Aktuelles

Weiterer ‘Gentechnik-Monster-Mais’ vor Zulassung für Import

27.02.2019 - Wie Testbiotech gestern berichtete, hat die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA sich für die Zulassung weiterer umstrittener Gentechnik-Mais-Varianten der Firma Bayer (Monsanto) ausgesprochen. In ihren aktuellen Bewertungen vom Januar 2019 geht es um zwei Zulassungsanträge für Mais, bei dem durch mehrere Kreuzungen verschiedene gentechnisch veränderte Eigenschaften kombiniert wurden. Im Ergebnis sind die Pflanzen gegenüber bis zu vier Wirkstoffgruppen von Herbiziden (Glyphosat, Glufosinat, 2,4-D und AOPP) resistent und produzieren bis zu sechs Insektengifte. Slow Food verurteilt diese Entscheidung als fahrlässig gegenüber unserer Gesundheit und appelliert an Verbraucher, nachzufragen, wo ihre Lebensmittel herkommen und wie sie erzeugt wurden, um gentechnikfreie Lebensmittel auf den Tisch zu bringen.

Biodiversitätsverlust: Wir steuern auf den Kollaps des Ernährungssystems zu

25.02.2019 - Das derzeitige industrielle Agrarmodell und Lebensmittelsystem ist dabei, sich selbst zu zerstören, und uns mit ihm: Das ist die Schlussfolgerung des letzte Woche von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) veröffentlichten Berichts „Zustand der weltweiten Biodiversität und dessen Auswirkungen auf Ernährung und Landwirtschaft“. Der Bericht enthält alarmierende Details über die irreversiblen und katastrophalen Folgen des rapiden Verlusts der biologischen Vielfalt und erläutert, wie diese künftig die Ernährungssicherheit gefährden werden.

Nationale Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung setzt nicht an der Wurzel des Problems an

22.02.2019 – Die im Bundeskabinett verabschiedete Nationale Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung von Bundesernährungsministerin Julia Klöckner zielt darauf ab, die Lebensmittelverschwendung in Deutschland gemäß der EU-Vorgabe pro Kopf auf Einzelhandels- und Verbraucherebene bis 2030 zu halbieren. Slow Food Deutschland begrüßt zwar das Ziel, kritisiert jedoch, dass die Strategie die Wurzel des Problems, nämlich systemimmanente Probleme, sowie Vorernteverluste nicht in den Blick nimmt.

Bewusster Genuss beim "Markt des guten Geschmacks" in Stuttgart

21.02.2019 - Vom 25. bis 28. April öffnet eine außergewöhnliche Genussmesse in Stuttgart ihre Tore: der „Markt des guten Geschmacks – die Slow Food Messe“. 450 Genusshandwerker aus ganz Europa präsentieren auf der Leitmesse von Slow Food Deutschland eine einzigartige Vielfalt regionaler, traditionell handwerklich hergestellter Spezialitäten.

Aufruf zur Protestaktion am Europäischen Patentamt in München

20.02.2019 - Über 20 Organisationen rufen zu einer gemeinsamen Protestaktion am Europäischen Patentamt (EPA) am 27. März in München auf. An diesem Tag trifft sich der Verwaltungsrat des EPA, in dem die 38 Vertragsstaaten vertreten sind. Auf der Agenda: Patente auf Pflanzen und Tiere aus herkömmlicher Züchtung. Zu den Beratungen des Verwaltungsrates ist nur die Industrie eingeladen. Die Organisationen wollen mit ihrem Aufruf sicherstellen, dass die Interessen der Allgemeinheit nicht außen vor bleiben.

Innovationsprinzip droht Vorsorgeprinzip auszuhebeln

19.02.2019 - In wenigen Tagen gibt der Rat der Europäischen Union seine Position zum Forschungs- und Innovationsprogramm „Horizon Europe“ bekannt. Da das Innovationsprinzip in das neue Horizon Europe Programm aufgenommen wurde, fordert Slow Food Europe die Entscheidungsträger auf, diesen Entschluss rückgängig zu machen und das Vorsorgeprinzip als einziges Standardprinzip des neuen Horizon Programms beizubehalten.

Hülsenfrüchte: Hoffnung der Agrarwissenschaft

19.02.2019 - Hülsenfrüchtler wie Bohnen, Erbsen und Linsen sind ein wichtiges Thema in der ökologischen Landwirtschaft. Gute Eigenschaften sowohl für den Ackerbau als auch für die Ernährung verschaffen ihnen diese Aufmerksamkeit. Slow Food Deutschland und Vivaorganic luden am vergangenen Freitag zum BioFach-Kongress nach Nürnberg ein, um das Thema näher zu beleuchten. Ein Bericht von Katharina Heuberger.

