Aktuelles

Bienentag mit Auftakt zum Volksbegehren Artenschutz in Baden-Württemberg

14.05.2019 - Mit einem großen Bienen-Aktionstag startet am Sonntag, 19. Mai, das Volksbegehren Artenschutz in Baden-Württemberg. Los geht es um elf Uhr auf dem Züblin-Parkhaus in Stuttgart. Auf Einladung von Slow Food Deutschland e.V., proBiene - Freies Institut für ökologische Bienenforschung und dem Bienenschutz Stuttgart e.V. wird es ein breites Angebot rund um das wichtigste Nutztier der Welt geben – die Biene. Der Tag wird anlässlich des Weltbienentages ausgerichtet (20. Mai) und ist der Startschuss für die Sammlung der 10.000 notwendigen Unterschriften für die Beantragung des Volksbegehrens Artenschutz Rettet die Bienen beim baden-württembergischen Innenministerium.

Ferkelkastration mit Isofluran schadet Tier, Mensch und Umwelt

09.05.2019 - Seit die betäubungslose Ferkelkastration im vergangenen Jahr bis 2021 verlängert wurde, suchte Bundesministerin Klöckner nach einer Möglichkeit, um das Leid der Ferkel zu mindern. Ihre vermeintliche Lösung gab sie gestern zum Beschluss ins Bundeskabinett. Sie heißt: Isofluran! Landwirtinnen und Landwirte sowie andere sachkundige Personen können es künftig bei der Ferkelkastration einsetzen. Für Rupert Ebner, Tierarzt und Vorstandsmitglied von Slow Food Deutschland, stellt das nicht nur einen groben Verstoß gegen das geltende Arzneimittelrecht dar.

Einspruch unterzeichnen: Kein Patent auf Fische, Hühner, Schweine und Kühe!

09.05.2019 - Das Europäische Patentamt (EPA) hat ein Patent auf Lachse erteilt, die mit bestimmten Pflanzen gefüttert wurden (EP1965658). Patentiert wurde das Futtermittel, die Haltung der Fische und ihre Fütterung, die Fische selbst, sowie das Fischöl. Die Fische sollen mit herkömmlichen oder auch gentechnisch veränderten Pflanzen gefüttert werden. Lebensmittel, die von diesen Lachsen stammen, sollen in der Folge einen erhöhten Gehalt an Omega-3-Fettsäuren aufweisen. Derartige Fettsäuren werden oft als gesundheitlich wertvoll bezeichnet. Diese Idee ist keineswegs neu: Es ist bekannt, dass beispielsweise die Milch von Kühen, die auf der Weide gehalten werden und dort grasen, einen höheren Gehalt an derartigen Fettsäuren aufweist.

Fakten zur Gemeinsamen EU-Agrarpolitik: Darum geht die EU-Wahl 2019 uns alle an

16.05.2019 - Am 26. Mai 2019 ist Europa-Wahl in Deutschland. Warum betrifft uns das und warum sollte man wählen gehen? Essen ist politisch und über die Zukunft unseres Essens wird maßgeblich auf EU-Ebene entschieden! 2019 wird z. B. über die neue Gemeinsame EU-Agrarpolitik entschieden. Diese bestimmt, welche Landwirtschaft die EU jährlich mit 60 Milliarden Euro EU-Agrargeldern unterstützt und wohin die Gelder fließen. Für die Agrarindustrie oder eine faire Landwirtschaft? Mit einer Online-Kampagne gibt Slow Food Antworten auf die Fragen: Was hat unser Essen mit der EU-Agrarpolitik zu tun? Welchen Einfluss hat sie auf unser Lebensmittelsystem?

EU-Wahl 2019: Unsere Vision für Europa

07.05.2019 - In den letzten Jahren wurden die Einheit und die Werte der Europäer auf zahlreiche harte Proben gestellt. Vom 23. bis 26. Mai werden Millionen Europäer in die Wahllokale strömen, um ihre Stimme für die Wahlen des Europäischen Parlaments abzugeben. Diese Europawahlen sind richtungsweisend für die Zukunft Europas. Die EU trägt zum Beispiel durch die Förderung der industriellen Landwirtschaft innerhalb und außerhalb der europäischen Grenzen maßgeblich zum Artenschwund und Klimawandel bei. Deswegen macht Slow Food deutlich, warum eine jede EU-Bürgerin und ein jeder EU-Bürger Ende Mai wählen gehen sollte und richtet sich in einem „Manifest“ mit klaren Forderungen zur Gemeinsamen EU-Agrarpolitik und Zukunft Europas an die EU-Kandidaten.

