Mit Slow Food Youth durch den Sommer

06.08.2020 – Hof Besuch mit dem Fahrrad, Weinverkostungen und die Expertise unseres Netzwerks in einer ZDF Sendung: Das Slow Food Youth Netzwerk bleibt im Sommer aktiv! Updates von den lokalen Gruppen sowie viele interessante Themen und Veranstaltungshinweise gibt es im August-Newsletter. Viel Spaß beim Lesen!

Kohlrabi statt Papaya: Slow Food Youthie beim ZDF(c) ZDF - Kohlrabi statt Papaya.png

Meike Fienitz, Aktivistin bei Slow Food Youth Berlin und Mitautorin des Buches Super Local Food, welches im Rahmen einer Arbeitsgruppe der Slow Food Youth Akademie entstanden ist, erzählt in der Sendung Mehr von Plan B über regionale Superhelden in der Küche. Jetzt ansehen!

Slow Food Youth Hamburg: Schnacken beim Weintasting(c) Sebastian Lindner - SFY Hamburg.jpg

Nach langer Coronapause haben wir gebührend einen Neustart ins soziale Leben gewagt.
Mit einem wunderbaren Winetasting, toll angeleitet von Holger Aßmann. Er hat uns mit seiner Expertise und seinen Geschichten durch den Abend geführt und den Weinneulingen die Basics beigebracht. Er selbst ist drauf und dran, eine Hamburger Slow Food Weingruppe zu gründen - und hat mit uns gleich einige Mitglieder gewonnen. Danke für den schönen Abend, Holger!

Wir haben Riesling, Gewürztraminer und Muskateller probiert, drüber geschnackt und persönlich nach dem eigenen Geschmack bewertet. Besonders die undogmatische Leitline von Holger "alles geht, solange es Spaß macht!" haben wir ausgelebt. :) Der Familienwein wurde dabei genauso mitgebracht wie empfohlenes aus dem Weinladen nebenan. Dazu gab es leckeren Käse, selbstgebackenes Brot und andere Leckereien. In schönster Lage haben wir den Meetingraum vom Wackelpeter auf dem Hamburger Fleischgroßmarkt zur Verfügung gestellt bekommen, von Jens Witt, Geschäftsführer des Wackelpeter und Leiter der Chef Alliance, der täglich zahlreiche Hamburger KiTas mit Bioessen versorgt - Danke dafür!

Slow Food Youth Berlin: Wein, Linsen und Radtour(c) Carla Ulrich - SFY Berlin 1.JPG

Am Samstag, den 1.08. haben wir zu zehnt eine Fahrradtour auf den Demeterhof Landgut Pretschen in Brandenburg gemacht. Dort haben wir über Ansätze erfahren, wie Landwirt*innen mit der steigenden Trockenheit und den sandigen Böden umzugehen. Die Linse stand im Fokus der Besichtigung: Pretschen ist nämlich der einzige Hof in der Gegend, der den Anbau, welcher zur Zeit des Kaiserreiches in Deutschland noch um die 100 000 ha betrug, wieder aufgenommen hat. Ein Sprung in den See hat den Ausflug perfekt gemacht!

Naturwein, und was ihn ausmacht, war das Hauptthema bei unserer Weinprobe in der Renate, in der für uns die im Keller übrig gebliebenen Flaschen geöffnet wurden- von Slowenien bis Deutschland.

Aktionen, Mitmachmöglichkeiten, Webinare

Kostenloser Online-Workshop der AG Solidarische Bäckerei: Eine gemeinsame Backstube - Solidarische Bäckerei

In den letzten 20 Jahren mussten 50% der Handwerksbetriebe schließen. Jetzt ist es Zeit für neue Ideen. Aus einer Vielfalt an Möglichkeiten stellen wir euch die der gemeinschaftsgetragenen Bäckerei vor. Wir wollen uns mit der Frage beschäftigen inwiefern das Prinzip der solidarischen Landwirtschaft (Community Supported Agriculture) auf das Lebensmittelhandwerk übertragbar ist: „Können auch in einer Bäckerei alle  – Konsumierende und Produzierende – Verantwortung übernehmen, mit entscheiden, eine solidarische Finanzierung und eine Bäckerei vor Ort ermöglichen?  Kann das gehen und falls ja, wie? Was bräuchte es dafür?"

