Weinprobe in der ältesten Winzergenossenschaft Deutschlands in Mayschoß an der Ahr

Domschnecken in Mayschoß

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Nachdem die Winzergenossenschaft Mayschoß ihre Weine schon mehrfach im Kölner Weinmuseum vorgestellt hat, wollten wir wissen, was es in Mayschoß selbst zu sehen gibt.

Die Winzergenossenschaft selbst ist die älteste in Deutschland und bemüht sich seit den 80er Jahren um Klasse statt Masse, besonders durch Ertragsreduzierung im Weinberg.

Hier wird Wein probiert und verkauft

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Wer gedacht hatte, wir seien allein, wurde enttäuscht...

Der Gebäudekomplex ist allerdings so weitläufig, dass die verschiedenen Gruppen wohl voneinander getrennt sind.

Empfang

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Herr Näkel, ein (jetzt nicht mehr aktiver) Winzer mit 50-jähriger Berufserfahrung empfing uns standesgemäß mit einem Sekt des Hauses, einem weißen Sekt aus Spätburgunder (Blanc de noir).

Er führte uns auch durch die Genossenschaft, soweit man sie besichtigen kann und hat auch die Weinprobe geleitet.

Man merkte ihm jederzeit an, dass er mt Leib und Seele Winzer war.

Alles nur Schau!

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Man denkt, man sieht einen Fassboden, aber es ist nur Dekoration!

Zu bestimmten Jubiläen werden solche scheinbaren Böden geschnitzt, wobei sich der eigentliche Fassboden (als "doppelter Boden") dahinter verbirgt.

Barrique

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Herr Näkel zwischen Barriques, den kleinen Fässern mit ca 250l Inhalt, hier aus amerikanischer Eiche.

Das normale Weinfass an der Ahr ist das sogenannte Stückfass mit ca. 1200l Inhalt.

Außerdem wird natürlich in Edelstahl vergoren, bei dem durch Temperaturänderung mit Kühlschlangen der Gärverlauf viel besser zu kontrollieren ist. Leider sehen Edelstahltanks nicht sehr romantisch aus und passen auch von der Höhe her nicht in diese Keller.

Die Holzfässer dienen hauptsächlich zur späteren Reifung und - in Barriques - zur Aromatisierung.

Interessierte Besucher

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Endlich mal nicht nur Gäste, die nur auf den Wein warten!

Jede Menge Wein

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Die Barriques werden "getoastet", was nichts anderes Bedeutet, als dass sie vorsichtig innen verkohlt werden. Man glaubt es nicht, aber daraus entstehen die berühmten und nicht zuletzt teuren Aromen, die man als "Vanillearoma" mit etwa 2,50 € pro flasche bezahlt. Einen Teil der Barriquesammlung in Mayschoß sehen wir hier rechts.

In der linken Reihe stehen sogenannte Stückfässer, die dem Wein kein eigenes Aroma mitgeben.

Dazwischen sehen wir einen stolzen Herrn Näkel, unseren Keller- und Weinguide.

Winzerteller

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Der Winzerteller mit Brot, Käse, Wurst und Schinken - sowie dem hier wohl unvermeidlichen Kartoffelsalat - sollte die Grundlage für unsere Probe sein.

Er war nicht schlecht, aber ein wenig daran üben könnten sie noch.

Rotwein aus kundiger Hand

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Herr Näkel schenkt Wein ein.

Eines muss man unbedingt sagen: geizig ist die Winzergenossenschaft nicht! Es war durchaus schwierig, kein weiteres Glas Wein zu bekommen. Zwei Glas pro Probe war normal, auch bei den teuersten Gewächsen.

Ohne Worte

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Der Sinn der Reise

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Auch wenn es nur ein Bild gibt, in dem Wein probiert wird - es war das Zentrum dieser Veranstaltung und wir bekamen einen umfassenden Überblick über das Angebot der Winzergenossenschaft.

Wir konnten gute Weine probieren und uns vom Qualitätsanspruch der Winzergenossenschaft überzeugen, der mit Kammerpreismünzen in allen Farben (Bronze, Silber Gold) dokumentiert wurde.

Der Weg von preiswerten Massenweinen zu einer Erzeugung mit hohem Qualitätsanspruch ist erfolgreich zurückgelegt worden.

Rückweg

Nein, vom Rückweg gibt es kein Bild - obwohl wir alle durchaus zufrieden waren!

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