alle Betriebe sind durch befugte Mitglieder geprüft, auch die Unterstützer, diese sogar bevor sie als solche zugelassen wurden. Unterstützer sind keine Mitglieder (also nicht stimmberechtigt), sondern Sponsoren, die ihr Engagement für Slow Food Deutschland öffentlich zeigen können mittels des Unterstützer-Logos, aber nur auf ihren eigenen Werbemitteln. Dieses Netwerk, von uns im Jahr 2005 gestartet mit 70 Restaurants, Läden und Betrieben in 44 Ortschaften wuchs bis heute aufs Dreifache. Mitglieder erhielten über all die Jahre ein Dokument "Hier ist ein Slow Food Mitglied verantwortlich" mit Bilderrahmen zum Aufhängen im vom Publikum frequentierten Raum, unterzeichnet mit Schnecke und Namen unserer Regionalgruppe. Auch Druckwerke zum Verteilen an Kunden erhielten sie - alle Elemente waren kostenpflichtig. Auch heuer wollten wir damit fortfahren, allerdings nur mit dem Dokument, was uns der Vorstand von Slow Food Deutschland e.V. aus markenrechtlichen Gründen untersagte.

Deshalb führen wir das Projekt zum Nutzen der Erzeuger wie der verständigen Genießer hier auf unserer Webseite fort. Schon auf der Startseite führt Sie der Link Netzwerk des guten Geschmacks direkt zum Kapitel mit den alphabetisch gelisteten Regionen. Ein Klick auf die Sie interessierende - und schon finden Sie alle aktuellen Betriebe, geordnet alphabetisch nach den Ortsnamen, ebenso die Betriebsnamen. Unterstützer sind mit (U) gekennzeichnet, Mitglieder mit M: plus Name, dazu alle Daten wie Straße, Telefon, Fax, E-Mail- und Web-Adresse - die Webseiten sagen mehr, als wir hier sagen könnten. Einige Betriebe haben einen Hinweis auf eine Besonderheit, "Biobetrieb" oder "Vorgestellt im Slow Food Genussführer" zum Beispiel. Bei jenen ohne Webseite fügen wir - wenn aus dem Betriebsnamen nicht ersichtlich - eine Kurzinformation der Produkte hinzu. (-hwb)


Noch ein Archepassagier in spe

Foto: © Marius Wittur

14.08.2017 - Noch ein Aspirant von uns für die Slow Food Arche des Geschmacks: Das Coburger Fuchsschaf. Von dieser besonderen, alten, urfränkischen Schafrasse gibt es nur noch weniger als 5.000 Tiere und die GEH - Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V.. sieht sie als gefährdet an. Sie war vor rund 100 Jahren eigentlich schon fast ausgestorben, vor allem durch die "Reichsgesetze zur Förderung der Tierzucht" der Nationalsozialisten, bis ein Schwabe, Otto Strietzel, auf der Suche nach einer Wolle für Tweed nach englischem Vorbild sie entdeckte nach Hinweisen von Bauern. 1938 kaufte er einen Hof bei Münchberg und begann 1943 seine Rückzüchtung, da er keine reinrassigen Tiere mehr gefunden hatte, die ihm auch gelang. Seitdem gibt es wieder reinrassige "Füchse", die 1966 von der DLG Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft e.V. als Mittelgebirgsrasse anerkannt wurden. Heute freilich ist die Rasse bedroht durch eine starke genetische Verengung - in Bayern gibt es praktisch keine Bock mehr, der nicht in der 5. Generation engst verwandt ist mit allen anderen Böcken der Rasse, gewissermaßen alle Brüder des gleichen Elternpaares sind.


Jetzt hier zu lesen: Unsere Zeitschrift 3-2017

30.06.2017 - Die Ausgabe 3 der Im 15. Jahrgang erscheinenden Zeitschrift unserer Regionalgruppe bietet wieder allerlei Themen aus der Welt der Ernährung, des kulinarischen Genusses, zu und über Slow Food, aber auch zur Kultur der Lebensmittelerzeugung.

