Fish Dependence Day 2016

Fachgespräch: "Unter dem Radar. Wie kann illegale Fischerei bekämpft werden?"

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11.5.2016 - Am 2. Mai 2016, dem diesjährigen Fish Dependence Day 2016, haben die Organisationen Brot für die Welt, Fair Oceans, Slow Food Deutschland und die Environmental Justice Foundation zu einem Fachgespräch zum Thema "Unter dem Radar. Wie kann illegale Fischerei bekämpft werden?" nach Berlin eingeladen. Lesen Sie hier die Ergebnisse.

Fish Dependence Day 2016: Fischbestände weltweit bedroht

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2.5.2016 - Ab dem 2. Mai ist der Verzehr von Fisch in Deutschland in diesem Jahr rein rechnerisch nur noch mit Hilfe von Importen möglich. Der Jahresfang der deutschen Flotten ist ab diesem „Fish Dependence Day“ aufgebraucht. Dieser Tag wird jährlich von der britischen New Economics Foundation ermittelt. Importierter Fisch kommt zu einem erheblichen Teil aus überfischten Fanggründen und trägt ferner das Risiko, aus illegaler, nicht gemeldeter und nicht regulierter Fischerei (IUU Fischerei) zu stammen. Darauf weisen Brot für die Welt, Fair Oceans, Slow Food Deutschland und die Environmental Justice Foundation hin.

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Fachgespräch:
"Unter dem Radar - Wie kann illegale Fischerei bekämpft werden?"

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Ab dem 2. Mai 2016 kommt rechnerisch jeder Fisch, der in Deutschland bis zum Ende des Jahres konsumiert wird, nicht aus eigener Fischerei. Ab diesem Tag müssen Verbraucher in Deutschland ihren Fischbedarf mit Importen decken. Neben einem verantwortungsvollen Umgang mit den Fischbeständen für die deutsche und europäische Fischerei fordern die beteiligten Organisationen Fischereiindustrie, Handel und Politik auf, die IUU Fischerei wirksam und effektiv zu bekämpfen.

Aus Anlass des diesjährigen Fish Dependence Days findet ein Fachgespräch im Reglerhaus, in Berlin-Schöneberg statt. Thema:

Unter dem Radar: Wie kann illegale Fischerei bekämpft werden?

In diesem Jahr legen die beteiligten Organisationen Slow Food Deutschland, Fair Oceans, Brot für die Welt und Environmental Justice Foundation den Schwerpunkt auf das derzeit viel diskutierte Thema der illegalen Fischerei. Die IUU (Illegale, nicht regulierte und nicht gemeldete) Fischerei findet weltweit statt, sorgt für Überfischung, Zerstörung maritimer Lebensräume, wird mit Menschenhandel in der Fischereiindustrie in Verbindung gebracht und kostet die Weltgemeinschaft jährlich geschätzte 9 bis 22 Milliarden Euro.

Das Programm

12.30 Uhr
Für nachhaltigen Fischgenuss sorgt Sternekoch Thomas Kammeier, gastronomischer Leiter EUREF-Campus

13.30 Uhr
Impulsreferate beim Fachgespräch von

Markus Knigge – Senior Advisor Pew Charitable Trusts
Die Reform der EU Fischereipolitik 2014 und ihre Auswirkungen auf den Zustand der europäischen Fischbestände

Sebastian Buschmann – Environmental Justice Foundation
Formen der IUU-Fischerei und ihre Auswirkungen weltweit

Francisco Mari – Brot für die Welt
Immer weniger Fisch in armen Ländern – die Folgen von illegaler Fischerei und Überfischung aus Sicht der Kleinfischerei in Entwicklungsländern

Dr. Ursula Hudson – Slow Food Deutschland e.V.
Fischimporte aus aller Welt oder Fischkonsum aus heimischer Fischerei - eine Perspektive für kritische Verbraucherinnen und Verbraucher

Das Fachgespräch wird moderiert von Kai Kaschinski, Fair Oceans

Aufgrund limitierter Teilnehmerzahlen bitten wir um rechtzeitige Anmeldung unter:
Andrea Lenkert-Hörrmann
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Weitere Informationen:

Berichte zur Fischerei der britischen New Economics Foundation (nef)

Einladung zum Fachgespräch (PDF)

Pressemitteilung zum Fish Dependence Day 2016

Slow Food Thema: Nachhaltige Fischerei

Rückblick

Fish Dependence Day 2018

Fish Dependence Day 2017

Fish Dependence Day 2015

Fish Dependence Day 2012

Foto (Titel ganz oben): Slow Food Archiv, Alberto Peroli