Aktuelles

Das wird scharf – Slow Food und die Bundestagswahl

Das wird scharf – Slow Food und die Bundestagswahl
2021 ist Ernährungswahl. Mit gut gewürzten Forderungen wollen Slow Food Deutschland und Slow Food Youth der Politik den Handlungsbedarf in Sachen Land- und Lebensmittelwirtschaft verdeutlichen. Die Kampagne startete nun mit einem ziemlich heißen Thema.

Die Europäische Kommission macht einen Rückzieher und öffnet sich der Deregulierung neuer GVOs.

Die Europäische Kommission macht einen Rückzieher und öffnet sich der Deregulierung neuer GVOs.
(c) creative commons
30.04.2021 - Slow Food ist äußerst besorgt über die Schlussfolgerungen, die die Europäische Kommission aus der Studie über „Neue Gentechnik” zieht. Nach Ansicht der Organisation ebnen sie der Deregulierung neuer gentechnisch veränderter Organismen (GVOs) den Weg und missachten das Vorsorgeprinzip. Damit wird die Wahlfreiheit der Bürger*Innen und Landwirt*innen gefährdet.

Warum Saatgut für Slow Food ein Top-Thema ist - 5 Gründe

Warum Saatgut für Slow Food ein Top-Thema ist - 5 Gründe
(c) Slow Food Archiv
Die Kontrolle über Saatgut wandert immer stärker zu wenigen, globalen Konzernen. Das benachteiligt nicht nur Kleinbauern – sondern ist auch ökologisch nicht gut. Ein Slow Food-Workshop zeigt auf, was wir gegen dieses Machtspiel mit unserer Lebensgrundlage tun können.

Drei Gründe, warum die Bundestagswahl eine Ernährungswahl ist

Drei Gründe, warum die Bundestagswahl eine Ernährungswahl ist
(c) SFD und SFYD
Im Superwahljahr 2021 stehen nicht nur neue Parlamente zur Wahl – es geht wie in keinem Jahr zuvor um die Zukunft unserer Ernährung. Deswegen rufen Slow Food und Slow Food Youth Deutschland die Wahl im Herbst zur Ernährungswahl aus. Am 4. Mai startet die Kampagne „Zukunft würzen: für eine Ernährungspolitik, die schmeckt!“

Gentechnik muss auch in Zukunft strikt reguliert werden

Gentechnik muss auch in Zukunft strikt reguliert werden
(c) DNR
21.04.2021 - Seit Jahren lobbyieren Industrie und Gentechnik-Befürworter*innen dafür, neue Gentechnikverfahren wie CRISPR/Cas von der Gentechnik-Gesetzgebung auszunehmen. Sie wollen damit die derzeitige Definition von Gentechnik aufweichen. Das gefährdet die Wahlfreiheit und die Sicherheit von Mensch und Umwelt. Insgesamt 94 Organisationen aus den Bereichen Umwelt-, Tier- und Naturschutz, Entwicklungspolitik, Kirchen, Verbraucherschutz, Landwirtschaft, Züchtung, Lebensmittelwirtschaft und Imkerei sowie Jugendorganisationen fordern die Bundesregierung in einem heute veröffentlichten Positionspapier auf, in Deutschland und auf europäischer Ebene alle derzeitigen wie künftigen Gentechnikmethoden und die daraus entstehenden gentechnisch veränderten Organismen (GVO) weiterhin unter dem bestehenden EU-Gentechnikrecht zu regulieren und zu kennzeichnen.

EU-Konsultationen zur Bodenschutzstrategie - Die Zeit ist reif für Agrarökologie!

