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#ErnährungswendeAnpacken!

#ErnährungswendeAnpacken!
Ob bei Artenvielfalt, Boden, Klima, Menschen- oder Tiergesundheit: Unser Ernährungssystem hat uns an, teils über, unsere planetaren und gesellschaftlichen Belastungsgrenzen gebracht. Slow Food Deutschland setzt sich politisch und kulinarisch dafür ein, dieser Überlastung ein Ende zu setzen. Mit dem heute veröffentlichten Appell #ErnährungswendeAnpacken!# fordert Slow Food gemeinsam mit 14 anderen Organisationen die künftige Bundesregierung auf, den Grundstein für eine gesundheitsfördernde, umweltverträgliche, sozial gerechte und dem Tierwohl zuträgliche Ernährungspolitik zu legen. Die politischen Weichen dafür müssen jetzt, während der Koalitionsverhandlungen gestellt werden. Das Sondierungspapier zwischen SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP sieht vor, dass sich politisches Handeln künftig entlang der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (SDGs) ausrichtet. Dafür muss Ernährung als zentrales Politikfeld etabliert und ressortübergreifend gesteuert werden.

Wissenschaft kontrovers: Ganz oder gar nicht? Ein interaktiver Wissenschafts-Kochabend über Fleischkonsum & Nachhaltigkeit

Wissenschaft kontrovers: Ganz oder gar nicht? Ein interaktiver Wissenschafts-Kochabend über Fleischkonsum & Nachhaltigkeit
(c) Wissenschaft kontrovers
Kann Fleischkonsum nachhaltig sein? Dieser Frage gehen Wissenschaft kontrovers und Slow Food Deutschland bei einem interaktiven Wissenschafts-Kochabend im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2020|21 gemeinsam nach. Er findet am 27. Oktober im machtSINN in Holzkirchen statt. Gekocht, probiert und diskutiert wird ab 19 Uhr. Die Chef-Alliance-Köche Manuel Reheis und Bernhard Wolf stellen ihre Ideen für einen nachhaltigen Umgang mit Fleisch vor und diskutieren zusammen mit Saro Ratter, Projektmanager Tierwohl bei der Schweisfurth-Stiftung und Kooperationspartner im Projekt „mehrWERT Öko-Milch+Fleisch“ der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft - LfL.

Nachhaltige Ernährungspolitik für Deutschland

Nachhaltige Ernährungspolitik für Deutschland
27.10.2021 - In einem gemeinsamen Schreiben richten sich Dr. Nina Wolff, Vorsitzende von Slow Food Deutschland, und Dr. Wilfried Bommert, Sprecher des Instituts für Welternährung e.V. Berlin, an die Mitglieder des Koalitionsausschusses, um eine Neuausrichtung der Ernährungspolitik als ganzheitliche Ernährungsstrategie zu fordern.

Zukunft Schmecken - neues Arbeiten für Umwelt und Gaumen

Zukunft Schmecken - neues Arbeiten für Umwelt und Gaumen
(c) Slow Food Archiv
Am Montag trafen sich in einem ausgebuchten Torhaus im Museum der Arbeit in Hamburg drei Lebensmittelhandwerker*innen unseres Youth-Netzwerkes, um über die Zukunft der Arbeit im Lebensmittel-Handwerk zu diskutieren. Alle drei Mitdiskutierenden sind Alumnis der Slow Food Youth Akademie und Aktivist*innen bei Slow Food Youth Deutschland. Sebastian Junge ist Chef Alliance Koch und Gründer des Restaurants Wolfs Junge, Hamburg, Marie Pugatschow ist Milchtechnologin bzw. Käserin, wie sie sich selbst lieber nennt, und Nanetta Ruf Konditormeisterin und Gründerin der KondiTOURei. Sie sprachen unter der Moderation von Sophie Wolters, auch Slow Food Aktivistin, darüber, wie Arbeitsbedingungen in der Lebensmittelbranche in Zukunft gut gestaltet werden können.

Tischlein deck dich nachhaltig

Tischlein deck dich nachhaltig
(c) Sven Prange
Mitte Oktober feierte das Köch*innen-Netzwerk von Slow Food Deutschland, die Chef Alliance, ihren fünften Geburtstag. Ihre Mitglieder können auch deswegen besonders nachhaltig arbeiten, weil sie einen engen Draht zu ihren Landwirt*innen halten und das manch überraschende Spezialität auf die Karten bringt. Ein Blick hinter die Kulissen von Sven Prange.