Wir müssen die Biodiversität jetzt schützen, um die Zukunft von morgen zu sichern

07.05.2019 – Gestern hat der Weltbiodiversitätsrat (IPBES) der Vereinten Nationen seinen ersten Bericht zum globalen Zustand der Biodiversität veröffentlicht. Eine Million Tier- und Pflanzenarten sind demnach durch Eingriffe des Menschen in die Natur und vor allem den Lebensstil der Industrienationen aktuell vom Aussterben bedroht. „Ein weiteres unmissverständliches Warnsignal, welches die Slow-Food-Forderung an die Politik unterstreicht, endlich Maßnahmen zum Erhalt der biologischen Vielfalt zu ergreifen. Zugleich wichtig es ist, dass jeder Einzelne von uns seinen Lebensstil so verschlankt, dass er in die Grenzen des Planeten passt“ so Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland.

Auftakt für Slow-Food-Bildungsprojekt "Edible Connections"

03.05.2019 - Die Evangelische Schule Köpenick und die Deutsche Schule in Nairobi, Kenia, gaben am 13. März mit einem ersten Live-Call per Videoschaltung den Auftakt zum Projekt "Edible Connections". Das Schulprojekt "Edible Connections" ist ein Bildungsprojekt der Slow Food Deutschland gUG, bei dem zwei Schulklassen über Kontinental- und Sprachgrenzen hinweg an zukunftsfähigen Lösungen für unser Lebensmittelsystem arbeiten. Um dies in Echtzeit tun zu können, nutzen sie sowohl Videokonferenzen als auch die sozialen Medien. Ein Video-Beitrag veranschaulicht die Eindrücke des ersten Projekttages....

Markthelden 2019: „Unsere Milchkühe haben Elternzeit“

03.05.2019 - Auf der Slow Food Messe Ende April 2019 präsentierten erneut über 400 Genusshandwerkerinnen und -handwerker Lebensmittel, die im Sinne der Slow-Food-Philosophie produziert werden. Einige der ausgestellten Produkte erhielten in diesem Jahr erstmalig die Auszeichnung „Marktheld“ – so zum Beispiel die Demeter-Vorzugsmilch des Völkleswaldhofs im Naturpark Schwäbisch-fränkischer Wald. Die rund 92.000 Besucherinnen und Besucher der Stuttgarter Frühjahrsmessen mit der Slow-Food-Messe konnte sie direkt vor Ort kosten! Ein Gespräch mit Milchbäuerin Anja Frey über die Erzeugung eines Milchpremiumprodukts.

End of Fish Day 2019: Weserrundfahrt mit Fischereiexperten in Bremen

02.05.2019 - Wie steht es um die Fischbestände in den Weltmeeren, wie entwickelt sich der globale Fischkonsum und wie könnte eine zukunftsfähige Fischereiwirtschaft aussehen? Diesen Fragen widmete sich eine Expertenrunde auf der MS Friedrich in Bremen. Anlass war eine Weserrundfahrt mit 45 Teilnehmenden am End of Fish Day, dem 5. April 2019. Slow Food Deutschland, Fair Oceans und Brot für die Welt haben diesen Tag erstmals ausgerufen, um auf den kritischen ökologischen Zustand der Meere aufmerksam zu machen.

„Zu wissen, woher Fleisch kommt, gehört zur Bildung.“

30.04.2019 - Die Unterschiede zwischen industrieller und handwerklicher Fleisch- und Milchverarbeitung standen im Mittelpunkt des zweiten Themenwochenendes der Slow Food Youth Akademie 2019. Die 27 Teilnehmer waren vom 12. bis 14. April im Schloss Kirchberg in Hohenlohe bei der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall (BESH) zu Gast. Der gelernte Metzger und Teilnehmer der SFY-Akademie Daniel Rögelein (33) berichtet Slow Food, wie er das Wochenende erlebt hat.

