Bericht: Wanderung zum Rotwandhaus, Samstag, 17.08.2019

Pünktlich um 7:50 Uhr am Gleis 34 Münchner Hauptbahnhof trafen sich einige Mitglieder von Slow Food München um neue kulinarische Wege zu erkunden. Früh genug um gemeinsam Sitzplätze zu bekommen. Und so fuhren wir trotz einer vollen BOB gemütlich sitzend und uns unterhaltend nach Fischbach-Neuhaus. Dort stiegen wir in den Bus zum Spitzingsee. Nach gerade mal einer Stunde und zwanzig Minuten Fahrzeit begann unser Aufstieg. 
Anfänglich noch auf Asphalt ging es bald auf einen gut befestigten Forstweg. Der moderate, bis zum Rotwandhaus fast gleichmäßige Anstieg ermöglichte es uns, unsere Gespräche von der Fahrt weiter zu führen, ohne das die Luft ausgegangen wäre - nur Unterbrochen vom Betrachten der Landschaft und Pflanzenwelt um uns herum. Die ein oder andere Pflanze musste auch probiert werden (z.B. wilder Majoran). Einige Weidetiere stellten sich uns in den Weg, nach einer kurzen Streicheleinheit durften wir dann aber doch passieren. Und so erreichten wir nach 2 1/2 Stunden gemütlich, ja fast schon entspannt, aber hungrig unser Etappenziel: das Rotwandhaus.
 
Das Rotwandhaus von der DAV Sektion Turner Alpen Kränzchen bietet zwar wenig Übernachtungsplätze an, ist aber vom Spitzingsee auch mit Kindern gut zu Fuß zu erreichen und nur eine Stunde von der Bergstation der Taubensteinbahn entfernt. Entsprechend waren rund 100 Tagesgäste gleichzeitig zum Mittagessen vor Ort, ein ständiges Kommen und Gehen in der Zeit in der wir dort waren. Die Auswahl der Speisen ist übersichtlich und zur "So schmecken die Berge"-Initiative passend. Ein Großteil der Küche ist offen einsehbar. Die 8 Personen in Küche, Essensausgabe und Ausschank wirkten gut beschäftigt, aber nicht gestresst.
Wer auf sein Essen länger warten muss, wird über Lautsprechanlage informiert sobald es abholbereit ist - nichts mit Ufo-ähnlichen Geräte die stürmisch vibrieren, sobald man zur Essensausgabe gehen kann. Aber zum Glück haben unsere Gerichte nicht lange gedauert, so dass wir direkt an der Essensausgabe darauf warten konnten.
Laut eigener Darstellung bietet das Rotwandhaus
  • Viele saisonale Spezialitäten.
  • Typische Gerichte aus Bayern und Tirol.
  • Selbst gebackenes Brot und Käsekuchen.
  • Spatzen, Suppen, Dressing und Natursaucen aus eigener Herstellung.
  • Speck aus eigenem Räucherofen.
  • Bergkäse aus der Region Hopfgarten in Tirol.
  • Rind-, Lamm- und Schweinefleisch aus ökoligischer Haltung von einem Bergbauernhof bei Kitzbühl.
  • vollständiger Verzicht auf Geschmacksverstärker
Wir gönnten uns Speckbrot, Spinatknödel und Käsekuchen. Die Dekoration (Physalis und rosa Pfeffer bei Spinatknödel, Orangenscheibe beim Speckbrot) hat uns zwar etwas verwundert, aber sonst hatten wir nichts zu meckern. Ob man nun seinen Käsekuchen lieber hell oder mag bleibt persönlcihe Geschmackssache, selbst gebacken war er bestimmt.
 
Auf jeden Fall machten wir uns eine Stunde später zufrieden an den Abstieg. Da wir mit dem Zug gekommen sind, mussten wir ja auch nicht zum Auto zurücklaufen. Also entschieden wir uns für einen etwas längeren Abstieg Richtung Bayrischzell. Etwa eine Stunde lang ging es einen Pfad nach unten, nicht steil oder gefährlich, aber zwei-/dreimal haben wir doch unsere Händen zur Unterstützung eingesetzt. Dann ging es gemächlich zum Bahnhof in Osterhofen, wo auch bald der Zug kam. Müde, aber sehr zufrieden mit unserer Leistung waren wir abends um 7 wieder in München!
Speisetafel.jpgselbstgebackener Käsekuchen und Speckbrot mit Speck vom eigenen Almschwein.jpgSpinatknödel.jpgzusammen frisst es sich besser.jpgund wer bist Du.jpgAussicht 1.jpgAussicht 2.jpgHuhn auf Misthaufen.jpg
die Wanderer.jpgvon den Problemen in den Alpen.jpg

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