Welternährungstag 2021: Slow Food fordert integrierte Ernährungspolitik

Welternährungstag 2021: Slow Food fordert integrierte Ernährungspolitik
(c) meerfreiheit
15.10.2021 – Der Welternährungstag weist am 16. Oktober jährlich darauf hin, dass weltweit Millionen Menschen weiterhin Hunger leiden. Zugleich belasten die steigenden Kosten für Zivilisationskrankheiten im Zusammenhang mit industriellen Lebensmitteln und daran angepassten Ernährungsgewohnheiten das Gesundheitssystem. Zwei Extreme, welche die Schieflage unseres Ernährungssystems deutlich machen. Hinzu kommen die Auswirkungen der Ernährung auf die Klima- und Biodiversitätskrise. Slow Food Deutschland fordert deswegen eine integrierte Ernährungspolitik, die über politische Ressortgrenzen hinweg eine ökologische Produktion und faire Ernährungsumgebung verwirklicht.

Botschafter*innen für die Ernährungswende: Chef Alliance von Slow Food Deutschland feiert fünfjähriges Jubiläum

Botschafter*innen für die Ernährungswende: Chef Alliance von Slow Food Deutschland feiert fünfjähriges Jubiläum
(c) meerfreiheit
14.10.2021 – Die Chef Alliance Deutschland gründete sich vor fünf Jahren beim Terra Madre Salone del Gusto in Turin - der größten internationalen Slow-Food-Veranstaltung. Inzwischen ist sie ein lebendiges und weiterhin wachsendes Netzwerk mit bundesweit aktuell 64 Köch*innen. Sie eint das Ziel, Verantwortung für ihre eigene Leidenschaft und den Genuss ihrer Gäste zu übernehmen. Die gastronomische Landschaft kann so Orte der Ernährungswende schaffen.

Drei Köch*innen der Chef Alliance von Slow Food mit der Tierschutz-Kochmütze der Schweisfurth Stiftung ausgezeichnet

Drei Köch*innen der Chef Alliance von Slow Food mit der Tierschutz-Kochmütze der Schweisfurth Stiftung ausgezeichnet
(c) Schweisfurth Stiftung
13.10.2021 – Am heutigen Mittwoch wurden drei Köch*innen der Chef Alliance im Rahmen der „Tierschutz auf dem Teller“-Initiative der Schweisfurth Stiftung ausgezeichnet. Sie hebt jährlich Betriebe hervor, die zeigen, dass Genuss, Qualität und ein verantwortungsvoller Umgang mit Tier und Natur in der Außer-Haus-Verpflegung möglich sind. Für Slow Food liegt der faire Umgang mit Tieren ebenso in der öffentlichen wie in der privaten Hand und geht auch mit der deutlichen Reduktion von Tierischem auf unseren Speiseplänen einher. Gelingt es Gastronom*innen, ihren Gästen das schmackhaft zu machen, sind ihre Restaurants und Kantinen Orte der Ernährungswende.

Our Food. Our Future: Internationale Kampagne für eine radikale Reform des globalen Lebensmittelsystems gestartet

Our Food. Our Future: Internationale Kampagne für eine radikale Reform des globalen Lebensmittelsystems gestartet
(c) Our Food. Our Future
11.10.2021, Berlin/Europa - Die internationale Kampagne "Our Food. Our Future" läuft heute, am 11. Oktober, offiziell an: In einer europaweiten Aktionswoche bis zum 16. Oktober legt das Aktionsbündnis soziale und ökologische Missstände in den Lebensmittel-Lieferketten offen und appelliert an Bürger*innen, sich für ein starkes EU-Lieferkettengesetz auszusprechen. Auf der Kampagnen-Webseite ist das ab sofort mit nur wenigen Klicks möglich.