Startschuss für die 12. Slow-Food-Messe „Markt des guten Geschmacks“

26.04.2019 - Mit rund 450 Lebensmittelhandwerkern ist der „Markt des guten Geschmacks – die Slow Food Messe" in Stuttgart am Donnerstag gestartet. Noch bis Sonntag bieten Lebensmittelproduzenten aus ganz Europa ihre guten, sauberen und fairen Produkte an. Ab diesem Jahr finden Besucherinnen und Besucher der Messe erstmalig Markthelden-Produkte vor.

World Disco Soup Day 2019: Nachwuchs sagt „Nein“ zur Lebensmittelverschwendung

24.04.2019 - Am 27. April organisiert das internationale Jugendnetzwerk von Slow Food (SFYN) zum dritten Mal den World Disco Soup Day. In knapp 40 Ländern nutzen junge Frauen und Männer an diesem Tag nicht marktfähiges Gemüse von lokalen Höfen und bereiten daraus ein gemeinsames Essen zu, begleitet von Musik, Tanz und Diskussionsrunden. Sie setzen damit ein öffentliches Zeichen gegen das gravierende Ausmaß an Lebensmittelverschwendung und motivieren Verbraucherinnen und Verbraucher, Lebensmittel wertzuschätzen statt sie zu verschwenden. In Deutschland finden Schnippeldiskos in Stuttgart, Leipzig, Bremen, Fulda, Göttingen, Braunschweiger Land, Lüneburg und Lübeck statt.

Frühjahrsstürme – oder Klimawandel in Aktion

24.04.2019 - Der Mittlere Westen der USA ist von den Folgen einer Flutkatastrophe stark gebeutelt. Extreme Wetterereignisse in Folge des Klimawandels führten zunächst zu einer arktischen Kälten, gefolgt von extremen Regenfällen. Ganze Landstriche haben sich in Seenlandschaften verwandelt, der Ausnahmezustand ist ausgerufen, die Existenz von Landwirtinnen und Landwirten steht auf dem Spiel und ein Ende ist noch nicht in Sicht.

Chef-Alliance-Koch Bernhard Wolf im Interview

23.04.2019 - „Wir brauchen keine Avocado!“ sagt Bernhard Wolf, Mitglied in der Chef Alliance von Slow Food Deutschland. In seinem Restaurant „machtSINN“ in Gmund am Tegernsee kocht er radikal regional, weil genau das Sinn für ihn macht und seine Gäste begeistert. Während der Slow-Food-Messe bringt er Besucherinnen und Besuchern die Frühlingsküche näher und im Mai ist er zu Gast auf der Slow Fish 2019. Worauf es ihm in der Küche ankommt - das berichtet er im Interview.

Markthelden 2019 „Zeit ist unser fünfter Rohstoff.“

17.04.2019 - Ausgewählte Produkte der Familienbrauerei Tettnanger Krone tragen auf der diesjährigen Slow Food Messe den Titel "Marktheld". Fritz Tauscher III., Brauereichef in siebter Generation, erklärt, wie sich seine handwerklicher Brauerei von industriellen Brauverfahren unterscheidet und im Geschmack wiederspiegelt.

Markthelden 2019: „Ich bin Teil des Naturkreislaufs.“

16.04.2019 - Auf der Slow Food Messe vom 25. bis 28. April 2019 präsentieren Genusshandwerkerinnen und -handwerker Lebensmittel, die im Sinne der Slow Food Philosophie produziert werden. Dies wird in einer Ausstellungsordnung geregelt. Produkte, die das Slow-Food-Qualitätsverständnis noch umfassender erfüllen, erhalten die Auszeichnung „Marktheld“ – so zum Beispiel Erzeugnisse von Hans-Jörg Wilhelm. Ein Gespräch mit dem Obstwinzer über seine prickelnden Getränke und ihre Herstellung.

Auf zum Markt des guten Geschmacks!