EU-Konsultationen zur Bodenschutzstrategie - Die Zeit ist reif für Agrarökologie!
(c) Lotte Heerschop
Bodenbildung ist ein langwieriger Prozess: Es dauert gut tausend Jahre, bis sich fünf Zentimeter fruchtbarer Boden bilden. Wenn Boden zerstört wird, bspw. durch Bauarbeiten, so ist dies nahezu unwiderruflich und erfordert langwierige und komplexe Maßnahmen zur Wiederherstellung. Aber es sind nicht nur Bauarbeiten, die den Boden zerstören, auch die industrielle Landwirtschaft trägt erhebliche Verantwortung. „Die Verbreitung der industriellen Landwirtschaft, die auf Ertragssteigerung abzielt, ist eng mit dem Einsatz von synthetischen Chemikalien, Gentechnik und Technologie verbunden; sie fördert die Ausbreitung von Monokulturen mit unausweichlich negativen Folgen für unseren Wasser- und Bodenverbrauch und beeinträchtigt die Bodenfruchtbarkeit“, kommentiert Marta Messa, Leiterin des Europabüros von Slow Food. „Slow Food sagt ganz klar: Nur agrarökologische Praktiken, die Monokulturen und den Einsatz synthetischer Chemikalien verhindern, tiefes Pflügen vermeiden, Fruchtfolgen einhalten und Gründüngung einführen, können die Fruchtbarkeit des Bodens erhalten bzw. regenerieren.”

Die Kunst des Weglassens: großes Interesse und intensive Diskussionen beim Workshop Naturwein

Die Kunst des Weglassens: großes Interesse und intensive Diskussionen beim Workshop Naturwein
(c) Sebastian Strehlau
Mehr als 440 Teilnehmende auf Zoom und per Live-Stream auf YouTube probierten gemeinsam mit vier Bio-Winzer*innen ihre Naturweine und beteiligten sich angeregt an der Diskussion über die Aromen und die Herstellung von Naturwein sowie das Weglassen von Schwefel und allerhand anderen Eingriffen im Keller. Slow Food Deutschland und der Bundesverband ökologischer Weinbau ECOVIN luden für den 16. April 2021 dazu ein, die Welt der lebendigen Weine zu entdecken. Susanne Salzgeber, Sommelière und freie Autorin in Berlin und Ulrich Amling, Kulturredakteur und Weinexperte des Tagesspiegels führten durch den Abend und erhielten dabei kulinarische Unterstützung von Martin Wurzer-Berger, dem Leiter der Weinkommission von Slow Food Deutschland.

Trauer um Ulrich Rosenbaum

Trauer um Ulrich Rosenbaum
(c) Slow Food Barnim-Oderland
Am vergangenen Wochenende verstarb Ulrich Rosenbaum, der Slow Food Deutschland als Mitglied, Convivienleiter und ehemaliges Vorstandsmitglied über viele Jahre tatkräftig unterstützt, inspiriert und vorangebracht hat.

„Schöner“ neuer Passagier: Slow Food schützt Oberlausitzer Apfelsorte

„Schöner“ neuer Passagier: Slow Food schützt Oberlausitzer Apfelsorte
(c) Christoph Schuster
Mit der Arche des Geschmacks rettet Slow Food alte Nutztierrassen, Kulturpflanzen und Lebensmittel vor dem Vergessen. Schützenswert ist auch die hiesige farbliche, aromatische und genetische Apfelvielfalt, die so vielfältig nicht mehr ist. Der neueste Passagier an Bord der Arche heißt daher „Schöner von Herrnhut“, eine traditionelle Apfelsorte aus der Oberlausitz.

EU-Konsultationen zu Pestizideinsatz - Kann es überhaupt eine „nachhaltige Verwendung von Pestiziden” geben?

EU-Konsultationen zu Pestizideinsatz - Kann es überhaupt eine „nachhaltige Verwendung von Pestiziden” geben?
Friedemann Lätsch
Die EU überarbeitet derzeit die Richtlinie zur Nachhaltigen Verwendung von Pestiziden, die 2014 verabschiedet wurde, um die Risiken und Auswirkungen der Verwendung von Pestiziden auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt zu verringern. Darüber hinaus soll die Richtlinie integrierten Pflanzenschutz und alternative nicht-chemische Ansätze oder Techniken zum Einsatz von Pestiziden in Europa fördern. Bei einer Überprüfung der im Rahmen dieser Richtlinie erfolgten Fortschritte kam die Europäische Kommission zu dem Ergebnis, dass die Mehrheit der Mitgliedsstaaten es nicht geschafft hat, eine nachhaltige Verwendung von Pestiziden zu fördern und die vorgegebenen Anforderungen zu erfüllen. Im Rahmen der Überarbeitung führt die EU-Kommission bis zum 12.04.2021 öffentliche Konsultationen durch. Ein Entwurf der überarbeiteten Richtlinie soll im ersten Quartal 2022 veröffentlicht werden.