Rezept-Ideen zum Kochkurs „Von der Wurzel bis zum Blatt“

Bei dieser Ideensammlung geht es darum, möglichst alles zu verwerten, was beim Kochen mit Gemüse an- bzw. abfällt. Schalen, Blätter und Abschnitte fallen jeweils in unterschiedlichen Mengen an, deshalb sind alle Rezept-Ideen ohne Mengenangaben und ausdrücklich als Ideen zum Aus- und Weiterprobieren gedacht. Am besten mit biologisch angebauten Lebensmitteln, da kann man sich sicher(er) sein, dass nur Erde an der Schale klebt. ‚Leaf to root‘-Kochen ist nicht neu, sondern eine vergessene Tradition, die Wertschätzung gegenüber Lebensmitteln und Landwirt*innen ausdrückt (und dabei hilft, Geld zu sparen). Viel Spaß beim Kochen!

Vom Blatt bis zur Wurzel

Vom Blatt bis zur Wurzel
(c) Ingo Hilger
Im ersten Slow-Food-Küchenlabor widmeten sich die Teilnehmenden der Zubereitung von Gemüse und Obst – und zwar so, dass davon so wenig wie möglich übrig blieb. Dabei wurden viele überrascht, wie sich Teile verwenden lassen, die für gewöhnlich schnell im Abfall landen. Begleitet wurden sie von Chef Alliance Köchin Katharina Bäcker.

Eine Million EU-Bürger fordern Ende der Pestizid-Ära

Eine Million EU-Bürger fordern Ende der Pestizid-Ära
(c) Slow Food Archiv
Während auch am letzten Tag noch Unterschriften zur Unterstützung der Europäischen Bürgerinitiative (EBI) "Bienen und Bauern retten" gesammelt werden, stehen die Organisator*innen vor einem historischen Erfolg. Sobald das Ergebnis der EBI von der Europäischen Kommission bestätigt wird, müssen sowohl die Europäische Kommission als auch das Europäische Parlament die Forderungen der Bürger*innen nach einer pestizidfreien und bienenfreundlichen Landwirtschaft analysieren und auf sie reagieren.

Gesundes Klima ernten

Gesundes Klima ernten
23.09.2021 – Zwei Tage vor der Bundestagswahl vereinen sich an diesem Freitag (24.09.) bundesweit Menschen, um für den Klimaschutz auf die Straße zu gehen. Sie fordern einen Paradigmenwechsel von der Politik, damit es eine Zukunft ohne Klimakrise geben kann. Slow Food unterstützt den Schulterschluss verschiedener zivilgesellschaftlicher Bewegungen und Partnerorganisationen und ruft im Besonderen die politisch Verantwortlichen der künftigen Bundesregierung zu einem verbindlichen und wirksamen Klimaschutz auf. Eine integrierte Ernährungspolitik ist aus Sicht von Slow Food eine zentrale Voraussetzung dafür.

16 verschenkte Jahre, aber der Blick geht nach vorne

16 verschenkte Jahre, aber der Blick geht nach vorne
Ein „Weiter-so“ in der Landwirtschaft soll es nicht geben: Es liegen konkrete Vorschläge für einen Umbau des Agrar- und Ernährungssystems vor. Wichtig ist aber der politische Wille, diese Veränderungen voranzutreiben und (auch finanziell) zu unterstützen. Auf der Abschlussveranstaltung der Slow-Food-Kampagne „Zukunft würzen!“ wurden Forderungen an die kommende Bundesregierung diskutiert.

Sieben Forderungen, sieben Rezepte - eine Broschüre

Sieben Forderungen, sieben Rezepte - eine Broschüre
14.09.2021 - Die neue Broschüre fasst die sieben Forderungen von Slow Food Deutschland e.V. und Slow Food Youth zusammen, die im Vorfeld zur Bundestagswahl 2021 formuliert und an politisch Verantwortliche adressiert wurden. Begleitet werden sie von Rezepten, die im Rahmen der Kampagne entstanden sind. Die Broschüre steht ab sofort als PDF zur Verfügung. Am 21. September findet die Online-Abschlussveranstaltung der Kampagne statt; der politischen Diskussion folgt im zweiten Teil des Abends ein Kochkurs mit Chef-Alliance-Koch Hubert Hohler.