15.04.2019 - Vom 25. bis 28. April findet in Stuttgart zum 13. Mal der »Markt des guten Geschmacks – die Slow Food Messe« statt. Über 400 Genusshandwerkerinnen und -handwerker aus ganz Europa präsentieren dort wieder ihre Spezialitäten. Diese teilt Slow Food 2019 erstmalig ein in: konventionell, Bio nach EU-Öko-Verordnung und Slow Food Markthelden. Was dahinter steckt, das erzählen Klaus Flesch, stellvertretender Vorsitzende von Slow Food Deutschland, und Claudia Nathansohn, Geschäftsstelle Slow Food Deutschland, im Interview.

Frisch aufgetischt: Fisch zu Ostern

15.04.2019 - In vielen bundesdeutschen Haushalten kommt er an Karfreitag auf den Tisch: Der Fisch! Das hat lange Tradition. Doch verbinden Verbraucherinnen und Verbraucher mit kaum einem Nahrungsmittel heute so viel Unsicherheit wie mit dem Fisch. Viele fragen sich, ob er aufgrund von Überfischung überhaupt noch auf der Festtafel gereicht werden darf. Für Slow Food Deutschland ist ausschlaggebend, Fisch als etwas Besonderes zu genießen und auf die Wahl der Fischart und ihrer Bezugsquelle zu achten.

Kaufland im Liebestaumel

05.04.2019 - Der Kaufhausriese wird von seinen Gefühlen übermannt und startet eine neue internationale Werbekampagne. Essen ist künftig weder Fisch noch Fleisch, sondern Liebe, Freiheit, Hingabe und noch viel mehr. Die Marketingabteilung fährt große Geschütze auf.

End of Fish Day 2019: Sicherung der Fischbestände nur durch globale Verantwortung für Fischerei und Meere möglich

04.04.2019 - Am 5. April rufen Slow Food Deutschland, Fair Oceans und Brot für die Welt erstmals den End of Fish Day aus. An diesem Tag verbraucht Deutschland für das laufende Jahr 2019 rein rechnerisch die letzten, unter deutscher Flagge gefangenen oder in Aquakultur erzeugten Fische und Meeresfrüchte. 74 Prozent der bei uns konsumierten Fische und Meeresfrüchte stammen aus Importen. Auch durch den übermäßigen Fischverbrauch von Industrienationen wie Deutschland kommt es dazu, dass laut Welternährungsorganisation in den Ozeanen mittlerweile mehr als 33 Prozent der Fischbestände überfischt sind.

Karpfennarrisch in der Oberpfalz

03.04.2019 - Obwohl Karpfen zu den wenigen Fischarten gehören, deren Bestand nicht bedroht ist, hat er für viele Fischesserinnen und -esser kein besonders gutes Image. Ganz anders in der Oberpfalz, dort wird er heiß geliebt – und nachhaltig gezüchtet, beispielsweise von Klaus Bächer.

„Ich kann nicht Karottenmus predigen und Leberwurstbrot essen“

01.04.2019 - Hubert Hohler (57) arbeitet seit über zwanzig Jahren als Küchenchef in der Klinik Buchinger Wilhelmi in Überlingen, die für ihre vegetarische Bio-Gourmetküche bekannt ist. 2007 schloss er sich der Slow-Food-Bewegung an und gründete die lokale Gruppe Slow Food Bodensee. Nun ist er auch Mitglied des Slow-Food-Netzwerks für Köche, der Chef Alliance, geworden. Im Interview berichtet er, wie er Gesundheit und Genuss zusammenbringt....

Zum Wohl!

01.04.2019 - Die staatliche Tierwohl-Initiative unseres Bundeslandwirtschaftsministeriums war sehr lange Zeit in der Pipeline. Im Februar wurde sie nun endlich vorgestellt. Ihr Ziel: Die Lebensbedingungen unserer Nutztiere von Geburt bis zur Schlachtung deutlich zu verbessern. Angesichts des Ergebnisses fragt sich Ursula Hudson besorgt, wo die Köpfe dieser Initiative ihren gesunden Menschenverstand gelassen haben.

Klimawandel und die Folgen: Jammern hilft nicht

17.04.2019 - Der Hitzesommer 2018 mit hohen Temperaturen und geringem Niederschlag war für kleine Erzeugerhöfe besonders schwierig und konnte sogar existenzbedrohend sein. Durch einen Besuch beim Capriolenhof in der Uckermark erfahren wir mehr über die Folgen der Dürre und wie sich ein kleiner Betrieb in Zukunft gegen die klimatischen Veränderungen wappnen kann...