In der Rubrik Slow Food Welt über den geplanten Internationalen Slow Food Kongress in China, die efolgreiche Slow Food Messe 2017 und einen neuen Aspiranten aus unserer Region für die Arche des Geschmacks.

Die Rubrik Slow Food bewegt zeigt im letzten Teil 3 der Serie Slow Foods Entwicklung zu einer Organisation der Förderung von Nachhaltigkeit rund um den Globus. 

In den Slow Food Themen zeigt der Artikel die Graswurzelstrategie von Slow Food in Afrika mit dem Projekt 10.000 Gärten für Afrika. Es ist die erfolgreiche Geschichte einer Hilfe zur Selbsthilfe für eine gesunde Ernährung der lokalen Bevölkerung und den Erhalt der Vielfalt mit dem Nebeneffekt der Hoffnung und neuem Selbstbewusstsein. In der gleichen Rubrik beginnen wir mit der Fortsetzung unserer Reihe Traditionelle Speisen - und beginnen mit der Region Spessart-Churfranken.

Die Rubrik Slow Food Wissen stellen wir das sechste Slow Produkt vor - ein Bio-Verjus aus Weinfranken, genauer aus Volkach-Astheim von unserem Mitglied Dieter Wolfahrt, Bio-Landwirt und -Winzer.


Mitglied in zwei Vereinen

29.06.2017 - Die Regionalgruppen von Slow Food Deutschland e.V. sind keine eigene Rechtspersönlichkeit, sondern Abteilungen des deutschen Vereins. Deshalb kann eine solche regionale Organisation einem anderen Verein oder einer Genossenschaft etc. nicht beitreten, sondern nur durch eine persönliche Mitgliedschaft eines Mitglieds der Conviviumleitung. Slow Food Mainfranken_Hohenlohe ist über diesen Weg durch die Fördermitgliedschaft von Hans-Werner Bunz, Gründer des Conviviums und Mitglied der Conviviumleitung, seit Anfang des Jahres 2017 als Fördermitglied registriert im Verein Fränkisches Wurstreinheitsgebot e.V. mit Sitz in Burkhardtsroth. Seit Mai 2017 sind wir auch Mitglied durch die persönliche Mitgliedschaft von Gerd Sych, Leiter unserer Regionalgruppe, nun auch Mitglied der eingetragenen Genossenschaft Main-Streuobst-Bienen eG mit Sitz in Margrethöchheim. Hintergrund für diese Mitgliedschaft ist der von uns mit Hilfe von Baumpaten angelegte Hochstamm-Streuobstgarten mit 84 alten und selten gewordenen Sorten von Kern- und Steinobst, die in unserer Region gedeihen können - ein Beitrag für die Erhaltung unserer Kulturlandschaft und der inzwischen selten gewordenen alten Obstsorten. (-hwb)


Genusserlebnisse: Kulinarische Genüsse plus romantische Oper in romantischer Umgebung

25.06.2017 - Der kulturelle Höhepunkt des diesjährigen Taubertaler Sommersist das Slow Food Opern Special am 1. August:

► Gemeinsam mit den beiden Slow Food Unterstützern - Hotel Restaurant "Laurentius" und Jeunesses Musicales Deutschland e.V. - laden wir - Slow Food Mainfranken_Hohenlohe - ein zum köstlichen Opernbuffet im "Laurentius" inklusive nachfolgender Oper "Hänsel & Gretel" in drei Akten von Engelbert Humperdinck.

► Die Einstimmung für diesen Abend als "Come together" ab 17:30 Uhr übernimmt Sternekoch Jürgen Koch, Patron und Küchenchef seines Hotel Restaurant "Laurentius", und wird fortgesetzt mit einer Einführung in die Oper und den Besonderheiten der Inszenierung durch ein Ensemble-Mitglied.Während des Essens erhalten Sie Ihre bestellten Karten der Kategorie 2. Gegen 19:30 Uhr ist es Zeit, die Tribühnenplätze einzunehmen, denn die Oper beginnt um 20 Uhr. In der Pause um 21 Uhr treffen wir uns zu einem Erfrischungsgetränk auf der großen Terrasse bei einem reservierten TischDie Oper endet gegen 22:30 Uhr.