Weißwein aus blauen Trauben: Blauer Silvaner ist neuer Arche-Passagier

Weißwein aus blauen Trauben: Blauer Silvaner ist neuer Arche-Passagier
(c) Bernhard König
10.09.2021 – Mit dem Blauen Silvaner bekommt die Gruppe an Weinen in der Arche des Geschmacks Zuwachs. Obwohl er als Silvaner zu der typisch-fränkischen Weißwein-Familie gehört, ist er ein Nischenprodukt. Er wächst auf gerade einmal einem Prozent der gesamten Anbaufläche für Silvaner-Rebsorten in Deutschland. Slow Food möchte dazu beitragen, den Blauen Silvaner bekannter zu machen. Denn er bringt nicht nur robuste, kräftige und reife Weine hervor; durch seine Widerstandsfähigkeit kommt er bislang auch gut mit dem Klimawandel zurecht.

Neues Positionspapier: Fairer Umgang mit landwirtschaftlich genutzten Tieren

Neues Positionspapier: Fairer Umgang mit landwirtschaftlich genutzten Tieren
(c) Ingo Hilger
08.09.2021 - Zentrales Anliegen von Slow Food ist die Verknüpfung von Ernährung mit Verantwortung für Mensch, Tier und Umwelt. Das neue Papier führt aus, was für Slow Food Tiergesundheit im Rahmen von Tierzucht und Tierhaltung auszeichnet. Denn für Slow Food ist klar: Eine Agrarwende erfordert nicht ein „weniger vom Schlechten“, sondern Tiergesundheit als oberste Priorität.

Weide und Grünland unter Bedingungen des Klimawandels

Weide und Grünland unter Bedingungen des Klimawandels
(c) Ingo Hilger
03.09.2021 - Der dritte Workshop des Projektes "Nachhaltige Rindfleischwirtschaft" fand Ende Juli 2021 in der Benediktinerabtei Plankstetten im Altmühltal statt. Christine Bajohr, Projektleiterin von KUHproKLIMA und Betriebsleiterin des KugelSüdhangHofs, teilte ihr Wissen und ihre Erfahrung rund um den ganzheitlichen Ansatz in der Rinderhaltung mit den Workshop-Teilnehmenden.

Die Arche des Geschmacks im MDR

Die Arche des Geschmacks im MDR
Der Beitrag der MDR Umschau zeigt, wie der Schutz und der Erhalt alter Sorten gelingen kann. Dafür wird auch über Slow Food und die Arche des Geschmacks berichtet. Im Zentrum stehen u. a. die alte Apfelsorte Schöner von Herrnhut und die Bautzener Kastengurke. Ein Einblick, der sich lohnt.

„Ausbeutungsprobleme aus der sogenannten Dritten Welt rücken näher“

„Ausbeutungsprobleme aus der sogenannten Dritten Welt rücken näher“
(c) Karl Heinz Jobst
Viele Lebensmittel entstehen unter extrem problematischen sozialen Bedingungen. Auch, weil es kaum Sozialstandards für den Landwirtschaftsbereich gibt, die funktionieren. Die Folge: Fairtrade ist nicht nur im Handel mit südlichen Ländern nötig, sondern längst auch innerhalb Europas. Bisher hängt das am Engagement einzelner. Slow Food fordert nun: Es braucht verbindliche Sozialstandards entlang der Wertschöpfungskette. Die Initiative NoCap macht es vor, wie Christiane Lüst erklärt.

Tag der Fische: Nur ein angemessener Klimaschutz sichert künftig den Genuss von Hering und Co

Tag der Fische: Nur ein angemessener Klimaschutz sichert künftig den Genuss von Hering und Co
(c) Archivio Slow Food
20.08.2021 - Zum Tag der Fische am 22. August fordert Slow Food Deutschland die Politik zu einem angemessenen Klimaschutz auf. Das ist Voraussetzung dafür, Fisch als wertvolles Nahrungsmittel auch für die Zukunft zu sichern. Die Klimakrise aber setzt verschiedenen Fischarten und ihren Lebensräumen bereits heute massiv zu. Gut sichtbar und wissenschaftlich belegt ist dies beim Hering, dem vor allem aufgrund der Erwärmung der Ostsee der Nachwuchs schwindet. An ihrer Küste bildet die Fischerei für viele Menschen die Lebensgrundlage und einen wichtigen soziokulturellen Bezugspunkt. Mit einer traditionellen Zielart droht auch die regionale Fischerei- und Küstenkultur zu schwinden.