Bayerns Bienenrevolution

15.02.2019 - Direkt vor unserer Nase findet ein gewaltiges Artensterben statt. Auf deutschen Äckern werden Insekten, Vögel und viele andere Wildtiere in einem nie gekannten Ausmaß ausgelöscht. Eine wesentliche Schuld daran trägt die industrielle Aufrüstung unserer Landwirtschaft. In Bayern könnte der Volkswille jetzt in einem Gesetz münden, das Naturschutz und Landbewirtschaftung mit einander versöhnt. Slow Food Deutschland gehört zu den Unterstützern dieser Initiative. Ein Bericht von Katharina Heuberger.

Neuer IPES Bericht: Hin zu einer Gemeinsamen Lebensmittelpolitik für Europa

11.02.2019 – Am 7. Februar 2019 veröffentlichte IPES, das Panel of Experts on Sustainable Food Systems, seinen Vorschlag für eine Gemeinsame Lebensmittelpolitik für Europa. Slow Food war einer der ganz wichtigen Akteure, die über einen Zeitraum von drei Jahren diesen konkreten Plan für die Umgestaltung des aktuellen europäischen Lebensmittelsystems ausgearbeitet haben. In einem sind sich alle Mitwirkenden einig: Es führt kein Weg daran vorbei, die Gemeinsame EU-Agrarpolitik in eine ressortübergreifende EU-Lebensmittelpolitik zu überführen. Anders lässt sich der dringend nötige Wandel hin zu einem zukunftsfähigen Lebensmittelsystem nicht bewerkstelligen.

Slow Food nimmt seinen 5.000sten Passagier in die Arche auf

08.02.2019 - Mit dem internationalen Projekt „Arche des Geschmacks“ schützt Slow Food seit 1999 vom Aussterben bedrohte Nutztierrassen, Gemüse- und Obstsorten sowie Lebensmittel, die mit handwerklichem Können und Wissen hergestellt werden. Nach dem Motto „Essen, was man retten will“ macht Slow Food diese Erzeugnisse und Techniken wieder bekannt und schützt die biokulturelle Vielfalt weltweit. Der Honig der Gurma aus der Region Tapoa in Burkina Faso ist der 5.000ster Passagier. In Deutschland zählt die Arche aktuell 73 Passagiere.

Mangelnde Tiefe

07.02.2019 - Vielen Ernährungsempfehlungen fehlt ein kritischer Blick auf das System. Das meint Slow Food Deutschland Vorsitzende Ursula Hudson und nimmt in diesem Kommentar die auf uns in Magazinen und Zeitschriften hereinprasselnden Ernährungsempfehlungen unter die Lupe, die mehrheitlich von vermeintlichen Versprechen von Entgiftung, Gewichtsverlust und Gesundheit zeugen, denen aber oft ein kritischer Blick auf das System fehlt.

Volksbegehren in Bayern: Ihre Stimme für die Artenvielfalt

05.02.2019 - Gerade läuft das Volksbegehren Artenvielfalt „Rettet die Bienen“: Zwischen 31.01. und 13.02.2019 ist die Eintragungsfrist und es müssen mindestens 1 Million Menschen in die Rathäuser/Eintragungsorte in Bayern gehen, damit ein wirksames Artenvielfalt-Gesetz entstehen kann. Slow Food Deutschland Vorsitzende Ursula Hudson ermutigt mit dieser Videobotschaft alle Bayerinnen und Bayern, ihre Stimme für den Erhalt der Artenvielfalt und den Schutz der Bienen und Insekten abzugeben.

Nach Masseneinspruch: Syngenta-Patent auf Tomaten widerrufen

31.01.2019 - Nach einem Masseneinspruch hat der Konzern Syngenta jetzt sein europäisches Patent auf Tomaten zurückgezogen. Das Europäische Patentamt (EPA) hat das Patent EP1515600 bereits offiziell widerrufen. Syngenta beanspruchte Saatgut, Pflanzen und Früchte als Erfindung, die aus Kreuzungen mit Tomaten aus Peru und Chile stammen und deswegen einen erhöhten Vitamingehalt haben sollen. Die Tomaten sind nicht gentechnisch verändert, sondern stammen aus herkömmlicher Züchtung. Am Einspruch hatten sich 2017 etwa 65.000 Bürgerinnen und Bürger aus 59 Ländern sowie 32 Organisationen beteiligt.