Ein besonderes Bonbon dieses Arrangements ist die Schlechtwetter-Garantie: Sollte das Wetter die Aufführung verhindern, sind die Gästte dieses Arrangements eingeladen, die Oper als konzertante Oper im Gewehrhaus exklusiv zu erleben. Sie können also den Abend wie geplant erleben und genießen. 

Für dieses Arrangement stehen nur 36 Plätze zur Verfügung. Deshalb sollten Sie sich bei Interesse schnell anmelden: via E-Mail anmeldung@slowfood-htm.de oder nebenstehender Anmeldefunktion. Slow Food Mitglieder bezahlen € 58,-, Nichtmitglieder € 63,- pro Person. Ihre Anmeldung zählt erst mit dem Eintreffen Ihrer Überweisung auf dem Konto des Conviviums; die Daten dazu schickt Ihnen unser Finanzwart Thomas Raab. Dieses Arrangement ist eine kontingentierte Veranstaltung; dehalb bitte nur diese beiden Anmeldefunktionen nutzen.


Bravo: 7. Internationaler Slow Food Kongress in China

31.05.2017 - Was für ein Aufruhr bei vielen deutschen CV-Leitungen, als der Ort des 7. Internationalen Slow Food Kongress bekannt wurde, der heuer Ende September im chinesischen Chengdu abgehalten wird. Die Tonart reichte überwiegend von Empörung bis ablehnende Verwunderung. Auch unsere CV-Leitung hat sich darüber ausgetauscht, freilich im positiven Sinne. Die sachlich kompetenteste Stellungnahme freilich verfasste als ausgemachter China-Kenner unser Leitungskollege Dr. Hans Peter Müßig:

Liebe Mitstreiter,
mit Interesse verfolge ich die Diskussion um den SF-Kongress in Chengdu. Es gibt sicher gute Gründe, die Sache in vielerlei Aspekten kritisch zu sehen. Es gibt aber m.E. auich gute Gründe, den Kongress als Chance zu sehen.
   
Seit 1986 reise ich regelmäßig mehrmals im Jahr nach China, zuletzt im März dieses Jahres. Jeder weiß, dass sich das Land in den letzten Jahrzehnten in allen Bereichen enorm gewandelt hat und das gilt natürlich auch für den Umgang mit dem Thema Nahrungsmittel. Ich habe sogenannte Slow-Food-Restaurants in China besucht, die den Namen nicht verdient haben. Dort wurde wie selbstverständlich die nach wie vor sehr beliebte Haifischflossensuppe angeboten.
    Bei jeder Essenseinladung in China sage ich als Erstes: „Für mich keine gefährdeten Tierarten!“ Damit stoße ich auf mehr und mehr Verständnis, so wie das Bewusstsein in China für Umweltfragen allgemein rasch wächst, nimmt auch das Interesse für gute Lebensmittel und den Tierschutz zu. Die Chinesen sind Weltmeister im Kopieren sowohl im negativen als auch im positiven Sinn. Sie kopieren nicht nur unsere Produkte, sondern auch unsere Lebensart und unseren Umgang mit bestimmten Themen.

   
Daher sehe ich durchaus die Chance, dass ein SF-Kongress in China auch dazu beitragen kann, die SF-Idee in China bekannter zu machen nach dem Motto, „steter Tropfen höhlt den Stein.“ Viele meiner chinesischen Freunde und Bekannte zeigen sich offen für diese Idee und werden zum Nachdenken angeregt.
    I
n diesem Sinn bin ich der Meinung, dass man den Kongress in Chengdu weniger als Provokation, sondern eher als Chance sehen sollte. Voraussetzung ist dabei natürlich, dass die europäischen Vertreter die Gelegenheit bekommen, unsere Vorstellung von Slow Food prominent zu präsentieren.   