Trauer um Hans-Werner Bunz

Trauer um Hans-Werner Bunz
(c) Slow Food Mainfranken-Hohenlohe
In diesen Tagen hat uns die Nachricht erreicht, dass Hans-Werner Bunz am 1. August nach kurzer schwerer Krankheit verstorben ist. Als ehemaliges Mitglied des Vorstands von Slow Food Deutschland und im besonderen als Mitgründer und langjähriger Leiter des Conviviums Mainfranken-Hohenlohe, hat er unseren Verein über viele Jahre geprägt und bereichert. Slow Food verliert mit ihm einen engagierten Mitstreiter aus der Anfangszeit der Bewegung in Deutschland.

„Genetische Vielfalt ist ein Wert an sich“

„Genetische Vielfalt ist ein Wert an sich“
(c) David Peacock
Als David Peacock 2011 seinen Erdhof Seewald in Mecklenburg Vorpommen bezog, sagten ihm alle: Da kannst du keine Landwirtschaft betreiben. Und David Peacock sagte: doch. Er sollte recht behalten.Heute betreiben David Peacock und seine zwei festen Mitstreiter*innen dort im Nordosten auf 111 Hektar nicht nur einen Bauernhof, sondern einen vorbildlichen Betrieb. Wo früher nur Kühe Milch gaben, tummeln sich heute Rinder, Schweine und Hühner, wachsen Kartoffeln, Getreide und Gemüse, leben wilde Kräuter, Insekten und Pflanzen. Gelebte Vielfalt eben, oder wie David Peacock sagen würde: Der Grund, warum sein Erdhof überhaupt noch existiert.

Unsere Unterstützung ist gefordert

Unsere Unterstützung ist gefordert
(c) Christoph Bäcker
Die Hochwasserkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz hat uns im Monat Juli vor Augen geführt, welches Ausmaß Schaden und Leid infolge von Großwetterereignissen für die Betroffenen auch in Deutschland annehmen können. Darunter sind Menschen aus dem Slow-Food-Netzwerk, Mitglieder sowie Menschen entlang der gesamten Lebensmittelwertschöpfung. Sie brauchen weiterhin unsere Unterstützung. Slow Food stellt dafür Spendenmöglichkeiten zusammen. An die Politik appelliert der Verein, die Lehren aus den verheerenden Fluten zu ziehen.

„Europa müsste die Umstellung auf ein System, das das Gemeinwohl fördert, viel konsequenter vorantreiben“

„Europa müsste die Umstellung auf ein System, das das Gemeinwohl fördert, viel konsequenter vorantreiben“
(c) privat
Für Slow Food steht fest: Nach der Bundestagswahl muss sich die Bundesregierung für eine nachhaltigere Ernährungspolitik auch in Europa einsetzen. Vor allem darf Europa Subventionen nur noch an Landwirt*innen vergeben, die durch ihre Arbeit das Gemeinwohl fördern. Wie das aussehen kann, erklärt Phillip Brändle von der Arbeitsgemeinschaft bäuerlicher Landwirtschaft.

"Ich kann der Natur doch nicht böse sein"

"Ich kann der Natur doch nicht böse sein"
Christoph Bäcker (c) Weingut Bäcker
Christoph Bäcker war der erste Bio-Winzer im Ahrtal - und hat sein Weingut in Ahrweiler fast komplett verloren. Wie geht's jetzt weiter? Ein Gespräch über Existenznöte, Glück im Unglück und den schwierigen Wiederaufbau des Weinguts. Bäcker: "Ich hoffe, es geht ohne Abrissbirne." Die Fragen stellte Manfred Kriener.

Trauer um Franz Pozelt

Trauer um Franz Pozelt
(c) Canva
Zu Beginn der Woche hat uns die traurige Nachricht erreicht, dass Franz Pozelt verstorben ist. Mit ihm verliert Slow Food nicht nur eines seiner langjährigsten Mitglieder, sondern auch einen engagierten Streiter für die Ziele unseres Vereins. Durch sein fundiertes Sachwissen und seine herzliche, stets interessierte Art hat er die Arbeit von Slow Food und speziell seines Conviviums Berlin über Jahrzehnte bereichert. Als Sprecher der Messen und Märkte-Kommission und Messeprüfer der Slow Food Messe „Markt des guten Geschmacks“ hat er sich aktiv dafür eingesetzt, möglichst vielen Menschen gute, saubere und faire Lebensmittel näher zu bringen.

