Lebensmittelhandwerker*innen: Auch sie sind Slow-Food-Helden

16.04.2020 – Diese Woche wäre es soweit: Die Tore der Slow Food Messe 2020 stünden offen und Verbraucher*innen könnten zwischen unzählig vielen Produkten mit hoher Qualität auswählen. Darunter: Die „Markthelden“. Das sind Erzeugnisse, welche die Ausstellungsordnung von Slow Food besonders umfassend erfüllen. Aufgrund der Corona-Pandemie ist die Messe auf April 2021 verschoben. Wer solange nicht warten möchte, kann die Markthelden schon jetzt probieren.

„Markthelden“ wurden erstmals für den Markt des guten Geschmacks - die Slow Food Messe 2019 ins Leben gerufen. Es sind Erzeugnisse, die das Qualitätsverständnis von Slow Food äußerst umfassend abbilden. Aussteller*innen bewerben einzelne Produkte ihres Sortiments für diese Kategorie. Voraussetzung ist, dass sie die noch strengere Ausstellungsordnung erfüllen, und in einem Transparenzschreiben ausführlich über die Art und Weise ihrer Produktion berichten; eine Produktion, welche die biologische und kulturelle Vielfalt schützt, das Wohl von Mensch und Tier achtet.

Dazu Claudia Nathansohn, Koordinatorin des Slow-Food-Messeteams: „Die hohe Qualität zeichnet all unsere angebotenen Produkte aus und ist ja zweifelsohne das Alleinstellungsmerkmal des Markt des guten Geschmacks. Mit der Auszeichnung ‚Marktheld‘ honorieren wir zusätzlich die Erzeuger*innen, denen es bei ihren Produkten gelingt, das Slow-Food-Verständnis von ‚gut, sauber, fair‘ im besonderen Maß in die Praxis umzusetzen. Also schon heute so zu produzieren, wie es aus Sicht von Slow Food zukunftsfähig ist. Als Messeprüfung unterziehen wir diese Anmeldungen einer noch detaillierteren Prüfung. Wir gucken genau hin, wo und wie die Rohstoffe und Zutaten angebaut und weiterverarbeitet werden und wertschätzen beispielsweise auch, wenn die Wertschöpfung innerhalb einer Region passiert.“

Für 2020 wurden 16 Markthelden zugelassen. Viele ihrer Erzeuger*innen haben Onlineshops und freuen sich über alle Verbraucher*innen, die in der Zeit der Corona-Pandemie Lust haben, Neues auszuprobieren.

Erzeuger*innen von Marktheldenprodukten 2020 sind:

Amorella Kirsch

Amorella-Kirsch-Familie-liegend_5020_2000px- (c) Amorella Kirsch-Manufaktur.jpgFritz und Katja Mossel verwenden für ihre Amorella Kirsch-Spezialitäten ausschließlich gesunde, vollreife Schattenmorellen, die sie selbst anbauen und von Hand pflücken. Mittlerweile werden acht verschiedene Sauerkirsch-Sorten angebaut. Über 25 Kirsch-Spezialitäten wie Säfte, Weine, Essig und vieles mehr stehen für die Manufaktur im Mainzer Stadtteil Marienborn. Und die Liebe zur Kirsche hält seit bald vier Generationen an. Das Ziel ist es, alte Sorten zu bewahren und die Geschmacksvielfalt zu zeigen.

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BeckaBeck – Jeden Tag etwas Besonderes

190225_Lieferantenanzeigen_BeckaBeck.jpgDie Zutaten für BeckaBeck kommen fast ausschließlich von Partner*innen aus der Region. Kurze Wege, direkter persönlicher Kontakt und Vertrauen zeichnen diese langjährigen Partnerschaften aus. Eine besonders wichtige Zutat für BeckaBeck ist Zeit. Zeit, damit die Teige ruhen und reifen dürfen. So können sich die Aromen voll entfalten und das Brot ist bekömmlicher. BeckaBeck steht für kreative Backwaren in höchster Qualität. 


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albfiness Gewürzmanufaktur

albacker kartoffel-albfiness (c) albfiness respecca.jpgAuf der Schwäbischen Alb entstehen mit besten Zutaten, regional und aus fairem Handel, harmonisch aufeinander abgestimmte Bio-Gewürzmischungen. Kurze Lieferwege schonen die Umwelt und sorgen für Frische. Und wenn Übersee eingekauft wird – dann über einen nachhaltigen und transparenten Handelsweg, ohne Zwischenhandel; etwa beim Kambodscha Pfeffer.

