Vorwort zu unseren Veranstaltungen und unserem Handeln

Ja, Slow Food Deutschland feiert in diesem Jahr sein 30jähriges Bestehen. Ja, auch wir, Slow Food Pfälzerwald, hatten vor diesen Geburtstag gemeinsam mit unseren Hofläden, Gastronomen und Interessierten zu feiern. Und, ja, wir geben zu, dieses Ziel war etwas ambitioniert. Urlaubszeit und einen etwas knappen Zeitplan zur Planung haben die Beteiligung der von uns Angesprochenen etwas ausgebremst. Aber - aufgehoben ist nicht..., ihr kennt das Sprichwort. Wir feiern noch - und wenn es im kommenden Jahr ist!

Was wir jedoch gleich zu Anfang September anbieten, findet ihr folgend. Schaut rein und meldet euch gerne an.
Es gäbe noch viel, viel mehr zu tun - aber, wie schon Eingangs erwähnt, manchmal benötigen wir doch etwas mehr Vorbereitung und unser ehrenamtliches Engagement tut ja schon, was es zu leisten fähig ist. Also, Geduld - wir werden immer besser und sind ja schließlich nicht auf der Flucht. Slow heißt ja letztendlich auch, die Langsamkeit zu akzeptieren und sich auf das wirklich Wichtige, inklusive gutem, sauberen und fairen Genuss zu freuen. Nutzt den sommerlichen August und freut euch schon einmal ein wenig auf den September.

Zum Artikel in der Tageszeitung DIE RHEINPFALZ vom 2. August 2022:  Selbstverständlich setzen wir uns für einr saubere Umwelt ein! Dennoch sind wir keine Klimaaktivisten oder mit der Thematik grundsätzlich speziell vertraut. Es gibt gewiss auch für die Nahrungsmittelproduktion einige Ansätze, die sich, was den Einfluss auf das Klima angeht, relativ einfach darstellen lassen. Aber das Thema Klimaschutz ist ein breit gefächertes und kompliziertes. Es beinhaltet viele Aspekte und setzt einen großen Sachverstand voraus - Klima ist nicht unsere Kernaufgabe.

Was wir als Slow Food Pfälzerwald tun können und auch tun, ist grundsätzlich Menschen zu sensibilisieren, das Bewusstsein für Regionalität, gute, saubere und fair produzierte Lebensmittel zu schärfen. Dass Lebensmittel zu  jederzeit, an jedem Ort zur Verfügung stehen ist nicht unbedingt normal. Oft vergessen wir, dass jede Pflanze, jedes Tier, das uns zur Ernährung dient, erst in aufwendigen Prozessen zur Verfügung gestellt werden muss. Es sind Bauern und unsere Umwelt, die gute, saubere und faire Lebensmittel produzieren und nicht unbedingt die gewinnoptimierten Prozesse der Industrie.  Lebensmitteltransport über weite wege, oder das Abholzen der Regenwälder zur Futtermittelbeschaffung für die Massentierhaltung sind nur zwei Aspekte eines falsch eingeschlagenen Weges unserer Zivilisation. Darüber soll sich jeder bewusst werden. Wer sich gar keine Gedanken macht, gibt Verantwortung ab.

Aber, bei aller Ernstahftigkeit vergessen wir nicht die Freude am Essen. Essen ist mehr. Es ist ein Stück Kultur und Gemeinschaft am Tisch. Essen ist der verantwortungsvolle Umgang mit Pflanzen und Tieren und bedeutet Verantwortung.  Appetit beginnt eben schon bei der Nahrungsmittelproduktion, nicht erst auf dem Teller.  Also, viel Spaß bei unseren Veranstaltungen, von denen in Kürze gewiss noch viele folgen werden.

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