Vermeintliche Heilsbringer

28.03.2019 - In diesem Kommentar äußert sich Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland, zum Thema Biolebensmittel in Discountern. Bio-Lebensmittel haben die Nische verlassen und finden sich mittlerweile in vielen Discounter-Supermarktregalen. Eine echte Wertigkeit von Lebensmitteln widerspricht der Grundlage des Discounts, meint Slow Food....

Chef-Alliance-Koch Thomas Sampl zu "gut, sauber, fair"

27.03.2019 - In der Hobenhöök bietet Thomas Sampl regionale und saisonale Lebensmittel und daraus zubereitete norddeutsche Speisen an. Wie er das umsetzt, seinen eigenen Ansprüchen dabei gerecht wird und seine Gäste überzeugt, davon berichtet er im Interview mit Slow Food Deutschland.

Großer Auftritt für kleine Fische in Hamburg

26.03.2019 - Zum Thema »Welcher Fisch zu Ostern?« zeigten Thomas Sampl und sein Küchenteam interessierten Slow-Food-Gästen im Februar in der Hamburger »Hobenköök«, wie nachhaltiger Fischgenuss mit heimischen, wenig bekannten und kleinen Fischen heute möglich ist.

Garten-Tipp: Kräuter für Menschen und Bienen

25.03.2019 - Bald beginnt die Gartensaison, es wird wieder gepflanzt, geerntet und gegessen. Doch können wir die Beete nicht nur für die menschliche Ernährung nutzen: Mit den Blüten der richtigen Kräuter und Gemüsesorten fördern wir auch gefährdete Wildbienen und andere Insekten. Als Gegenleistung bestäuben sie unsere Nutzpflanzen.

Forschungsstand zum Thema Hülsenfrüchte

22.03.2019 - Von 2017 bis 2021 läuft das europäische Forschungsprojekt TRUE zu Hülsenfrüchten an der Universität Hohenheim. Slow Food Deutschland ist einer von 24 Partnern aus Praxis und Wissenschaft, die daran beteiligt sind. Das TRUE-Projekt zielt unter anderem darauf ab, Hülsenfrüchte wieder auf die Speisepläne zu bringen und als alternative Eiweißquelle zu tierischen Produkten zu nutzen, denn aus Klima- un Umweltsicht muss der Konsum tierischer Produkte dringend reduziert werden. Im Interview berichtet Sabine Zikeli vom Zentrum für Ökologischen Landbau der Universität Hohenheim, die auch am Projekt beteiligt ist, über den Forschungsstand zum Thema Hülsenfrüchte.

28 Teilnehmende für das neue Jahr der Slow Food Youth Akademie

22.03.2019 - Am 22. März starten 28 junge Erwachsene das Weiterbildungsprogramm von Slow Food Deutschland, bei dem sie unter anderem auf dem Acker, dem Schlachthof, dem Fischkutter, in der Backstube und in Brüssel, dem Zentrum europäischer Politik Station machen. An acht gemeinsamen Wochenenden setzen sie sich damit auseinander, wie Lebensmittel hergestellt und weiterverarbeitet werden und wer darüber entscheidet. Expertinnen und Experten aus Landwirtschaft und Handwerk, Gastronomie und Handel, Wissenschaft und Politik begleiten sie dabei.

Slow Fish 2019 in Genua

Die neunte Slow Fish findet vom 9. bis 12. Mai 2019 im Alten Hafen von Genua in Italien statt. Das internationale Slow-Food-Event widmet sich alle zwei Jahre dem Thema nachhaltige Fischerei und den Herausforderungen mariner Ökosysteme. Neben spannenden inhaltlichen Vorträgen erwarten Besucherinnen und Besucher viele leckere Köstlichkeiten aus dem Meer.