    Mit besten Grüßen
    Hans Peter Müssig


Strahlendes Wetter beim 2. Wiesenfest

14.05.2017 - Bei sonnig-warmem Wetter trafen sich am gestrigen Samstag rund 20 Neugierige - vorwiegend Baumpaten - zum Pick-Nick in unserer vor vier Jahren angelegten Streuobstwiese mit 84 Hochstammbäumen. Es sind nur alte, fürs Klima der Region geeignete Aprikosen-, Äpfel-, Birnen, Kirschen-, Pfirsich, Pflaumen- und Zwetschgensorten. Gerd Sych (links leicht verdeckt durch Marius Wittur) hatte für Speis und Trank gesorgt: Leckerer Dätscher und Knabbergebäck vom MainBäcker Heinrich (U), Wipfeld, und als Getränke Obstiges wie Apfel-Secco, Cidre und Säfte von Öko-Streuobstwiesen. Mit dabei auch Marius Wittur (im Foto mit Hut), der mit seiner Bioland-MUSTEA-Baumschule unsere Streuobstwiese fachlich und handwerklich betreut. Sein Vortrag über heutigen Obstbau und dessen Fehler und Probleme, hervorgerufen durch schwachwurzelnde, rasch ertragreiche Spindelbäumchen, die ohne Bewässerung unserem heutigen, noch trockener werdenden Klima nicht gewachsen seien. Unsere Streuobstwiese hingegen verfolge ein gegenteiliges Konzept, das sich an den alten Erfahrungen der Bauern und ihren Methoden orientiere.

So ist unsere Streuobstwiese in gewissem Sinne auch ein Experimentierfeld für den Erhalt alter Sorten, aus denen wir lernen wollen, welche Sorte welches Kleinklima und welchen Boden braucht, um nicht nur zu überleben, sondern auch groß, stark und früchtereich zu werden. Bevor die Bäumchen Antworten gäben, müssten wir allerdings viele Jahre warten - 10 vielleicht. Für Slow Food, also für uns, ergibt sich fürs Retten existenziell bedrohter Tierrassen und Pflanzensorten daraus eine erweiterte Aufgabe: Nicht nur Aufnehmen in die Arche des Geschmacks, sondern auch Bilden der Erzeuger und der bewusst wissenden Ko-Produzenten, der Verbraucher also, über die Notwendigkeiten des artgerechten Lebens der Rassen, Arten und Sorten. (-hwb)  (U = Unterstützer)


12 unserer Mitglieder und Unterstützer bei Slow Food Messe

Foto: Hans-Werner Bunz

01.05.2017 - Stuttgart. Die diesjährige Stuttgarter Frühlingsmessen im Messegelände am Flughafen (20.-23.04.) vermelden einen neuen Rekord: 100.000 Besucher. Auch der darin einbezogene Markt des guten Geschmacks - die Slow Food Messe war wieder ein Erfolg: 550 Aussteller sind Rekord, ebenso die knapp 60.000 Besucher in den Slow Food Hallen 7 und 9. Attraktionen waren die Bier-, Wein- und Whisky-Schwerpunkte, aber auch die 10 Weinseminare, 13 Geschmackserlebnisse und die 11 Kochwerkstätten, in denen Messebesucher unter Experten-Anleitung den „Kochlöffel schwingen“ durften. Auffallend war der weiter gewachsene Anteil italienischer Erzeuger mit numehr 130 Ausstellern, rund 24 Prozent aller. 55 weitere Aussteller aus dem europäischen Ausland - Österreich, Polen, Frankreich, Spanien, Niederlande, Schweiz, Serbien, Tschechien, Lettland – machten die Messe in der Tat international. Andererseits sind 365 deutsche Aussteller doch die große Mehrheit, darunter 60 aus Norddeutschland, aber über 300 aus den südlichen Bundesländern.