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 Patric Bies, Ölmüller aus dem Saarland

Feldphotos-8203 Foto Christian Lang.jpgPatric Bies engagiert sich seit fast zwei Jahrzehnten für den Anbau der Leindotter. Vor 2000 Jahren war sie die wichtigste Ölpflanze Mitteleuropas und erlebt inzwischen als Speiseöl in heimischen Küchen eine Renaissance. Im Geschmack erinnert es an Erbsen und Spargel. Und Leindotter hat noch viel mehr zu bieten: Deshalb fördert Bies mit dem Kreuzblütler den Mischfruchtanbau mit Hülsenfrüchten und bietet Bienen bzw. Insekten ein Blühangebot.

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Die BOLLER-Familienkelterei - Streuobst-Spezialitäten vom Albtrauf

Wiese_Bordeaux-WO-Schorle-Bizzler_(c)_BOLLER Fruchtsäfte Stolz OHG.jpgDie Bollers beziehen ihre Äpfel und Birnen aus den regionalen Streuobstgürteln und keltern daraus handverlesene Obstsäfte. Diese ergänzen sie um feinste andere Säfte, Fruchtmark oder Püree zu köstlichen Kompositionen. Im Obstweinkeller entstehen vergorene sortenreine Apfel- und Birnenweine, traditioneller Most, prickelnde teilvergorene Obstschaumweine und Cider. In der hauseigenen Brennerei kreieren sie Obstbrände und Liköre. Ebenfalls im Sortiment: Verschiedene Sirupe aus dem eigenen Bio-Anbau.

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Schwäbisches WiesenObst: Handwerkliche Perfektion und Leidenschaft 

20160920_D800_1939_11_(c)_Manufaktur Jörg Geiger.jpgNuanciert, komplex und vielfältig wie ein erlesener Wein oder Schaumwein, aber ohne Alkohol – das sind die PriSeccos der Manufaktur Jörg Geiger. Säfte, häufig sortenrein geerntet, werden dafür mit Kräutern, Blättern und Blüten kombiniert. Wenn Bukett, Aroma und Nachhall die perfekte Einheit bilden, wird ganz langsam Kohlensäure zugesetzt, bis der PriSecco im Glas so feinperlig und klar ist wie ein Schaumwein. Um das zu erreichen braucht es technisches Können, Kreativität und die Inspiration der Natur.

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Brauerei Härle: Auf das Wohl unserer Biere und das unserer Umwelt

DSCN2634_c_Brauerei Härle.JPGDie Bierspezialitäten aus der Leutkircher Brauerei Härle haben ihren ganz eigenen Charakter. Jede Sorte wird nach einer besonderen Rezeptur gebraut. Mit Braugerste von über zwanzig oberschwäbischen Bäuer*innen, mit Hopfen aus dem berühmten Tettnanger Anbaugebiet – und mit Erfahrung, Leidenschaft und Handwerkskunst der Braumeister*innen. Die Traditionsbrauerei hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einem ökologischen Vorzeigebetrieb entwickelt: alle Rohstoffe stammen aus biologischem oder integriertem Anbau, die Treibhausgasemissionen des Fuhrparks werden klimaneutral kompensiert und in der Brauerei werden ausschließlich erneuerbare Energien eingesetzt. 

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Von der Wurzel bis zum Getränk

Foto_c_Haußler-Hinterespig.jpgIm wunderschönen Hohenlohe erzeugen die Haußlers Cider Naturbursch & Naturmädel, echten Hohenloher Moschd und feine Seccos (Apfel, Quitte, Kirsch). Aus vollreifen und gesunden Äpfeln, Quitten und Kirschen entstehen fruchtige Getränke als erfrischende Alltags- und Festtagsbegleiter. Mit Hingabe sorgen sie dafür, dass es ihren Obstanlagen das ganze Jahr über gut geht. Alle Früchte gibt es auch in Form von hochwertigen Destillaten und Likören.

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Qualitätsvolle Honige

imker-kasper.jpgDie Imkerei Kasper ist ein Familienbetrieb mit Sitz in Reutlingen, am Fuße der Schwäbischen Alb. Durch Standorte die weit abseits von Industrie und gespritzten Flächen sind produzieren sie qualitätsvolle Honige in der Region und im europäischen Ausland. Besondere Spezialitäten sind die Honige der Seidenpflanze, der Alpenrose und des Lavendels. Außer Honig bieten die Kaspers ein umfangreiches Sortiment an Bienenprodukten an.

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Kräuter und Tees der besonderen Art

506_(c)_Kräuterei Mutter Erde.JPGIn der Kräuterei Mutter Erde im Südschwarzwald werden seit 2008 rund 50 verschiedene Kräuter nach kbA Richtlinien angebaut. Reine Handarbeit ermöglicht es, Kräutertees in außergewöhnlicher Bio-Ganzblatt-Qualität zu produzieren. Alle Arbeitsschritte sind auf die Steigerung oder den Erhalt der Wirk- und Geschmacksstoffe ausgelegt. Dadurch sind die Tees sehr ergiebig, besonders lange haltbar und außergewöhnlich lecker.