Kleine Saaten – Große Fragen

Kleine Saaten – Große Fragen
(c) Marco Del Comune & Oliver Migliore
Am diesjährigen Tag der Erde, dem 22. April, lädt Slow Food Deutschland Verbraucher*innen bundesweit ein, mehr über die Essenz unserer Nahrung zu erfahren: Das Saatgut. Ein Online-Podium mit Expert*innen u.a. aus Landwirtschaft und Gärtnerei erklärt, warum die Vielfalt der kleinen kostbaren Saaten mitentscheidet über die Lösung der großen gesellschaftlichen, ökologischen und politischen Fragen unserer Zeit. Die Teilnehmenden erhalten Tipps, wie sie die Saatgut-Vielfalt auf dem Balkon oder im Garten fördern können. Das passende Saatgut-Set kann bis zum 14. April bestellt werden. Die renommierte Autorin Tanja Busse begleitet durch den Abend.

Fair zu Fisch und Fischer*innen – Eine Lesung und Diskussion zum Nachschauen

Fair zu Fisch und Fischer*innen – Eine Lesung und Diskussion zum Nachschauen
(c) Slow Food Archiv
Was braucht ein Nutztier, um ein gutes Leben zu haben? Diese Frage stellen sich immer mehr Menschen, wenn es um artgerechte Haltungsformen und Tierwohl geht. Die wenigsten aber denken dabei an Fische. Was ist eigentlich ein gutes Fischleben? Am 19. März um 19:30 Uhr sind wir in die Welt der Fische eingetaucht um der Frage nachzugehen, warum wir als Gesellschaft unseren Umgang mit Fischen überdenken müssen. Mit auf diese Reise nahm uns Autor Billo Heinzpeter Studer, der Auszüge aus seinem Buch „Fair-Fisch - weil man Fische nicht streicheln kann“ las. Hier gibt es die Veranstaltung noch einmal zum Nachschauen.

Zukunftstaugliche Agrarförderung: Vor dem Super-Trilog der EU fordert Slow Food die Berücksichtigung des Green Deal und keine voreiligen deutschen Alleingänge

Zukunftstaugliche Agrarförderung: Vor dem Super-Trilog der EU fordert Slow Food die Berücksichtigung des Green Deal und keine voreiligen deutschen Alleingänge
(c) creative commons
25.03.2021 – Slow Food richtet als Teil einer breiten Koalition europäischer Organisationen u.a. aus den Bereichen Landwirtschaft, Umwelt und Entwicklung einen offenen Brief an die Teilnehmenden der Trilog-Verhandlungen zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). Darin fordert das Bündnis eine ehrgeizige, grüne und faire Ausgestaltung der GAP. Ein Super- Trilog soll am 26. März die stockenden Reform-Verhandlungen von EU-Parlament, Ministerrat und Kommission entscheidend voranbringen.

Neuer Passagier der Arche: Das Leineschaf – der „Pfennigsucher"

Neuer Passagier der Arche: Das Leineschaf – der „Pfennigsucher"
(c) Karin Weinsberg
23.03.2021 - Mit dem Leineschaf hat Slow Food Deutschland die siebte Schafrasse und den 77. Passagier an Bord der ‚Arche des Geschmacks' aufgenommen. Unter diesem Namen schützt Slow Food alte Nutztierrassen und Kulturpflanzen, Lebensmittel und Zubereitungsarten vor dem Vergessen. Ab sofort auch das Leineschaf, dem wir die Kulturlandschaft im Leinebergland und Eichsfeld verdanken. Aufgrund seiner Genügsamkeit trägt es den Spitznamen „Pfennigsucher".

Klimakrise bedroht die Fischerei - „End of Fish Day“ jetzt schon im März

Klimakrise bedroht die Fischerei - „End of Fish Day“ jetzt schon im März
(c) Slow Food Archiv
17.03.2021 - Ab dem 19. März ist die heimische Versorgung mit Fisch und Meeresfrüchten in diesem Jahr rechnerisch aufgebraucht, für den Rest des Jahres sind die Menschen in Deutschland vollständig auf Importe angewiesen. Zu diesem Ergebnis kommen die Berechnungen von Brot für die Welt, Fair Oceans und Slow Food Deutschland. Der „End of Fish Day“ liegt damit in diesem Jahr mehr als zwei Wochen früher als im Vorjahr (5. April). Nur noch wenig mehr als 20 Prozent der in Deutschland verzehrten Fischprodukte werden von deutschen Fischerei-Aktivitäten erbracht. Verantwortlich für diese Entwicklung sind die Überfischung und die Erwärmung der Meere, vor allem der Ostsee, in Folge des Klimawandels.