Von unserer Regionalgruppe waren 12 Mitglieder und Unterstützer (U) aktiv: Im "Gemeinschaftsstand Hohenlohe" (Organisator Regionsbetreuer Bernulf Schlauch) präsentierten ihre Produkte Reinhold Schneider (Demeter Rosenhof Taubertal - Creglingen), Hans-Jörg Wilhelm (Hohenloher Schaumweine -Unterregenbach), Weingut Ungerer (U) (Pfedelbach-Renzen), Bernulf Schlauch (Blütenschaumweine – Langenburg-Bächlingen), Küchenchef Markus Reinauer mit Landgasthof „Jagstmühle“ (Speisen, Hotel – Mulfingen-Heimhausen) und Andreas Dürr regionale Reiseziele (Touristikgemeinschaft Hohenlohe e.V. – Künzelsau).
        In Einzelständen präsentierten sich die Winzer Christian Reiss (Würzburg) und Bruno Schmitt (Trockene Schmitts – Randersacker), der Demeter-Grünkern-Landwirt Dietmar Hofmann (Schwabhausen), die Eichelschwein GmbH (U) Iphofen/Freising), Dr. Sven Jamecsny und Monika Riek (Manufaktur Krone – Wermutshausen) sowie der Archepassagier Weideochse vom Limpurger Rind g.U. mit Zuchtleiter Dieter Kraft und Mitgliedern der Schutzgemeinschaft Weideochse vom Limpurger Rind g.U.e.V., die auch drei Limpurger Rinder der kleinen Tierschau im Freigelände betreuten. Mit einem sehr großen Einzelstand war die von Mitglied Rudolf Bühler geführte BESH-Gruppe mit ihren Tochterfirmen unübersehbar und bot neben Fleisch auch Käse (Dorfkäserei Geifertshofen) und feine Gewürze (Ecoland Herbs & Spices GmbH). (-hwb)


Jetzt hier zu lesen: Unsere Zeitschrift 2-2017

03.04.2017 - Im 15. Jahrgang erscheinend, bietet diese Ausgabe, die Nr. 2-2017, allerlei Themen aus der Welt der Ernährung, des kulinarischen Genusses, zu und über Slow Food, aber auch zur Kultur der Lebensmittelerzeugung.

In der Rubrik Slow Food Welt unter anderem unsere beiden neuen Arche-Passagiere.

Die Rubrik Slow Food bewegt zeigt in Teil 2 der dreiteiligen Serie Slow Foods Entwicklung zur europäischen Bewegung. 

In den Slow Food Themen belegt Marius Wittur mit seinem Artikel "Die Genuss-Macher-Messe", vergangenen November in Würzburg erstmals mit großem Erfolg verwirklicht, dass neue Locations und neue Ideen auch junge Leute für gute, saubere und faire Lebensmittel gewinnen können. Gerd Sych berichtet über eine Zusammenarbeit mit dem Projekt "Ich kann kochen!" der berühmten Sarah Wiener. Als nunmehr sogar geprüfter „Genussbotschafter“ will er das Erlernte in Schulen und Kindergärten anwenden und weitertragen.

Die Rubrik Slow Food Wissen bietet zwei sehr verschiedenen Themen: In "Streetfood - Imbisslust am Straßenrand" erzählt Hans-Werner Bunz über diese uralte Art des Essens, wobei er ermuntert, statt Allerwelts-Food, mehr Lokal- oder Regionstypisches zu kreieren oder aus der Vergangenheit aufzugreifen, stärke dies doch die Attraktivität eines Ortes, einer Stadt und wäre ein essbarer Kultureindruck mit großer Nachhaltigkeit. Als 5. Slow Produkt zeigt sich ein biologisch, traditionell erzeugter Chicoree, dessen Anbauer, unser Mitglied Alfred Vogt, auch Besuchern - als Gruppen - das Werden dieser Kellerfrucht zeigt und man dabei lernt, was nachhaltige Kreislaufwirtschaft heißt. Bei Interesse: Biohof Vogt, Heufelwinden 14, 74572 Blaufelden-Gammesfeld, Tel: 07958-738. Der Wermutstropfen: Seine Chicorees sind nur im Hofladen zu kaufen und bei vielen Marktgärtnern in der Region bis Schwäbisch Hall.