18. August je von 16.30 bis 18 Uhr

Anmeldung bis einen Tag vorher unter june@die-freien-baecker.de

Was braucht das Lebensmittelhandwerk?

Unter Lebensmittelhandwerk werden sehr unterschiedliche Handwerksberufe zusammengefasst, die vor ähnlichen Herausforderungen wie andere Berufsgruppen stehen. Dazu gehören beispielsweise der Digitalisierungs- und Innovationsdruck, Fachkräftemangel, Verlust des traditionellen Wissens sowie die Veränderung der Ernährung. Um genauer herauszufinden, was Lebensmittelhandwerker*innen beschäftigt, gibt es eine Online-Umfrage, die sich speziell an Menschen aus dem Lebensmittelhandwerk, der Wissenschaft sowie an Interessensvertretungen und Verwaltung wendet. >> Jetzt teilnehmen!

Spannendes und umfangreiches Programm beim Kongress Zukunft für Alle

Das >>Programm für den >>Kongress Zukunft Für Alle ist online! Der Online-Kongress findet vom 25. bis 30. August statt. Die Teilnehmenden des Kongresses erwartet eine vollgepackte Woche: Podien zur Wirtschaft und Gesellschaft der Zukunft, über 200 Workshops, Räume für Vernetzung und Austausch, zahlreiche Kunst- und Kulturveranstaltungen. Das Kongress-Programm beinhaltet Workshops und Beiträge aus 14 verschiedenen Themensträngen. Diese entsprechen Gesellschaftsbereichen, die für eine sozial-ökologische Transformation zentral sind. Zu jedem der Bereiche findet ein übergreifendes Podium statt, auf dem Vorschläge für die Zukunft dieses Bereiches diskutiert werden. Die drei zentralen Abendpodien finden zu folgenden Themen statt: „Ökonomie der Zukunft“, „Gesellschaft der Vielen“ und „Wie kommen wir zur Utopie?“. Insgesamt sind rund 250 Referierende beteiligt Es gibt Workshops unter anderen zu: Ernährung und Landwirtschaft, Arbeitszeitverkürzung, Mobilitätswende, Solidarische Ökonomien, zum Lieferkettengesetz und einem Gesundheitssystem der Zukunft. Außerdem werden Fähigkeiten für die Zukunft erprobt, wie Organisierung im Netz, Konsensmoderation oder Medienaktivismus. >> Jetzt anmelden!

4. BZfE Forum: Essen wird anders - Ernährung in planetaren Grenzen

Wie erhalten alle Menschen Zugang zu gesundem Essen aus einem nachhaltigen Ernährungssystem? Wie sieht das Ernährungssystem der Zukunft aus? Diesen Fragen widmet sich das BZfE-Forum vom 2. bis 4. September 2020 mit dem Titel: „Essen wird anders – Ernährung in planetaren Grenzen“. BZfE-Foren sollen Veränderungen in der Ernährungswissenschaft und -praxis anstoßen und Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch und Netzwerken bieten. Das 4. BZfE-Forum wird erstmalig als digitale Tagung stattfinden. Die stellvertretende Geschäftsführerin der Regionalbewgung, Brigitte Hilcher, wird als Referentin die Beweggründe der Regionalbewegung vertreten. >> jetzt anmelden!