Gestalten statt Verbrauchen

Gestalten statt Verbrauchen
(c) Deutsche Botschaft Albanien
15.03.2021 – Am Weltverbrauchertag 2021 ruft Slow Food Deutschland dazu auf, die Rolle der Verbraucher*innen neu zu denken. Angesicht der übermäßigen Nutzung natürlicher Ressourcen möchte der Verein Menschen zu weniger Verbrauch, dafür zu mehr (Mit-)Gestaltung und Genuss ermutigen.

Das Kuratorium stellt sich vor - Sebastian John

Das Kuratorium stellt sich vor - Sebastian John
(c) Sebastian John
Sebastian John, Winzer und langjähriges Mitglied von Slow Food Youth, betreibt mit seinen Eltern und seiner Schwester das Demeter-Weingut Frank John-Das Hirschhorner Weinkontor in der Pfalz. Dem Wirtschaften mit statt gegen unsere vorhandenen wertvollen Ressourcen misst er besondere Bedeutung bei.

Das Kuratorium stellt sich vor - Dr. Tanja Busse

Das Kuratorium stellt sich vor - Dr. Tanja Busse
(c) Georg Schweisfurth
Tanja Busse ist Journalistin, Autorin und Moderatorin. Ihre Themenschwerpunkte sind Landwirtschaft, Nachhaltigkeit, Ernährung, Ökologie, Ressourceneffizienz und der Erhalt der Biodiversität. Auf dem Gebiet der nachhaltigen Ernährung bewegt sie sich mit leidenschaftlichem Engagement. Vor dem Hintergrund der Auswirkungen des Ernährungssystems ist der Ursula Hudson Preis für sie ein Lichtblick.

Winzerinnen-Weine zum Weltfrauentag

Winzerinnen-Weine zum Weltfrauentag
(c) Slow Food Deutschland
Die Weinwelt wird weiblicher und ökologischer. Davon konnten sich über 1000 interessierte Weingenießer*innen beim Online-Tasting zum 100. Weltfrauentag am 8. März live überzeugen. Sechs Frauen in Führungspositionen in einer immer noch von Männern dominierten Weinwelt präsentierten sechs Weine und berichteten von ihren Weinen und ihren Erfahrungen als Frau und Chefin.

Wenig Einkünfte, viel Einsatz: Wie Köch*innen durch die Krise kommen

Wenig Einkünfte, viel Einsatz: Wie Köch*innen durch die Krise kommen
(c) lichtbildstudio
Eine Umfrage unter Mitgliedern der Slow Food Chef Alliance ergibt: Nachhaltig arbeitende Küchenchef*innen haben auch in der Krise die Kraft, neue Konzepte und Ideen zu entwickeln. Das ändert aber nichts daran, dass sie sich von der Politik mehr Unterstützung und verlässliche Öffnungskonzepte wünschen.

Das Kuratorium stellt sich vor - Pirmin Spiegel

Das Kuratorium stellt sich vor - Pirmin Spiegel
(c) MISEREOR
Für Pirmin Spiegel, Hauptgeschäftsführer und Vorstandsvorsitzender des Bischöflichen Hilfswerkes MISEREOR, ist der Kampf für eine Transformation unserer Ernährungswelt eines seiner zentralen Themen. Darin verband ihn mit Ursula Hudson eine tiefe innere Übereinstimmung. Jetzt ist er Kuratoriumsmitglied für den Ursula Hudson Preis und berichtet von seiner Motivation.

Am Anfang steht das Korn

Am Anfang steht das Korn
Die deutsche Brotkultur und das handwerkliche Bierbrauen hat die UNESCO zum immateriellen Weltkulturerbe erklärt. Doch was trägt dazu bei, dass ein Brot auch nach ein paar Tagen noch frisch und gut schmeckt, ein Bier mit einzigartigen Geschmacksnoten überzeugt? Bei der Online-Verkostung „Getreide fest und flüssig“ von Slow Food waren sich Bäcker*innen und Brauer*innen einig: Gute Produkte brauchen Zeit und Getreidesorten, die regional und möglichst umweltschonend angebaut werden.