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Vier Sieger beim Slow Food Wettbewerb Hohenloher Rauchfleisch

01.04.2017 - Die fünfköpfige Jury (Foto HW Bunz), von links die Herren Bernhard Gahm (Hausmetzger und Fachbuchautor), Lothar Eiermann (berühmter Spitzenkoch), Theo Hagedorn (Metzger und Innungsmeister), Sven Lieven (Slow Food Mitglied und Gourmet) und Frau Hanna Wohnsiedler (Hauswirtschaftslehrerin) hatten eine schwere Aufgabe: 14 Metzger, Hausmetzger und Direktvermarkter kämpften um einen Platz auf dem Siegerpodest. Ort des Geschehens: Der Museumsgasthof "Roter Ochse" im Freilandmuseum Wackershofen bei Schwäbisch Hall. Das Fazit der Jury: Die Rauchschinken waren durchweg gekonnt, dennoch gab es einen unübersehbaren Unterschied zwischen den professionellen Metzgern und den nebenberuflich dieses Handwerk Betreibenden. Bewertet wurden viele Kriterien, doch hatte der Geschmack überdeutliche Dominanz: zu den maximal 50 zu vergebenden Punkten je Produkt konnte der Geschmack alleine maximal 25 beitragen!

Gewertet wurden natürlich auch die handwerkliche Aspekte. Bei der Zerlegung war die traditionelle Art gefordert: eine perfekt ausgelöste Unterschale mit deutlichem Fettrand - eine durchaus anspruchsvolle handwerkliche Herausforderung. Schon hier zeigten sich Unterschiede: mal war der Muskel nicht perfekt genug herausgetrennt, mal war der Fettrand kaum sichtbar. Auch der äußere Eindruck des Schinkens, seine Form und Farbe, sein Anschnitt, die Maserung des Fleisches und dessen Farbe, seine Feuchtigkeit bzw. Trockenheit wurden bewertet. Die Jury brauchte mehrere Stunden fürs Ermitteln der Sieger und betonte, dass alle Teilnehmer recht eng in der Bewertung beieinander lagen - nämlich zwischen 36 und 42 Punkten.

Profis siegen
Die vier gewinnenden Rauchschinken hatten professionelle Metzger erzeugt. Verkündet und geehrt wurden die Sieger während des Viergänge-Menü, das Küchenchef, Hausherr und Slow Food Mitglied Roland Gehr entwickelt hatte: in den ersten drei Gängen varierte der Rauchschinken in dreierlei Erscheinungsformen und Konsistenzen als Kontrapunkt. Und so verkündete unser Mitglied und Regionsbetreuer für Hohenlohe, Bernulf Schlauch, Organisator des inzwischen fünften Wettbewerbs zu Hohenloher Wursterzeugnissen, die Sieger der Plätze 3 und 4 nach der Selleriesuppe (mit Rauchschinkenknusper) und vor dem Zwischengang (Butternusskürbis-Auflauf mit Schinken und Shitake-Pilzen): Metzgermeister Helmut Wolz, Langenburg (Platz 4), Metzgermeister Manfred Albig, Rot am See (Platz 3). Die Sieger der Plätze 1 und 2 wurden vor dem Hauptgang (Pochierter Rauchschinken auf Alblinsen, jungem Lauch und Nudelblättern) vorgestellt: Dieter Meier, Metzgermeister bei der BESH (Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall (Platz 1), der leider wegen Krankheit nicht anwesend war, und Metzgermeister, Fleischsommelier und Slow Food Unterstützer Friedrich Hack, Pfedelbach-Lindelberg (Platz 2).

56 Teilnehmer beim Menü
Dank der Sponsoren VR-Bank Schwäbisch Hall-Crailsheim und - zu einem kleineren Teil - Touristikgemeinschaft Hohenlohe e.V. konnte diese Veranstaltung verwirklicht werden. Sie ermöglichten auch die kostenfreie Teilnahme der Wettbewerber mit ihrer Familie und die Touristikgemeinschaft auch die Geschenkkörbe mit Hohenloher Spezialitäten für die Gewinner der Plätze 2, 3 und 4. Den Preis für den Sieger Nr. 1, ein Menü im Museumsgasthof "Roter Ochse",  spendete die bewirtende Familie Gehr. Mit 56 Teilnehmern inklusive Jury, waren die zwei Haupträume des "Roter Ochse" bis auf den letzten Platz gefüllt, darunter auch zahlreiche Slow Food Mitglieder vorwiegend aus Hohenlohe (und der Berichterstatter aus Unterfranken).


