Arche des Geschmacks

Kesselheimer Zuckererbse

    KESSELHEIMER ZUCKERERBSE
EIGENSCHAFTEN 
Erbsen wurden im Koblenzer Raum, dem Hauptverbreitungsgebiet der Kesselheimer Zuckererbse in großen Mengen für den lokalen Markt produziert. Vor allem auf der Insel Niederwerth und in Kesselheim, dem Koblenzer Stadtteil, der Namensgeber der Zuckererbse wurde, hat sich der Gemüseanbau bis heute gehalten. Zuckerschoten sind ein Frühlingsgemüse, das mit Spargel, ersten Möhrchen und Frühlingszwiebeln auf Märkten angeboten werden.
WARUM SCHÜTZENSWERT 
Erbsen zählen zu den ältesten Kulturpflanzen. Fast 4000 Jahre reicht die Anbautradition der Acker- und Gartenerbsen in Deutschland zurück. Zuckererbsen fristen heute nur noch ein Schattendasein im Hausgarten wie im Erwerbsanbau. Die Kesselheimer Zuckererbse ist die einzige belegbare regionale Erbsensorte aus dem Koblenzer Raum. Aufgrund der aufwendigen, händischen Kultur ist sie aus dem gewerblichen Anbau gefallen. In lokalen Privatgärten wird sie bis heute geschätzt und angebaut. Wie das Ahrtaler Köksje in die Rote Liste der gefährdeten einheimischen deutschen Nutzpflanzen aufgenommen, sichert das Gemüsesortenprojekt „Rheinland (+) Pfalz“ das Saatgut.
GESCHMACK
Als Gemüse, das ausschließlich frisch verzehrt wird, besticht die Kesselheimer Zuckererbse geschmacklich durch ihre knackige, fast fadenlose, leicht süßliche Hülse, die sich beim Blanchieren nur leicht verfärbt. Optisch attraktiv über ihre grünliche Farbe, behält sie außerdem eine bissfeste Konsistenz. Ihr typischer Erbsengeschmack ist ausgeprägter als der moderner Sorten.