Akademie Schloss Kirchberg sendet digitalen Auftaktimpuls zur Umsetzung der UN Agenda 2030 in die Welt – IV. World Organic Forum vom 16. bis 18.03 2021

Akademie Schloss Kirchberg sendet digitalen Auftaktimpuls zur Umsetzung der UN Agenda 2030 in die Welt – IV. World Organic Forum vom 16. bis 18.03 2021
„Wie bringen wir die globalen UN-Ziele für Nachhaltige Entwicklung zur Schaffung einer gerechten und zukunftsfähigen Welt Zuhause in der Region auf den Boden?“ So lautet die Leitfrage des von Rudolf Bühler und der Stiftung Haus der Bauern – Akademie Schloss Kirchberg initiierten IV. World Organic Forum vom 16. bis 18. März 2021. Ausgehend von Schloss Kirchberg wird der Kongress mit vielen prominenten Expert:innen sowie Teilnehmer:innen aus der ganzen Welt wegen der Pandemie komplett Online stattfinden. Ziel ist Gründung eines internationalen Netzwerks an SDG-Regionen, von denen aus die Welt in vielen Bottom-Up Initiativen aus der Zivilgesellschaft heraus zukunftsfähig und lebenswert gestaltet werden soll.

Die Ernährung sichern mit Artenschutz

Die Ernährung sichern mit Artenschutz
01.03.2021 – Der weltweite Verlust biologischer Vielfalt, und damit von Tier- und Pflanzenarten, beschleunigt sich. Er zerstört die Funktionalität unserer Ökosysteme und gefährdet unsere Ernährungssicherheit. Anlässlich des internationalen Tags des Artenschutzes am 3. März fordert Slow Food Deutschland Politik, Wirtschaft sowie Verbraucher*innen dazu auf, gemeinsam als Gesellschaft die Reform unseres Ernährungssystems auf den Weg zu bringen. Das Handeln aller muss ineinandergreifen. Unausweichlich sind eine ökologischere Wirtschaftsweise in der landwirtschaftlichen Urerzeugung unserer Lebensmittel, aber auch planetengesunde Kauf- und Ernährungsmuster. Aktuelle Entwicklungen wie die Notzulassungen von Neonikotinoiden laufen all dem zuwider.

Nicht nur der Preis ist heiß

Nicht nur der Preis ist heiß
Was ist schon fair? Die jetzige Form der industriellen Land- und Lebensmittelwirtschaft jedenfalls nicht. Dabei gibt es längst Beispiele, die uns faires Wirtschaften auf dem Land und für Lebensmittel vormachen. Slow Food Deutschland will sie dieses Jahr besonders in den Mittelpunkt stellen – und zwar entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Wir beginnen mit der Landwirtschaft.

Kriterien für kuhgebundene Kälberaufzucht definiert

Kriterien für kuhgebundene Kälberaufzucht definiert
18.02.2021 - In einem partizipativen Prozess hat eine Initiative von Biomilch-Betrieben zusammen mit Vertreter:innen aus Forschung und Tierschutz Kriterien zur kuhgebundenen Kälberaufzucht in der Öko-Milchviehhaltung entwickelt. Diese wurden heute auf der Biofach vorgestellt. Ergänzend soll eine Interessensgemeinschaft zur kuhgebundenen Kälberaufzucht gegründet werden, unter anderem mit dem Ziel, den Betrieben in Zukunft eine entsprechende freiwillige Zusatzzertifizierung anbieten zu können.

Slow Food und die Chef Alliance bei der Intergastra

Slow Food und die Chef Alliance bei der Intergastra
(c) Messe Stuttgart
Vom 8. - 10. März 2021 findet die Intergastra digital statt. Der Markt des guten Geschmacks und Slow Food Deutschland sind mit einem vielseitigen Programm vertreten. Sie können sich in das digitale Programm herein klicken.