Erfolgreiche Mitgliederversammlung 2017

Foto: © Brauereigasthaus Schlenkerla

25.03.2017 - Sie war wieder gut besucht, die Versammlung - heuer in Bamberg - mit 36 Teilnehmern bei der Vereinstagung und sogar überbucht am Abend mit 42 Mitgliedern. Es waren da wohl die versprochenen (und eingehaltenen!) Genüsse der gemeinsamen Tafelei im Restaurant Kropf - Bamberger Köstlichkeiten. Auch der Stopp zwischen Tagungsraum und Restaurant im Breuereigasthaus "Schlenkerla" des neuen Archepassiers Bamberger Rauchbier wegen war den Stopp wert: Das Rauchbiermärzen nach traditioneller Art gebraut und mit einem Schmankerl begleitet war ein feiner Genuss. Einen ausführlicheren Bericht finden Sie in unseren regionalen NACHRICHTEN 5-2017 und im Ordner "Über uns".


25 Jahre Slow Food Deutschland e.V.: Wir feiern mit

04.03.2017 - Slow Food Deutschland e.V. wurde 1992 in München vom Verleger und Weinhändler Eberhard Spangenberg gegründet. Es war der erste außeritalienische nationale Verband, dem dann danach viele rund um den Erdball folgten. In diesen 25 Jahren wuchs die deutsche Organisation auf fast 14.000 Mitglieder und ist damit nach Italien und USA der drittstärkste Verband. Wir feiern diesen 25. Geburtstag als eine der bundesweit 25 Festivitäten von 25 der 85 Regionalgruppen mit unserem 4. Weinbergsfest. Mit unserem Beitrag wollen wir zeigen, dass wir nicht nur genießen, sondern uns auch tätig einsetzen für die Erhaltung fast vergessener Kulturgüter: in diesem speziellen Falle eines historischen Weinbergs mit historischen Rebsorten in historischer Pfahlerziehung. Und dem historischen Wein daraus, der ein Passagier der Slow Food Arche des Geschmacks ist: der Alte fränkische Satz.

Wir treffen uns im Ickelheimer Schlossberg (Foto: © Ulrich Bürks) bei Ickelheim nahe Bad Windsheim, um uns über den aktuellen Stand der Dinge im Weinberg zu informieren. Anschließend werden wir wieder einen wunderschönen Abend im Weingarten der Familie Bürks in Weimersheim Nr. 2 mit lokalen Spezialitäten genießen. Eingeladen sind nicht nur die Paten, sondern auch alle, die sich über die Rettung des größten Pfahlweinbergs Deutschlands und über den damit verbundenen Archepassagier "Alter fränkischer Satz" informieren wollen.


Neu: Regional-Nachrichten 3-2017

24.02.2017 - Auf 8 Seiten mit vielen Fotos bietet die neue Ausgabe unserer Regional-Nachrichten ein breites Spektrum interner und externer Begebenheiten, von Plänen und Taten, von Erfolgen und Erlebnissen, von interessanten Veranstaltungen und Bildungsangeboten, von Geselligkeiten und Genüssen. 4 MB stark durch die Fotos ist diese Ausgabe. Der Klick von hier führt sie direkt zu den Nachrichten 3-2017: 1. herunterladen, 2. öffnen, 3. bequem und in gewünschter Schriftgröße am Rechner lesen. Auch ausdrucken ist möglich.