„Der Agrarindustrie den Geldhahn abdrehen!“: 35.000 fordern von Ministerin Klöckner eine EU-Agrarreform für Bauern, Tiere und Umwelt

19.01.2019 - Eine zukunftsfähige Agrarreform – das fordern 35.000 Menschen bei der „Wir haben es satt!“-Demonstration zum Auftakt der „Grünen Woche“ in Berlin. „Lautstark, bunt und entschlossen haben wir heute Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner einen unmissverständlichen Auftrag gegeben: Schluss mit der falschen Agrarpolitik“, erklärt „Wir haben es satt!“-Sprecherin Saskia Richartz im Namen der über 100 Organisationen, die zur Demonstration aufgerufen haben.

Bundesregierung muss Potenzial von Agrarökologie nutzen

18.01.2019 - Armut, Hunger, Artensterben, Bodenzerstörung, Klimakrise – hunderte Millionen von bäuerlichen Erzeugerinnen und Erzeugern sind davon betroffen. Die industrielle Landwirtschaft bedroht nachweislich die Existenz (klein-)bäuerlicher Erzeuger und gefährdet die natürlichen Lebensgrundlagen hierzulande und im globalen Süden. In einem heute veröffentlichten Positionspapier fordern 56 zivilgesellschaftliche Organisationen die Bundesregierung auf, Agrarökologie zum zentralen Förderkonzept zur Armutsbekämpfung und zur Anpassung an die Klimakrise zu machen und sie als Grundlage für eine Reform der EU-Agrarpolitik zu nutzen. Das Konzept ist wissenschaftlich fundiert, in der Praxis hinlänglich erprobt und ganzheitlich im Ansatz.

Dieser Artikel hat keine Titelzeile, denn...

18.01.2019 - ... wir möchten, dass Sie weiterlesen. Schließlich geht es um eine Revolution, die die Slow-Food-Bewegung mit in Gang gesetzt hat und an der Sie vermutlich mit beteiligt sind. Der Sturz des alten Systems ist angesagt, und die Verwirklichung einer Vision: ein Europa in dem jeder Zugang zu gesunden, nährstoffreichen, nachhaltig produzierten Lebensmitteln hat. Von Marianne Landzettel.

Drei Fragen an Mitglied der Chef Alliance Johannes Diem

17.01.2019 - Die Chef Alliance Deutschland gründete sich beim Terra Madre Salone del Gusto 2016 in Turin – der größten internationalen Slow-Food-Veranstaltung. Inzwischen gehören 26 Köche dazu, die für die Herkunft ihrer Produkte, ihre Kultur- und Naturlandschaften und den Genuss ihrer Gäste Verantwortung übernehmen. Neues Mitglied der Chef Alliance Deutschland ist Johannes Diem aus dem Convivium Augsburg. Am Herd steht er im »Gasthof Diem«, einem Familienbetrieb in Krumbach.

Kommt zur “Wir haben Agrarindustrie satt!”-Demo 2019

10.01.2019 - Das ist nicht zu fassen: 60 Milliarden Agrarsubventionen pro Jahr, aber trotzdem müssen immer mehr Bauernhöfe dichtmachen? Damit muss Schluss sein, vor allem weil auch Umwelt und Klima sowie unsere Wasser- und Bodenqualität immer mehr durch das industrielle Lebenssystem leiden. Am 19. Januar fordern wir deshalb in Berlin eine gerechte EU-Agrarreform und eine ökologischere Landwirtschaft! Weitersagen und dabei sein. Weiter zum Demo Mobilisierungs-Video des WHES-Netzwerkes....

Weltweit größte Schnippeldisko gegen Lebensmittelverschwendung wieder in Berlin

09.01.2019 - Unter dem Motto „Topf-Tanz-Talk“ öffnet die größte Schnippeldisko der Welt am 18. Januar zum achten Mal ihre Türen: Zwischen 1,5 - 2 Tonnen nicht vermarktbares Gemüse aus dem Berliner Umland werden bei Musik und guter Laune geschnippelt und zu einer Suppe weiterverarbeitet. Mit der Schnippeldisko hat Slow Food Youth Deutschland 2012 gemeinsam mit Partnern ein Format ins Leben gerufen, um auf das beschämende Ausmaß der Lebensmittelverschwendung aufmerksam zu machen.

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