Weltverbrauchertag 2019: Was Slow Food Deutschland fordert

14.03.2019 - Zum Weltverbrauchertag 2019 am 15. März fordert Slow Food Deutschland von der Politik, Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, damit Verbraucherinnen und Verbraucher zwischen nährstoffreichen Lebensmitteln auswählen können, die auf ethisch sowie ökologisch verträgliche Weise hergestellt und gehandelt werden. Auch was sich Menschen aus unserem Netzwerk zum Weltverbrauchertag wünschen, lesen Sie hier. Wir haben drei Leitungen unserer regionalen Gruppen dazu befragt.....

Interview mit Chef Alliance Koch Manuel Reheis

12.03.2019 - Das Restaurant Broeding ist in München seit über 25 Jahren eine Institution der gehobenen Gastronomie. Küchenchef Manuel Reheis war von Anfang an dabei. Er begeistert sich für regionale Zutaten und den unverfälschten Geschmack von Lebensmitteln. „Ich kreiere beispielsweise lieber etwas, das eigenständig neben den kaltgeräucherten Saibling von meinem Fischer auf den Teller kommt, anstatt den Fisch geschmacklich zu verändern“, beschreibt er seinen Ansatz. Seit Januar ist Reheis neues Mitglied der Slow Food Chef Alliance.

Internationaler Tag des Artenschutzes: Zukunft unserer Ernährung mit der Gabel sichern

01.03.2019 - Anlässlich des internationalen Tags des Artenschutzes am 3. März fordert Slow Food Deutschland die Politik auf nationaler, EU- sowie internationaler Ebene auf, die Weichen für den Erhalt des Artenschutzes endlich richtig zu stellen. Laut eines neuen FAO-Berichts ist die biologische Vielfalt Voraussetzung, um uns auch künftig mit Lebensmitteln versorgen zu können. Deshalb möchte Slow Food auch Verbraucherinnen und Verbraucher anregen, mit Freude und Genuss zur Ernährungssicherung beizutragen, indem sie die Vielfalt sowie alte Sorten ihrer Regionen auf den Teller bringen.

Weiterer ‘Gentechnik-Monster-Mais’ vor Zulassung für Import

27.02.2019 - Wie Testbiotech gestern berichtete, hat die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA sich für die Zulassung weiterer umstrittener Gentechnik-Mais-Varianten der Firma Bayer (Monsanto) ausgesprochen. In ihren aktuellen Bewertungen vom Januar 2019 geht es um zwei Zulassungsanträge für Mais, bei dem durch mehrere Kreuzungen verschiedene gentechnisch veränderte Eigenschaften kombiniert wurden. Im Ergebnis sind die Pflanzen gegenüber bis zu vier Wirkstoffgruppen von Herbiziden (Glyphosat, Glufosinat, 2,4-D und AOPP) resistent und produzieren bis zu sechs Insektengifte. Slow Food verurteilt diese Entscheidung als fahrlässig gegenüber unserer Gesundheit und appelliert an Verbraucher, nachzufragen, wo ihre Lebensmittel herkommen und wie sie erzeugt wurden, um gentechnikfreie Lebensmittel auf den Tisch zu bringen.

Biodiversitätsverlust: Wir steuern auf den Kollaps des Ernährungssystems zu

25.02.2019 - Das derzeitige industrielle Agrarmodell und Lebensmittelsystem ist dabei, sich selbst zu zerstören, und uns mit ihm: Das ist die Schlussfolgerung des letzte Woche von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) veröffentlichten Berichts „Zustand der weltweiten Biodiversität und dessen Auswirkungen auf Ernährung und Landwirtschaft“. Der Bericht enthält alarmierende Details über die irreversiblen und katastrophalen Folgen des rapiden Verlusts der biologischen Vielfalt und erläutert, wie diese künftig die Ernährungssicherheit gefährden werden.

Nationale Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung setzt nicht an der Wurzel des Problems an

22.02.2019 – Die im Bundeskabinett verabschiedete Nationale Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung von Bundesernährungsministerin Julia Klöckner zielt darauf ab, die Lebensmittelverschwendung in Deutschland gemäß der EU-Vorgabe pro Kopf auf Einzelhandels- und Verbraucherebene bis 2030 zu halbieren. Slow Food Deutschland begrüßt zwar das Ziel, kritisiert jedoch, dass die Strategie die Wurzel des Problems, nämlich systemimmanente Probleme, sowie Vorernteverluste nicht in den Blick nimmt.