Große Presseresonanz für neuen Archepassagier

© Brauerei Spezial

20.02.2017 - Zur Pressekonferenz am Vormittag des 10. Februar 2017 kamen sie alle: TV Oberfranken, Radio Bamberg TV, die regionale und die lokale Presse, ein dpa-Korrespondent, eine Reporterin der Würzburger „Mainpost“. Anlass war die Aufnahme des traditionell erzeugten Bamberger Rauchbiers in die Slow Food Arche des Geschmacks. Stilvoll passender Ort: das Bamberger Brauereigasthaus „Schlenkerla“. Noch am selben Tag informierten Radio sowie die Sender mit ausführlichen Filmen ihre Zuschauer, und die Pressemedien tags darauf ihre Leser in ihrer Wochenendausgabe über die Aufnahme des Kulturerbes Bamberger Rauchbier. Organisator war Andreas Schneider, Regionsbetreuer Bamberger Land. Tatkräftig unterstützten ihn dabei Mitglied Dr. Claus-Christian Günther und die beiden Brauereieigentümer, Mitglied Sebastian Merz (Rauchbier-Brauerei Spezial) und Unterstützer Matthias Trum, Rauchbier-Brauerei "Schlenkerla" Heller Bräu Trum KG. 


Gold für Witturs Quitten-Lammbratwurst

22.01.2017 - Gestern wurden auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin im Wettbewerb Bayerns beste Bio-Produkte die zehn Gewinner (je 3 x Gold, Silber, Bronze + 1 Innovationspreis) durch den LVÖ*- Vorsitzenden Josef Wetzstein (rechts) und dem Bayerischen Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (links) ausgezeichnet. "In diesen Produkten findet sich all das, was wir uns als Verbraucher von  Lebensmitteln wünschen: Eine umfassende Nachhaltigkeit, die in der  Region gestaltet wird und dort wirkt, und ein ganz besonderer Geschmack,  den es eben nicht überall so gibt“, so Josef Wetzstein. Diese Betriebe seien ein ganz wichtiger Baustein im Bemühen der bayerischen Staatsregierung, den Anteil des Ökolandbaus bis 2020 zu verdoppeln.

Eine fünfköpfige unabhängige Jury bewertete die 55 eingereichten Produkte nach einem Kriterienkatalog (mindestens 2/3 der Rohstoffe aus Bayern; Regionalität, soziales Engagement, Umweltengagement; Produktqualität, Geschmack und Verpackung; Transparenz des Betriebes, Auftreten in der Öffentlichkeit). In der Kategorie Gold ist der Gewinner 2017: das Quittenlamm – Fränkische Lammbratwurst mit Quitte des MUSTEA Quittenhof unseres aktiven Mitglieds Marius Wittur (Foto Mitte), Untereisenheim (Lkr. Würzburg), Hadergasse 19.

Die gesamte Leitung unserer Regionalgruppe gratuliert herzlich Marius Wittur zu dieser herausragenden Innovation und ihrer Anerkennung durch diese Goldmedaille. Es ist heuer die einzige Medaille für Franken.

Die bisherigen vier Wettbewerbe (2014 - 2017) vergaben 12 Gold-, 12 Silber- und 12 Bronze-Medaillen. Drei goldene gewannen fränkische Betriebe (2015 - 2017). Witturs Quittensecco wurde bereits 2015 mit einer Bronze-Medaille ausgezeichnet, sein Quittenbrot 2016 ebenfalls mit Bronze; er ist damit der einzige, der dreimal bei diesem Wettbewerb erfolgreich war.

*Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern e.V. 
Foto © LVÖ Bayern/Christoph Assmann


Jetzt hier zu lesen: Unsere Zeitschrift 1-2017

10.01.2017 - Die neue Ausgabe der im 15. Jahrgang erscheinenden Zeitschrift unserer Regionalgruppe bietet wieder einen bunten Strauß von Themen. Nach den Nachrichten aus der Slow Food Welt beginnt eine 3-teilige Serie über Slow Food anlässlich des 30-jährigen Jubiläums dieser inzwischen weltweiten Bewegung. "Wider die Lebensmittel-Verschwendung" in Deutschland zeigt das ungeheure Ausmaß unserer Überflussgesellschaft. Verlockend ist die "Genussreise zu fränkischen Gasthäusern" mit der vielfältigen Bierkultur unserer Obermainregion. Frankenland - Genießerland, das belegen die zahlreichen traditionellen weinfränkischen Spezialitäten ebenso wie ein selten gewordener, fränkischer Einwohner. Die Ausgabe 1. herunterladen, 2. öffnen, 3. lesen.

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