Seminar zur UN Kleinbauernerklärung (UNDROP) am 11., 15. und 16. September

  • Was: 3-teiliges Seminar zur Umsetzung der UN-Kleinbauernerklärung (UNDROP) in Deutschland

  • Wann: 11., 15. und 16. September 2020

  • Wo: Am 11. und 15. September online und am 16. September in einem ganztägigen Workshop in der Jugendherberge Kassel

Global und lokal – die Umsetzung der UN-Erklärung der Rechte von Bäuer*innen und anderen Menschen, die im ländlichen Raum arbeiten, in Deutschland

Im Dezember 2018 hat die Vollversammlung der Vereinten Nationen eine Menschenrechtserklärung für Bäuer*innen und andere im ländlichen Raum arbeitende Menschenverabschiedet – ein Meilenstein für das Menschenrecht auf Nahrung für kleinbäuerliche Erzeuger*innen und andere sowie für den Kampf um Ernährungssouveränität weltweit. Alle Staaten sind aufgefordert, die Inhalte der Erklärung umzusetzen und damit die Rechte der Menschen, die in der Landwirtschaft und im weiterverarbeitendem Handwerk arbeiten, zu stärken. In einem 3-teiligen Seminar sollen Möglichkeiten der Umsetzung der Erklärung mit internationalen Expert*innen aus der Bewegung und mit Jurist*innen diskutiert und nach konkreten Umsetzungsmöglichkeiten in Deutschland gesucht werden. Das Seminar richtet sich an Menschen, die in der Erzeugung und Weiterverarbeitung von Lebensmitteln aktiv sind, an Multiplikator*innen, an Mitarbeitende aus NGOs sowie alle Unterstützer*innen der UNDROP.

Alle Informationen zu Inhalt und Anmeldung >>hier

Lesestoff und Podcasts 

Degrowing the Food Sector: How to Build Democratic Food Policies (Degrowth Conference Vienna 2020)

Ziel der Podiumsdiskussion ist es, ein gemeinsames Verständnis dafür zu entwickeln, wie ein sozial und ökologisch nachhaltiges Ernährungssystem aussehen kann. Um dies zu erreichen, greifen wir auf bestehende Praktiken und Strategien lokaler und regionaler Initiativen zurück, die nachhaltige Ernährungssysteme fördern. Es gibt bereits eine Vielzahl von Kollektiven, Netzwerken und Ernährungssystemansätzen, die Chancen schaffen und greifbare Beispiele und Visionen bieten, wie eine Wachstumsgesellschaft aussehen könnte. Diese Initiativen bieten genau solche Beispiele, von denen wir lernen können. Die Leitfrage des Panels ist daher, inwieweit Strategien, die von diesen Initiativen eingesetzt werden, als Strategie für Degrowth dienen können. Jetzt ansehen!

Internationale Studie „Falsche Versprechen: Die Allianz für eine Grüne Revolution in Afrika"

In einer >>internationalen Studie dokumentieren die Rosa-Luxemburg-Stiftung, Brot für die Welt, FIAN Deutschland, Forum Umwelt und Entwicklung, INKOTA-netzwerk sowie fünf Partnerorganisationen aus Mali, Kenia, Sambia und Tansania die dramatischen Folgen der Allianz für eine Grüne Revolution (AGRA) für kleinbäuerliche Erzeuger*innen in den 13 afrikanischen Schwerpunktländern der Initiative. Die Studie belegt: Der AGRA-Ansatz ist an den eigenen Zielen gescheitert. Vierzehn Jahre nachdem die Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung die Agrarallianz gegründet hat, hungern 30 Prozent mehr Menschen in den 13 AGRA-Schwerpunktländern und das Verschuldungsrisiko für Kleinbäuerinnen hat sich erhöht. Zudem werden traditionelle klimaresistente und nährstoffreiche Nahrungsmittel verdrängt. Die Herausgeber*innen der Studie fordern die Bundesregierung deshalb auf, die politische und finanzielle Unterstützung von AGRA einzustellen und stattdessen Agrarökologie stärker zu fördern.

