Bildungskonferenz „Eat Local, Think Global!“

Meldung aktualisiert am 27.10.2015 | 14.10.2015 - Eine Schlüsselrolle für den Klimaschutz, die Bekämpfung von Hunger und Armut und den nachhaltigen Umgang mit unseren Ressourcen spielt eine nachhaltige Ernährungskompetenz. Slow Food Deutschland und die Berliner Landesarbeitsgemeinschaft Umwelt und Entwicklung laden deshalb nach Berlin ein zur Bildungskonferenz „Eat Local, Think Global. Nachhaltige Ernährung und globales Lernen." Die Teilnahme ist kostenlos.

Bildungskonferenz: „Eat Local, Think Global!“

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Aus der Einladung:

Nur wenige Themen eignen sich daher für die Globale Bildung so gut wie der Bereich „nachhaltige Ernährung“. Anschaulich und mit einem direkten Bezug zum eigenen Einkaufs- und Essverhalten kann gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen erforscht werden, wie alltägliche Konsumentscheidungen mit der globalen Ernährungssituation zusammenhängen.

Immer mehr Bildungsträger haben sich deshalb in den letzten Jahren dieser Thematik angenommen und vielseitige Projekte entwickelt: Von Schulgärten, über eigene Äcker für Klassen, gemeinsames Kochen und Ernten oder Methodenspiele im Unterricht wurde eine große Bandbreite an kreativen Angeboten entlang der Lebensmittelkette geschaffen.

Die Konferenz will Vernetzung fördern

Die Konferenz soll vor allem darauf aufmerksam machen, dass wir in der Ernährungsbildung einen ganzheitliche Ansatz benötigen: Vom Acker bis auf den Teller werden auf der Konferenz alle Stationen der Lebensmittelkette in verschiedenen Workshops und Vorträgen beleuchtet (Acker, Garten, Markthalle, Restaurant, Schulessen, Kochen mit Resten, Ernährungssouveränität) und gezeigt, wie Multiplikatoren praxisorientierte Angebote in den Unterricht einarbeiten können.

Die Bildungskonferenz „Eat Local, Think Global“ möchte als Vernetzungsplattform für die verschiedenen Initiativen dienen und Lehrkräfte sowie andere Interessierte dazu einladen, die Angebote kennenzulernen und neue Kooperationen zwischen Schulen und außerschulischen Bildungsträgern zu ermöglichen.

Bereits vor der Konferenz erhalten die angemeldeten Teilnehmer einen kurzen elektronischen Fragebogen, um zu evaluieren, wie gut sie sich bereits vernetzt fühlen, welche Herausforderungen es bei der Umsetzung der Bildungsprojekte gibt und welche Vorstellungen die Bildungsträger und Lehrkräfte von einer gelungenen Zusammenarbeit haben. Die Ergebnisse werden auf der Konferenz präsentiert.

Wer kann teilnehmen?

Die Konferenz richtet sich insbesondere an Bildungsträger, Lehrkräfte sowie in der außerschulischen Bildung tätige Personen. Ebenso sind interessierte Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen, an der Konferenz teilzunehmen.

Bildungskonferenz "Eat local, think global!"
Termin: 16. November, 10:00 - 17:00 Uhr
Ort:
Domäne Dahlem, Königin-Luise-Straße 49, 14195 Berlin
Veranstalter: 
Slow Food Deutschland gUG/Schulprojekt Teller statt Tonne, Blue 21, Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft
Ansprechpartnerin:
Lotte Heerschop bC5oZWVyc2Nob3BAc2xvd2Zvb2QuZGU=

Die Anzahl der Teilnehmer ist begrenzt, eine Anmeldung ist notwendig.
Anmeldeschluss: 10. November
Die Teilnahme ist kostenlos.

Text und Bild: Lotte Heershop. Quelle: www.teller-statt-tonne.de/termin/bildungskonferenz-eat-local-think-global/

Das Programm der Bildungskonferenz

9.30 Uhr - Ankommen, Begrüßung

10.00 Uhr - Wie gut bin ich vernetzt?

Präsentation der Umfrageergebnisse von außerschulischen Bildungsträgern und Lehrkräften
Dinah Stratenwerth (BLUE 21), Lotte Heerschop (Slow Food Deutschland gUG)

10.30 - Uhr Pecha Kucha Präsentationen
Eine Pecha Kucha-Präsentation besteht aus 20 Folien, jede Folie wird von dem Referenten innerhalb von 20 Sekunden umrissen, der Vortrag dauert insgesamt 6 Minuten und 40 Sekunden. Danach ist Zeit für Fragen.