Slow Food unterstützt Forschungsgruppe durch Milch-Expertise

Slow Food unterstützt Forschungsgruppe durch Milch-Expertise
(c) Slow Food Archiv
Eine Forschungsgruppe unter Leitung von Prof. Dr. Dr. h.c. Erika von Mutius von der Ludwig-Maximilians-Universität München ist den Ursachen und der Vorbeugung von Asthma und anderen allergische Erkrankungen auf der Spur. Im Rahmen der internationalen MARTHA-Studie prüft sie den positiven Einfluss von schonend verarbeiteter Milch. Slow Food unterstützt dabei mit der Auswahl an Bauernhöfen, die gute, saubere und faire Milch erzeugen.

Lesung mit Jens Brehl - Slow Food Convivium Fulda

Lesung mit Jens Brehl - Slow Food Convivium Fulda
Der freie Journalist Jens Brehl hat ausgewählte Pioniere der ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft in ganz Deutschland getroffen und sie in seinem Buch „Für unsere Zukunft – Wie Bio-Pioniere die Welt verändern“ vorgestellt. Hier gibt es ein Video der Lesung.

Das Kuratorium stellt sich vor - Barbara Assheuer

Das Kuratorium stellt sich vor - Barbara Assheuer
(c) Barbara Assheuer
Die Bewerbungsphase für den Ursula Hudson Preis läuft. Hier stellt sich das Kuratorium vor. Heute: Barbara Assheuer. Barbara Assheuer ist langjähriges Slow-Food-Mitglied, geschätzte Wegbegleiterin und enge Freundin von Ursula Hudson. Als Mitglied im Kuratorium für den Ursula Hudson Preis engagiert sie sich jetzt dafür, das Wirken von Ursula weiterzutragen, ihr Wissen und ihre Tatkraft lebendig zu halten und außergewöhnliche Leistungen für die Ernährungswende sichtbar zu machen. Über ihre Beweggründe berichtet sie im Interview.

Das Kuratorium stellt sich vor - Anke Kähler

Das Kuratorium stellt sich vor - Anke Kähler
(c) Anke Kähler
Die Bewerbungsphase für den Ursula Hudson Prei läuft. Hier stellt sich das Kuratorium vor. Heute: Anke Kähler. Anke Kähler ist Bäckermeisterin und Vorstandsvorsitzende von Die Freien Bäcker - Zeit für Verantwortung e.V., eine unabhängige Berufsorganisation handwerklich arbeitender Bäcker*innen und Konditor*innen. Im Kurzinterview spricht sie darüber, warum sie sich im Kuratorium des Ursula Hudson Preises engagiert.

Winzerinnen-Weine am Weltfrauentag 2021

Winzerinnen-Weine am Weltfrauentag 2021
(c) Slow Food Deutschland
16.02.2021 - Anlässlich des Weltfrauentags am 8. März stellt Slow Food bei einer Online-Weinprobe sechs Winzerinnen und ihre Erzeugnisse ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Die Winzerinnen geben Ausblick darauf, wie die Weinwelt der Zukunft aussehen könnte: Ökologie und Fairness sind darin untrennbar mit Raffinesse und Eleganz von Weinen verbunden. Interessierte Verbraucher*innen sind eingeladen, sich während der Weinprobe mit den Pionierinnen auszutauschen. Anmeldung bis 24. Februar möglich.

„Nicht alles dem Individuum aufhalsen“ - Interview mit Prof. Achim Spiller

„Nicht alles dem Individuum aufhalsen“ - Interview mit Prof. Achim Spiller
(c) Achim Spiller
Ernährung ist ein gesellschaftliches und politisches Thema. Professor Achim Spiller spricht im Slow-Food-Interview über das von ihm mitverfasste Gutachten zur nachhaltigen Ernährung, über Nutri-Score, Schulverpflegung und über mögliche Steuern auf zuckerhaltige Getränke und Fleisch. Die Fragen stellte Manfred Kriener.

Von wegen langweilig! Aus Hülsenfrüchten lässt sich ganz viel machen

Von wegen langweilig! Aus Hülsenfrüchten lässt sich ganz viel machen
(c) Marion Hunger
Bohnen, Erbsen und Linsen haftete lange das Image des bescheidenen, ja sogar ein wenig langweiligen Essens an. Dabei können Hülsenfrüchte auf vielfältige Art verarbeitet und zubereitet werden – und so immer wieder zu einem neuen Geschmackserlebnis werden. Eine Verkostung von Slow Food Deutschland von verschiedenen Produkten aus Lupinen, Ackerbohnen, Kichererbsen und Co. stieß auf großes Interesse.