Workshop 2: Zucht – der vernachlässigte Aspekt der Fleischqualität

Workshop 2: Zucht – der vernachlässigte Aspekt der Fleischqualität
(c) Marion Hunger
Der zweite Workshop und erste Präsenz-Termin 2021 des Projektes „Nachhaltige Rindfleischerzeugung“ fand am 12. Mai in der Uckermark auf Gut Temmen statt. Mit dabei waren Landwirt*innen aus der Region sowie Fachleute aus Anbauverbänden und der Gastronomie. Das Kriterium der “Diversität" spielte beim Treffen eine große Rolle.

Warum wir alle die Ernährungswende vorantreiben können – und es ohne Politik dennoch nicht geht

Warum wir alle die Ernährungswende vorantreiben können – und es ohne Politik dennoch nicht geht
(c) Slow Food
Mehr Wertschätzung für Landwirte, Bereitschaft zu faireren Preisen, Unterstützung regionalen Lebensmittelhandwerks: Verbraucher*innen können aktiv den Wandel zu einer besseren Lebensmittelwelt vorantreiben. Am Ende braucht es aber politische Unterstützung – und die fällt zu unentschlossen aus, zeigt ein politisches Werkstattgespräch von Slow Food Deutschland und dem Institut für Welternährung.

Vom Bier for future bis zum Bienenflüsterer: Online-Verkostung mit Marktheldenprodukten der Slow Food Messe

Vom Bier for future bis zum Bienenflüsterer: Online-Verkostung mit Marktheldenprodukten der Slow Food Messe
(c) Messe Stuttgart
Mehr als 500 Pakete mit Marktheldenprodukten wurden durch die Republik verschickt. Am 18. Juni ließen sich zahlreiche Interessierte durch die Online-Verkostung leiten. Die Veranstaltung war ein Trost für alle, die den „Markt des guten Geschmacks – die Slow Food Messe“ schon im zweiten Jahr schmerzlich vermisst hatten – und eine willkommene Gelegenheit für Slow-Food-Neulinge, die Philosophie der internationalen Bewegung mit allen Sinnen zu erleben.

Mit Slow Food gut Kirschen essen: 46 traditionelle Kirschsorten aus dem Oberen Mittelrheintal stehen unter dem Schutz der Arche

Mit Slow Food gut Kirschen essen: 46 traditionelle Kirschsorten aus dem Oberen Mittelrheintal stehen unter dem Schutz der Arche
(c) Annette Braun-Lüllemann
Der neue Arche-Passagier von Slow Food setzt sich aus 38 Süß-, vier Sauer- und vier Bastardkirschen zusammen. Gemeinsam ist ihnen ihre Heimat: Das Obere Mittelrheintal, das zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Die alten Kirschsorten umfassen eine Vielfalt in Form, Größe, Festigkeit sowie Farbe und Geschmack, die in Supermärkten sowie an den meisten Straßenverkaufsständen heute nicht mehr zu finden ist. Sie eignen sich für den Frischverzehr ebenso wie für alle Arten der Verarbeitung für Marmeladen, Liköre oder Säfte, in Balsamico als Begleiter für herzhaften Speisen oder als Kuchenzutat. Mit der Aufnahme in die Arche möchte Slow Food diese Vielfalt für Mensch und Natur erhalten.

Slow Food Deutschland: Neuer Vorstand gewählt

Slow Food Deutschland: Neuer Vorstand gewählt
(c) meerfreiheit.com
19.06.2021 – Bei der heutigen ordentlichen Mitgliederversammlung von Slow Food Deutschland e. V. (SFD) wurde ein neues Führungsteam gewählt. Der neue fünfköpfige Vorstand besteht aus der Vorsitzenden Dr. Nina Wolff, dem stellvertretenden Vorsitzenden Jens Witt sowie aus dem Schatzmeister Sebastian Wenzel, dem Beisitzer Klaus Flesch und der Beisitzerin Lea Leimann. Gemeinsam freuen sie sich darauf, als Vorstand von Slow Food Deutschland die Ernährungswende mitzugestalten.