Wie gelingt eine nachhaltige Zusammenarbeit zwischen Bildungsträgern und Schulen?
Dirk Lehmann (Lehrer der Emmy-Noether-Schule, Senatsverwaltung)

Vernetzung und Fundraising: Wie können Angebote langfristig von Bildungsträgern und Schulen finanziert werden?
Ulrike Anheier-Peez (Projektkoordinatorin des FEB - Förderprogramms des BMZ)

Das tägliche Essen in der Schule als Ausgangspunkt für nachhaltige Ernährungsbildung
Prof. Dr. Lotte Rose (Professorin an der Fachhochschule Frankfurt am Main, Kinderkommission Slow Food Deutschland)

11.15 Uhr Talking Chairs Informeller Austausch in Zweiergesprächen

11.30 Uhr Rundgang auf der Domäne Dahlem (2 Angebote)

12.30 Uhr Mittagessen
Regionales & Saisonales von der Domäne Dahlem

13.30 Uhr Parallele Workshopangebote 1

Restlos Glücklich!
Das erste „Bildungsrestaurant“ wird eröffnet! Kochen mit Resten ist hier an der Tagesordnung und vermittelt mit kreativen Metho - den nachhaltige Ernährungskompetenzen und einen Blick über den Tellerrand!
Referent: Simone Hubben (Restlos Glücklich)

Die ganze Welt soll gut essen, aber was?
Im Globalen Süden essen Menschen immer mehr Zucker, verarbeitete Lebensmittel und Weizen. Ein Ernährungswandel, der sich sehr schnell vollzieht - und Thema für die Bildungsarbeit. Im Mittelpunkt des Workshops steht die Frage nach Anknüpfungspunkten und Handlungsoptionen für Schüler.
Referent: Dinah Stratenwerth (BLUE 21)

Gärten für die Kleinen der Stadt
Seit über 90 Jahren bieten Gartenarbeitsschulen und Schulgärten in Berlin umfangreiche Möglichkeiten zum Gärtnern mit allen Sinnen an. "Lebenslanges Lernen im Garten" ist unser Motto. Säen, Pflegen, Ernten und die selbst erzeugten Gartenprodukte dann auch genießen: Gärtnerische Praxis und nachhaltige Ernährungskompetenz gehören für uns schon immer ganz eng zusammen.
Referent: Helmut Krüger-Danielson, Karin Selle (SUZ)

Boden BeGreifen (mit Feldexkursion)
Wie viel Acker(boden) braucht der Mensch und ist genug für alle da? Spannende Methoden für den Acker und das Klassenzimmer geben Einblicke in die Zusammenhänge zwischen Boden, unserer Ernährung und der globalen Ernährungssituation.
Referenten: Daniel Diehl (Bodenwissenschaftler und -pädagoge), Anja Carsten (HUBUS)

15.00 Uhr Parallele Workshopangebote 2

Orangenreise, Kaffeefest oder Brot backen? Die Markthalle als Ort des Globalen Lernens - Wie Schüler von nachhaltigen Lebensmittelhändlern und Lebensmittelhandwerkern lernen können.
Referent: Sabine Laaks (Markthalle 9)

Die GemüseAckerdemie
Ackern kann man auch in der Schule! Wie das geht und wie sich der Schulacker als langfristiges Bildungsprogramm im Klassenzimmer umsetzen lässt, zeigt die GemüseAckerdemie. Gepaart mit einem eigens erstellten Curriculum nach BNE-Richtlinen lernen die Kinder wo die Nahrungsmittel herkommen, wie sie entstehen und wie man sie selbst anbauen kann. Denn Ackern schafft Wissen!
Referent: Dr. Christoph Schmitz (Ackerdemia e.V.)

Ernährungsdemokratie!
Unser gegenwärtiges Ernährungssystem ist geprägt von den Interessen transnationaler Konzerne. In diesem Workshop wollen wir uns mit der Demokratisierung unseres Ernährungssystems befassen – damit nicht mehr Profitinteressen sondern Mensch und Umwelt im Mittelpunkt stehen.
Referenten: Christine Pohl, Ida Wehinger (INKOTA-Netzwerk)

Teller statt Tonne
Über eine gemeinsame Ernte- und Kochaktion von krummen Gemüse erhalten Schüler einen praxisorientierten Einstieg in das Thema Lebensmittelverschwendung und deren Auswirkungen auf Armut und Hunger im Globalen Süden.
Referent: Lotte Heerschop (Slow Food Deutschland gUG)

16.30 Uhr Zusammenkommen, Feedback und Verabschiedung

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Mehr Informationen:

Einladungflyer mit Programm als PDF herunterladen

Schulprojekt "Teller statt Tonne"