Die Arche-Kommission im Gespräch mit Weinexpert*innen

Die Arche-Kommission im Gespräch mit Weinexpert*innen
(c) Gisela Bautz
Mit der Arche des Geschmacks möchte Slow Food auf Lebensmittel aufmerksam machen, die vom Aussterben bedroht sind. Die Geschichten dieser traditionellen regionalen Nutztierpflanzen, Tierrassen und verarbeiteten Produkten zu erzählen, ruft sie bei Menschen wieder in Erinnerung. Auch Rebsorten und Weine sind potentielle Kandidaten. Chancen und Herausforderungen, die damit einhergehen, diskutierte die Arche-Kommission gemeinsam mit Weinexpert*innen.

Slow Food Radio - Der Boden

Slow Food Radio - Der Boden
(c) Slow Food München
Die Aktion "Boden-Brot" von "Die Freien Bäcker e.V.“ hat das Convivium München als Anlass genommen, sich in seiner neuen Ausgabe des Radio Slow-Food mit dem Thema Boden ausführlicher zu beschäftigen. Der Beitrag von Hannelore Fisgus lief am 04.02. auf Radio Lora. Hier gibt es ihn noch einmal zum Nachhören.

Selbstversorgung: Gesunde Ernährung aus heimischer Landwirtschaft

Selbstversorgung: Gesunde Ernährung aus heimischer Landwirtschaft
Für Slow Food hat eine gesunde Ernährung immer auch die Gesundheit unseres Planeten im Blick. Wenn die Menschen in Deutschland sich im ganzheitlichen Sinn gesund ernähren sollen, muss sich nicht nur der Speiseplan ändern, sondern auch unsere Landwirtschaft. Leo Frühschütz blickt auf den Selbstversorgungsgrad in Deutschland und zeigt, was hierzulande in welchem Maß erzeugt wird.

Getreide fest und flüssig: Brot und Bier Online-Verkostung

Getreide fest und flüssig: Brot und Bier Online-Verkostung
(c) Bergbrauerei
05.02.2021 - Brot und Bier - zwei Lebensmittel, die für unsere Geselligkeit unverzichtbar sind. Beiden gemein ist eine lange Kulturgeschichte, eine oft vergessene regionale Vielfalt sowie ihre Grundzutat: Getreide. All dem geht Slow Food bei der Online-Verkostung am 26. Februar um 19:00 Uhr auf die Spur. Expert*innen aus Erzeugung und Handwerk nehmen die Teilnehmenden mit auf eine Reise in die Welt des Back- und des Brauhandwerks. Was zeichnet gutes, sauberes und faires Bier und Brot aus? Wie schlägt sich Bodenqualität sowie das Wissen des ‚echten‘ Handwerks geschmacklich nieder? Fragen, auf die es während der Verkostung von vier Brot- und drei Biersorten Antworten gibt. Anmeldung bis zum 17. Februar möglich.

Ausschreibung für Ursula Hudson Preis 2021 startet

Ausschreibung für Ursula Hudson Preis 2021 startet
(c) Misereor
01.02.2021 - Slow Food Deutschland ruft 2021 erstmalig den Ursula Hudson Preis ins Leben. Benannt nach der langjährigen Vorsitzenden von Slow Food Deutschland (SFD), ehrt er Personen, die sich für die Ernährungswende engagieren. Ausgeschrieben ist der Preis für Einzelpersonen, Initiativen oder Gruppierungen aus dem Ernährungsbereich sowie der Ernährungspolitik und -bildung. Über die Preisträger*innen entscheidet ein fünfköpfiges Kuratorium. Der Bewerbungszeitraum startet am 1. Februar und endet am 15. April 2021. Die Preisverleihung findet am 14. Juni statt.

Edible Connections: Slow Food für Bildungsengagement ausgezeichnet

Edible Connections: Slow Food für Bildungsengagement ausgezeichnet
27.01.2021 - Die Corona-Pandemie stellt Lehrende ebenso wie Schüler*innen vor besondere Herausforderungen. Der britische Bildungsverlag ‚Twinkl‘ hat jetzt Lernheld*innen gewürdigt, die einen besonderen Beitrag zur Bildung während der Pandemie leisten. Anlass ist der diesjährige Internationale Tag der Bildung der UNESCO (24.1.). Das Slow-Food-Projekt Edible Connections ist als eines von fünf Initiativen ausgezeichnet worden. Bundesweit können sich Schulklassen weiter am Austausch beteiligen – auch während der Pandemie.

