Nachruf Luis Maldonado

18.5.2018 – Das internationale Slow-Food-Netzwerk trauert um Luis Maldonado. Der Koordinator des Huehuetenango Hochland Kaffee Presidio in Guatemala wurde in der Nacht vom 16. auf den 17. Mai 2018 in Huehuetenango, Guatemala, durch mehrere Schüsse ermordet. Er setzte sich im Netzwerk mit Engagement und Herzblut für soziale Gerechtigkeit und für die Rechte der Kaffeeproduzenten in Guatemala ein.

Mord an Slow-Food-Aktivist Luis Maldonado aus Guatemala

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Die internationale Slow-Food-Gemeinschaft steht unter Schock. Luis Maldonado, Slow-Food-Aktivist, Koordinator des Huehuetenango Hochland Kaffee Presidio und Direktor von ASDECAFE, einer Kaffeeproduzenten-Genossenschaft wurde von zwei Attentätern auf dem Motorrad durch zwei Schüsse in den Rücken und einen in den Kopf ermordet. Wir bedauern diesen Verlust zutiefst und sprechen seiner Familie unser aufrichtiges Mitgefühl aus.

Durch dieses Verbrechen ging Luis von uns, aber sein Kampf für soziale Gerechtigkeit und Kleinbauernrechte der Kaffeeproduzenten Guatemalas lebt weiter. Diese Brutalität macht das Ausmaß und die Risiken deutlich, die Menschen in unserer globalen Gemeinschaft eingehen, um für die eigene Existenzsicherung und Menschenrechte zu kämpfen. In Gedanken sind wir deshalb auch bei unseren Netzwerkkollegen, die tagtäglich für die Rechte von Kleinbauern, indigenen Völkern und Landrechte ihr Leben riskieren!

Bei der Slow Food Stiftung für Biodiversität finden Sie Informationen zu dem Slow Food Presidio "Huehuetenango-Hochland-Kaffee", das Luis Maldonado koordiniert hat: Huehuetenango-Hochland-Kaffee (Englisch)

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Das Foto wurde zum Ende eines weltweiten Kaffeeproduzententreffen bei internationalen Terra Madre Netzwerktreffen 2016 aufgenommen. Luis Maldonado ist die zweite Person von rechts (im schwarzen Hemd). | Beide Fotos: © Slow Food Archiv