So schaffen wir die Ernährungsrevolution in Nord und Süd

15 Protagonist*innen zeigen in zweimal 17 Filmminuten, dass Veränderung möglich ist. Pionierprojekte in Frankfurt und in Rio de Janeiro werden besucht. Denn die Menschen im globalen Süden und im globalen Norden stehen oftmals vor denselben Herausforderungen: Gesundes Essen aus einer intakten Natur ist keine Selbstverständlichkeit mehr. Und wir können von einander lernen. Die Filme sind das Ergebnis einer zweijährigen Kooperation des Bundeszentrums für Ernährung mit Misereor. >> Teil 1: Frankfurt am Main und >> Teil 2: Rio de Janeiro

Podcast: Werkverträge und Ausbeutung: Arbeitsbedingungen in der Tierindustrie

Podcast Angebot vom "gemeinsam gegen die Tierindustrie". In der zweiten Folge von „Gemeinsam lauschen – Der Podcast gegen die Tierindustrie“ beschäftigen wir uns mit den Arbeitsbedingungen in der Tierindustrie. Wie hängt die Ausbeutung von Menschen und Tieren zusammen? Welche Erfahrungen machen Werkvertragsarbeiter*innen in Schlachthöfen und Mastanlagen? Wir haben mit zwei Personen gesprochen, die uns aus erster Hand bzw. aus vielen Beratungsgesprächen mit Betroffenen in Niedersachsen berichten konnten. Dazu haben wir wieder Informationen aus unserem Watchblog zur Tierindustrie für euch zusammengestellt.

Stellenausschreibungen: Ehrenamt, Jobs und Praktika

Studentische Hilfskraft für Social Media bei Slow Food Deutschland ab dem 1. September

Slow Food Deutschland e.V. sucht zum 01.09.2020 eine*n Mitarbeiter*in auf 450.00 € Basis für die Geschäftsstelle Berlin. Zum Tätigkeitsbereich zählt unter Anderem die Unterstützung bei der Kreation von Social Media Content, Ideen- und Themengenerierung sowie Mitarbeit am Community-Management. Bewerbung bis zum 15. August ausschließlich per E-Mail an Sarah Niehaus unter s.niehaus@slowfood.de

Bürosachbearbeitung: BÖLN Forschungsmanagement

Die Bundesanstalt für Ernährung und Landwirtschaft sucht eine Bürosachbearbeitung für das Referat 332 – Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft. Zu den Tätigkeiten zählt unter anderem die Erfassung und Verwaltung der Unterlagen zu Forschungs- und Entwicklungsvorhaben sowie für Maßnahmen zum Technologie- und Wissenstransfer im Bereich Forschungsmanagement des Bundesprogrammes Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft und der Eiweißpflanzenstrategie. >> Zur Ausschreibung

MA-/BA-Arbeiten im Projekt Nahrungsraum Stadt: Urbanisierung & Food Politics

Wie wirkt sich das Ernährungssystem auf Urbanisierungsprozesse aus? Die studentische (Stadt-) Forschungsgruppe sucht Studierende, die im Rahmen des Projekts "Nahrungsraum Stadt" ihre Master- oder Bachelorarbeit schreiben wollen. Für weitere Infos finden am 15. und 22. Oktober um 17 Uhr offene Treffen statt, um Fragen zu beantworten und den weiteren Verlauf des Projekts gemeinsam zu bestimmen. Wenn du Fragen oder Interesse hast, dich an dem  Projekt zu beteiligen, dann schreibe eine E-Mail an goeznicolas@gmail.com. >> Zur Ausschreibung

Save the Date: kommende Termine

25.-30. August: Kongress Zukunft für Alle
02.-04. September: BZfE Forum: Essen wird anders - Ernährung in planetaren Grenzen
22. September, 19:30 Uhr: Der nächste Slow-Food-Youth-Call

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>> Weitere Infos zu Slow Food Youth

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