Beste Reste

Beste Reste
(c) Slow Food Deutschland
Volle Regale im Supermarkt verführen dazu, mehr einzukaufen als eigentlich gebraucht wird. Und so bleiben oft genug Reste übrig, die im Kühlschrank immer weiter nach hinten wandern, bis sie schließlich im Müll landen. Ein Online-Kochkurs der Slow Food Youth beschäftigte sich mit dem Thema Lebensmittelverschwendung.

Trauer um Rudolf Böhler

Trauer um Rudolf Böhler
(c) Dietmar Freitsmiedl
Vergangene Woche verstarb Rudolf Böhler nach langer, schwerer Krankheit. Mit ihm verliert Slow Food Deutschland und ganz besonders das Convivium München einen überaus aktiven Mitstreiter. Sein Eintritt in den Verein 2005 legte den Grundstein für sein Engagement. Er gehört zu den Initiatoren der Slow Mobile und kümmerte sich darum, dass einer dieser zum Kochen und Lernen ausgebauten Bauwagen erfolgreich Zwischenstopp an Münchner Schulen machte.

Keine Ernährungswende ohne nachhaltige Gastronom*innen

Keine Ernährungswende ohne nachhaltige Gastronom*innen
(c) Marion Hunger
Zum Tag der nachhaltigen Gastronomie (18.6.) verweist Slow Food Deutschland (SFD) auf die zentrale Bedeutung der Gastronomie für die Transformation unseres Ernährungssystems. Der Verein appelliert an Politik und Verbraucher*innen, Gastronom*innen zu unterstützen, die sich in fairen regionalen Netzwerken engagieren und lokale Märkte stärken. Zukunftsfähig arbeitende Chefs und Chefinnen sind mehr als Zubereiter*innen von Mahlzeiten. Sie sind Botschafter*innen für ein faires Lebensmittelsystem, ob in Restaurant, Kantine oder Mensa. Viele von ihnen sind kulinarisch und politisch bei Slow Food beheimatet: in der Köch*innen-Vereinigung Chef Alliance sowie im Genussführer.

Erster Ursula Hudson Preis von Slow Food verliehen: „Jede*r Einzelne kann die Ernährungswende vorantreiben“

Erster Ursula Hudson Preis von Slow Food verliehen: „Jede*r Einzelne kann die Ernährungswende vorantreiben“
(c) Marion Hunger
Slow Food Deutschland (SFD) hat zum ersten Mal den Ursula Hudson Preis für vorbildliches Engagement für die Ernährungswende verliehen. Ausgezeichnet wurde GreenfairPlanet und deren Initiatorin Elisabeth Schmelzer . Sie ist nicht die einzige Gewinnerin – gewonnen hat auch der Einsatz für eine bessere Ernährungswelt generell. Zeigt die Preisvergabe doch, wie viele inspirierende Initiativen mittlerweile für dieses Ziel eintreten.

Mindener Gemeinschaftsgarten GreenFairPlanet mit dem Ursula Hudson Preis 2021 ausgezeichnet

Mindener Gemeinschaftsgarten GreenFairPlanet mit dem Ursula Hudson Preis 2021 ausgezeichnet
(c) Slow Food Youth Deutschland
14.06.2021 - Slow Food Deutschland (SFD) hat heute erstmalig den Ursula Hudson Preis verliehen und zeichnet damit Menschen aus, die sich beispielhaft für die Transformation unseres Ernährungssystems engagieren und andere zum Nachahmen inspirieren. Sie sind Botschafter*innen für eine Ernährungswelt, in der alle Menschen gute und fair erzeugte Lebensmittel genießen können. Hauptpreisträgerin 2021 ist Elisabeth Schmelzer. Sie betreibt den Gemeinschaftsgarten GreenFairPlanet in Minden, Nordrhein Westfalen. Es ist ein Ort der Begegnung, Teilhabe und Bildung und er ist offen für alle: Kinder, Geflüchtete, Nachbar*innen, Engagierte, Interessierte.

Our Food Our Future: Verbraucher*innen zur Beteiligung aufgerufen.