Bewusster Genuss beim "Markt des guten Geschmacks" in Stuttgart

21.02.2019 - Vom 25. bis 28. April öffnet eine außergewöhnliche Genussmesse in Stuttgart ihre Tore: der „Markt des guten Geschmacks – die Slow Food Messe“. 450 Genusshandwerker aus ganz Europa präsentieren auf der Leitmesse von Slow Food Deutschland eine einzigartige Vielfalt regionaler, traditionell handwerklich hergestellter Spezialitäten.

Aufruf zur Protestaktion am Europäischen Patentamt in München

20.02.2019 - Über 20 Organisationen rufen zu einer gemeinsamen Protestaktion am Europäischen Patentamt (EPA) am 27. März in München auf. An diesem Tag trifft sich der Verwaltungsrat des EPA, in dem die 38 Vertragsstaaten vertreten sind. Auf der Agenda: Patente auf Pflanzen und Tiere aus herkömmlicher Züchtung. Zu den Beratungen des Verwaltungsrates ist nur die Industrie eingeladen. Die Organisationen wollen mit ihrem Aufruf sicherstellen, dass die Interessen der Allgemeinheit nicht außen vor bleiben.

Innovationsprinzip droht Vorsorgeprinzip auszuhebeln

19.02.2019 - In wenigen Tagen gibt der Rat der Europäischen Union seine Position zum Forschungs- und Innovationsprogramm „Horizon Europe“ bekannt. Da das Innovationsprinzip in das neue Horizon Europe Programm aufgenommen wurde, fordert Slow Food Europe die Entscheidungsträger auf, diesen Entschluss rückgängig zu machen und das Vorsorgeprinzip als einziges Standardprinzip des neuen Horizon Programms beizubehalten.

Hülsenfrüchte: Hoffnung der Agrarwissenschaft

19.02.2019 - Hülsenfrüchtler wie Bohnen, Erbsen und Linsen sind ein wichtiges Thema in der ökologischen Landwirtschaft. Gute Eigenschaften sowohl für den Ackerbau als auch für die Ernährung verschaffen ihnen diese Aufmerksamkeit. Slow Food Deutschland und Vivaorganic luden am vergangenen Freitag zum BioFach-Kongress nach Nürnberg ein, um das Thema näher zu beleuchten. Ein Bericht von Katharina Heuberger.

Bayerns Bienenrevolution

15.02.2019 - Direkt vor unserer Nase findet ein gewaltiges Artensterben statt. Auf deutschen Äckern werden Insekten, Vögel und viele andere Wildtiere in einem nie gekannten Ausmaß ausgelöscht. Eine wesentliche Schuld daran trägt die industrielle Aufrüstung unserer Landwirtschaft. In Bayern könnte der Volkswille jetzt in einem Gesetz münden, das Naturschutz und Landbewirtschaftung mit einander versöhnt. Slow Food Deutschland gehört zu den Unterstützern dieser Initiative. Ein Bericht von Katharina Heuberger.

Neuer IPES Bericht: Hin zu einer Gemeinsamen Lebensmittelpolitik für Europa

11.02.2019 – Am 7. Februar 2019 veröffentlichte IPES, das Panel of Experts on Sustainable Food Systems, seinen Vorschlag für eine Gemeinsame Lebensmittelpolitik für Europa. Slow Food war einer der ganz wichtigen Akteure, die über einen Zeitraum von drei Jahren diesen konkreten Plan für die Umgestaltung des aktuellen europäischen Lebensmittelsystems ausgearbeitet haben. In einem sind sich alle Mitwirkenden einig: Es führt kein Weg daran vorbei, die Gemeinsame EU-Agrarpolitik in eine ressortübergreifende EU-Lebensmittelpolitik zu überführen. Anders lässt sich der dringend nötige Wandel hin zu einem zukunftsfähigen Lebensmittelsystem nicht bewerkstelligen.