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Schreinerei Roland Löffler - Produkte aus heimischen Hölzern

Hirnholzbrett Kirsche 300_c_Annemarie Evers.jpgHandwerkliche Verarbeitung, funktionales Design und ausschließlich Verarbeitung heimischer Edelhölzer. Das sind die Ansprüche mit denen Löfflers Team zeitlos gültige Holzprodukte fertigt. Feinst geschliffene Oberflächen mit Öl- oder Wachsfinish machen die Objekte zu haptischen und optischen Erlebnissen. Löfflers Unikat-Hirnholz-Schneidebretter, Messerblöcke und Tabletts mit Linoleumboden überzeugen seit 20 Jahren durch Qualität und Nachhaltigkeit.

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Destillieren nach alter Handwerkskunst

Marder_Logo.jpegDer Familienbetrieb Marder Edelbrände, gegründet 1953, wird bereits in 3. Generation von Stefan Marder geführt. Das Sortiment umfasst mehr als 40 Sorten Obstbrände sowie Whisky und Rum. Es werden auch ausgefallene Destillate z.B. aus Steinpilzen oder aus Südfrüchten destilliert. Philosophie und Ziel des Betriebs: Die Aromen der Natur rein und unverfälscht herauszuarbeiten. Deswegen geht dank alter Handwerkskunst ohne jegliche Zusätze; bis zu 20 kg Frucht werden pro Flasche Destillat eingesetzt.

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Preussische Whiskydestillerie - Brennende Leidenschaft

preußische Wdestillerie Logo.jpgLeidenschaft und Liebe zum Whisky (ver-)führte Cornelia Bohn 2008 zur Gründung der Preußischen Whiskydestillerie, welche von ihr seitdem als „Eine-Frau-Manufaktur“ betrieben wird. Sie arbeitet mit einer klaren Devise: Puristisch, eine kleine Produktion auf höchstem Niveau nur mit den besten Zutaten und nur auf die Herstellung von Single Malt in reiner Handarbeit konzentriert. Preußischer Whisky™ Organic Single Malt: Ein Whisky für die anspruchsvollen Genießer*innen, die Wert auf höchste Qualität und Individualität legen.

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 Tête de Moine AOP, Fromage de Bellelay

1_(c) Tête de Moine.jpgAuf den Bergweiden des Schweizer Juras genießen die Kühe vom Frühjahr bis Herbst die besondere Zusammensetzung der würzigen Gräser und Kräuter sowie duftendes Heu im Winter. Sie verleihen dem Tête de Moine AOP den unverkennbaren, von seiner naturbelassenen Umgebung geprägten Charakter und seinen unvergleichbaren Geschmack. In dieser Region, im Kloster Bellelay, ist die Käsespezialität vor 800 Jahren entstanden. Um die Herstellung nach der überlieferten Tradition im Ursprungsgebiet zu bewahren, ist Tête de Moine AOP als geschützte Ursprungsbezeichnung (AOP) registriert. Er wird nicht geschnitten, sondern mit einem Schabgerät, wie der Girolle, zu feinen Rosetten gedreht. Das ermöglicht die volle Entwicklung des Geschmacks und erhöht den Genuss des Käses.

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Destillerie Farthofer – Vom Feld in die Flasche

Destillerie Farthofer (c) Jürgen Schmücking.jpgMit Leidenschaftlich und Hingabe führen Doris und Josef Farthofer ihre Bio-Destillerie in Öhling bei Amstetten. Mit einem Sortiment von rund 50 Bio-Bränden, Likören und Geisten zählen die Farthofers zu Europas umfassendsten Bio-Spirituosen-Anbieter*innen. Dabei ist es ihnen wichtig, mit den Ressourcen der Natur verantwortungsvoll umzugehen und sie sind ein weiteres Beispiel dafür, dass sich in kleineren Betrieben durch ganzheitliches Handeln ein Marktvorsprung erarbeiten und zu nachhaltiger Entwicklung beitragen lässt. 

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Völkleswaldhof

Voelkleswaldhof (c) Anja Frey.JPGDer Völkleswaldhofs im Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald ist seit August 2011 ein anerkannter Vorzugsmilchbetrieb. Für die Familie Frey ist Vorzugsmilch der Inbegriff von Natürlichkeit, Frische und Qualität. Sie vermarkten damit eine Milch, die so schonend wie möglich bearbeitet ist. Dass den Milchkühen auf dem Demeter-Hof auch Elternzeit gegönnt wird, also ihre Kälber bei sich haben, solange diese die Muttermilch brauchen, ist eine weitere Besonderheit – und tut den Kälbern wie den Muttertieren gut.

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