Our Food Our Future: Verbraucher*innen zur Beteiligung aufgerufen.
(c) Our Food. Our Future
10.06.2021 – Im Rahmen der paneuropäischen Kampagne ‚Our Food our Future‘ setzt sich Slow Food Deutschland gemeinsam mit 16 Partnerorganisationen für ein faires Lebensmittelsystem ein. Im Fokus steht die Fairness gegenüber Arbeitsmigrant*innen, Umwelt und Klima. Ziel ist es, Verbraucher*innen in Europa von nachhaltigen Kaufentscheidungen zu überzeugen und den öffentlichen Druck auf politische Entscheidungsträger*innen zu erhöhen. Ab sofort können sich junge Erwachsene europaweit an einem Ideenwettbewerbbeteiligen und mit ihrer Kreativität die Kampagne vorantreiben. Einsendeschluss ist der 31. August 2021.

Die Ziege ganz denken

Die Ziege ganz denken
(c) www.meerfreiheit.com
So lautet das Thema, das die Chef Alliance von Slow Food für den diesjährigen Tag der nachhaltigen Gastronomie am 18. Juni gewählt hat. „Fleisch!?“, hören wir schon die ersten entsetzten Rufe, haben wir doch in den letzten Jahren so viel darüber geredet, wie wichtig es ist, unseren Fleischkonsum zu reduzieren. Richtig. Genau darüber wollen wir reden.

Heimischer Anbau, unfaire Bedingungen

Heimischer Anbau, unfaire Bedingungen
(c) Slow Food
Spargel und Erdbeeren gehören für viele Menschen im Juni unbedingt auf den Tisch. Doch die Ernte wird traditionell von Saisonarbeiter*innen erledigt, die oft schlecht bezahlt und untergebracht sind. Die Slow Food Youth befasste sich in einem Online-Kochkurs mit den bestehenden Zuständen – und mit Verbesserungsvorschlägen.

Fairness in der Verarbeitung: Keine Wertschöpfung ohne Wertschätzung

Fairness in der Verarbeitung: Keine Wertschöpfung ohne Wertschätzung
(c) Thönes
An der Landwirtschaft verdienen viele, in der Landwirtschaft kaum jemand – nach diesem Motto entwickelte sich über Jahrzehnte die Einkommenssituation vom Acker auf dem Teller. Doch längst gibt es eine Gegenbewegung: Verarbeiter*innen, die ihre Erzeuger*innen fair bezahlen, so dass diese wiederum fair mit Tier, Umwelt und Mitarbeitenden umgehen können.

Vielfalt auf der Wiese, Vielfalt im Glas: Streuobst kann mehr als nur Saft

Vielfalt auf der Wiese, Vielfalt im Glas: Streuobst kann mehr als nur Saft
(c) Stahringer Streuobstmosterei
Da kreucht und fleucht es: Streuobstwiesen sind für viele Tiere, Insekten und auch Pflanzen ein guter Ort zum Leben. Am Internationalen Tag der Biodiversität (22.5.) befasste sich eine Slow- Food-Verkostung deshalb mit vier ganz unterschiedlichen Erzeugnissen aus Streuobst – und den Unterschieden zum Saft aus ökologisch angebauten Früchten.

Echter Binkelweizen „wächst“ ab sofort in der Arche des Geschmacks

Echter Binkelweizen „wächst“ ab sofort in der Arche des Geschmacks
(c) Dr. Michael Immendörfer
28.05.2021 – Binkelweizen ist eine ca. 3.000 Jahre alte Weizenart, die in Süddeutschland, der Schweiz, Österreich (Tirol) und Norditalien angebaut wurde, bevor moderne, ertragreichere Sorten ihn im 20. Jahrhundert fast vollständig verdrängten. Durch wertvolle Eigenschaften wie Genügsamkeit und Robustheit gewinnt er in Zeiten des Klimawandels an Relevanz. Verschiedene Rekultivierungsprojekte setzen sich für seine Wiederentdeckung ein. Das erste Binkelbrot seit 100 Jahren gibt es im Raum Stuttgart.

Bienen retten, aber richtig

Bienen retten, aber richtig
(c) Nina Brune
Die Biene ist populär und politisch – und dennoch bedroht. Zum Weltbienentag 2021 haben Slow Food Deutschland und proBiene diskutiert, wie sich eine bienengerechte Welt gestalten lässt. Fünf praktische Tipps für den Alltag.

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