Häppchen zum Nachhören

Häppchen zum Nachhören
Über 300 interessierte Zuschauer*innen lauschten dem Berliner Journalisten und Autor Manfred Kriener, als dieser aus vier Kapiteln seines Buchs „Leckerland ist abgebrannt“ am 22.1. vorlas. Spannendes zu Fleisch aus dem Reagenzglas, den ökologischen und sozialen Auswüchsen vermeintlicher Superfoods sowie Möglichkeiten, den Fischhunger auf nachhaltige Weise zu stillen, gibt es zum Nachhören.

Ein Gruß von Edie Mukiibi, Vize-Präsident von Slow Food

Ein Gruß von Edie Mukiibi, Vize-Präsident von Slow Food
(c) Marco Del Comune & Oliver Migliore
Das Jahr 2021 ist nicht mehr ganz neu, aber noch immer jung. Edie Mukiibi, Vize-Präsident von Slow Food und Präsident von Slow Food Uganda, sendet zum Start ins 2021 einen Gruß, einen positiven Rückblick auf ein schwieriges Jahr und einen hoffnungsvollen Ausblick.

Schnippeldisko: Multitasking für die Ernährungswende

Schnippeldisko: Multitasking für die Ernährungswende
(c) Caroline Barth
22.01.2021 – Zahlreiche Verbraucher*innen kamen der Einladung zur diesjährigen virtuellen Schnippeldisko am Vorabend der „Wir haben es satt“-Demonstration nach. Über 1.400 mal wurde der Livestream aufgerufen. Menschen unterschiedlichen Alters nutzten die Chance, sich über ernährungspolitische Themen auszutauschen. Auch der Genuss kam nicht zu kurz: Gekocht wurden verschiedene Wintergemüse – ob als Suppe oder Ofengemüse . Für den Nachtisch eigneten sich übriggebliebene Weihnachtsmänner. Das Tanzbein in der eigenen Küche zu schwingen, war für viele eine willkonmene Einladung zur Bewegung während des Lockdowns.

Kochen mit Hülsenfrüchten – so geht’s

Kochen mit Hülsenfrüchten – so geht’s
(c) Slow Food Deutschland; Claudia Nathanson; Marion Hunger
Eine neue Rezepte-Sammlung von Slow Food Deutschland präsentiert Hülsenfrüchte in ihrer Vielfältigkeit. Menschen aus dem europäischen Slow-Food-Netzwerk haben dafür rund 20 Ideen für Vorspeisen, Hauptgänge und Desserts zusammengetragen. Tradition trifft auf Moderne, süß auf salzig. Gekocht wird u.a. mit Passagieren der Arche des Geschmacks, Presidi und Slow Beans. Dazu gibt es Angaben zu Nährwert, ökologischem Fußabdruck sowie persönliche Geschichten, Wissenswertes für die Zubereitung und Lagerung von Linse und Co.

Audio-Feature der Slow Food Youth: Rot wie Blut: Der bittere Beigeschmack italienischer Tomaten

Audio-Feature der Slow Food Youth: Rot wie Blut: Der bittere Beigeschmack italienischer Tomaten
(c) Slow Food Youth Deutschland
Nach mehr als einem Jahr Arbeit und intensiven Recherchen veröffentlicht Slow Food Youth Deutschland heute das Audio-Feature: Rot wie Blut: Der bittere Beigeschmack italienischer Tomaten. Das Feature nimmt die Hörer*innen mit auf eine etwas andere Reise nach Italien. Eine Reise entlang einer korrupten Wertschöpfungskette, in der die systematische Ausbeutung migrantischer Erntehelfer*innen zum Alltag gehört und große Supermarktketten mittels fragwürdiger Praktiken ihre Macht auf dem Markt etablieren. Zugleich ist das Feature aber auch die Erzählung von einem politischen und kulturellen Wandel, durch den wir alle uns täglich für ein gutes, sauberes, faires und an erster Stelle gewaltfreies Lebensmittelsystem einsetzen können.

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