Slow Food nimmt seinen 5.000sten Passagier in die Arche auf

08.02.2019 - Mit dem internationalen Projekt „Arche des Geschmacks“ schützt Slow Food seit 1999 vom Aussterben bedrohte Nutztierrassen, Gemüse- und Obstsorten sowie Lebensmittel, die mit handwerklichem Können und Wissen hergestellt werden. Nach dem Motto „Essen, was man retten will“ macht Slow Food diese Erzeugnisse und Techniken wieder bekannt und schützt die biokulturelle Vielfalt weltweit. Der Honig der Gurma aus der Region Tapoa in Burkina Faso ist der 5.000ster Passagier. In Deutschland zählt die Arche aktuell 73 Passagiere.

Mangelnde Tiefe

07.02.2019 - Vielen Ernährungsempfehlungen fehlt ein kritischer Blick auf das System. Das meint Slow Food Deutschland Vorsitzende Ursula Hudson und nimmt in diesem Kommentar die auf uns in Magazinen und Zeitschriften hereinprasselnden Ernährungsempfehlungen unter die Lupe, die mehrheitlich von vermeintlichen Versprechen von Entgiftung, Gewichtsverlust und Gesundheit zeugen, denen aber oft ein kritischer Blick auf das System fehlt.

Volksbegehren in Bayern: Ihre Stimme für die Artenvielfalt

05.02.2019 - Gerade läuft das Volksbegehren Artenvielfalt „Rettet die Bienen“: Zwischen 31.01. und 13.02.2019 ist die Eintragungsfrist und es müssen mindestens 1 Million Menschen in die Rathäuser/Eintragungsorte in Bayern gehen, damit ein wirksames Artenvielfalt-Gesetz entstehen kann. Slow Food Deutschland Vorsitzende Ursula Hudson ermutigt mit dieser Videobotschaft alle Bayerinnen und Bayern, ihre Stimme für den Erhalt der Artenvielfalt und den Schutz der Bienen und Insekten abzugeben.

Nach Masseneinspruch: Syngenta-Patent auf Tomaten widerrufen

31.01.2019 - Nach einem Masseneinspruch hat der Konzern Syngenta jetzt sein europäisches Patent auf Tomaten zurückgezogen. Das Europäische Patentamt (EPA) hat das Patent EP1515600 bereits offiziell widerrufen. Syngenta beanspruchte Saatgut, Pflanzen und Früchte als Erfindung, die aus Kreuzungen mit Tomaten aus Peru und Chile stammen und deswegen einen erhöhten Vitamingehalt haben sollen. Die Tomaten sind nicht gentechnisch verändert, sondern stammen aus herkömmlicher Züchtung. Am Einspruch hatten sich 2017 etwa 65.000 Bürgerinnen und Bürger aus 59 Ländern sowie 32 Organisationen beteiligt.

„Der Agrarindustrie den Geldhahn abdrehen!“: 35.000 fordern von Ministerin Klöckner eine EU-Agrarreform für Bauern, Tiere und Umwelt

19.01.2019 - Eine zukunftsfähige Agrarreform – das fordern 35.000 Menschen bei der „Wir haben es satt!“-Demonstration zum Auftakt der „Grünen Woche“ in Berlin. „Lautstark, bunt und entschlossen haben wir heute Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner einen unmissverständlichen Auftrag gegeben: Schluss mit der falschen Agrarpolitik“, erklärt „Wir haben es satt!“-Sprecherin Saskia Richartz im Namen der über 100 Organisationen, die zur Demonstration aufgerufen haben.

Bundesregierung muss Potenzial von Agrarökologie nutzen

18.01.2019 - Armut, Hunger, Artensterben, Bodenzerstörung, Klimakrise – hunderte Millionen von bäuerlichen Erzeugerinnen und Erzeugern sind davon betroffen. Die industrielle Landwirtschaft bedroht nachweislich die Existenz (klein-)bäuerlicher Erzeuger und gefährdet die natürlichen Lebensgrundlagen hierzulande und im globalen Süden. In einem heute veröffentlichten Positionspapier fordern 56 zivilgesellschaftliche Organisationen die Bundesregierung auf, Agrarökologie zum zentralen Förderkonzept zur Armutsbekämpfung und zur Anpassung an die Klimakrise zu machen und sie als Grundlage für eine Reform der EU-Agrarpolitik zu nutzen. Das Konzept ist wissenschaftlich fundiert, in der Praxis hinlänglich erprobt und ganzheitlich im Ansatz.

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