Fränkische Weinstuben und -wirtshäuser

Fränkische Weinstuben, Häcker- und Besenwirtschaften

Lang und groß ist die fränkische Weinkultur-Geschichte. Einst sollen die fränkischen Lande das größte Weingebiet Deutschlands gewesen sein. Heute zählen die drei - Weinfranken, Tauberfranken, Hohenlohe - zusammen nicht mehr als 7.750 Hektar und damit eher zu den kleineren Weinlandschaften Deutschlands. Das größte fränkische Weingebiet liegt Im Norden: Weinfranken mit heute rund 6.000 Hektar, vor allem in Unter- aber auch im westlichen Mittelfranken und einige wenige Lagen im westlichen Oberfranken. Dazu gehört auch ein Stück der Weinregion Taubertal, einst ein großes (> 10.000 ha), heute mit ca. 1.000 ha kleines Weingebiet, das sich zudem in drei Weinregionen teilt - bayerisches, württembergisches und badisches Franken. Die Weinlagen Hohenlohes (750 ha) reihen sich entlang von Jagst und Kocher sowie im Süden zwischen Bretzfeld, Pfedelbach und dem Westtrauf der Waldenburger Berg. Die Tradition der Besen- oder Häckerwirtschaft entstand einst als behördlich erlaubter Zuverdienst mit Eigenbauweinen und Brotzeiten. Mancherorts sind da und dort daraus Weinstuben und Weinwirtshäuser entstanden, die bodenständige Rezepturen und Spezialitäten der Region anbieten.

Betriebe mit (*) sind mit Slow Food verbunden, (U) kennzeichnet einen Slow Food Unterstützer.

Im Fränkischen Weinland

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Diese Wein-Wirtshäuser und Häckerstuben, von Slow Food Mitgliedern ausgewählt, bieten im Sinne von Slow Food ein gutes, regionstypisches Essen zum Wein. Die Öffnungszeiten sind gewöhnlich auf der Webseite der Betriebe veröffentlicht.

(*) Weinstube/Weingut Scholtens (U), Oberaurach-Fatschenbrunn, Rieneckstr. 6, Tel: 09529-326, www.weingut-scholtens.com

(*) Weingut Krämer, Obereisenheim, Türkenstr. 1, Tel: 09386-90115, www.weingut-kraemer.de, Weinstube geöffnet im Frühjahr März/April und im Herbst Mitte September bis ungefähr Mitte November, jeweils Fr ab 18 Uhr, Sa ab 15 Uhr, So ab 12 Uhr.

(*) Häckerstube Demeter-Weingut Helmut Christ, Nordheim a.M., Volkacher Str. 6, Tel: 09381-2806, www.weingut-helmut-christ.de (die Häckerstube im Barockhaus gibt's mehrere Male im Jahr) 

(*) Häckerstube Demeter-Weingut H. Deppisch, (U) Theilheim (bei Randersacker), Kirchgasse 4, Tel: 09303-8986, www.weingut-deppisch.com (die Häckerstube gibt's mehrere Male im Jahr)

In Tauberfranken

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Foto Archiv: Taubertal-Steinriegellandschaft

Steinriegel sind noch heute Zeugen der mühsamen Arbeit der Wnzer, ihren Weingarten steinfrei zu machen. Daraus wurden im Laufe der Zeit auch ganz spezielle Habitate für eine Vielzahl Pflanzen und Kleintiere. Von der Mündung der Tauber in den Main bis fast nach Rothenburg o.T. bieten die steilen Hänge des Taubertals attraktive Weinlagen mit zum Teil besonderen Böden, z. B. mit Feuerstein.

Betriebe mit (*) sind mit Slow Food verbunden. 

(*) Weingut A&J Hofmann, Röttingen, Strüther Str. 7, Tel: 09338-1577, www.weinguthofmann.com (die Häckerstube ist zweimal im Jahr geöffnet - siehe Webseite).

(*) Weingut Udo Engelhardt, Röttingen, Kirchplatz 18, Tel: 09338-993500, www.weingut-engelhardt.de: Es gibt um Pfingsten herum immer ein Hofschoppenfest.

(*) Bio-Weingut Baumann, Gerlachsheim, Herrenbergstr. 7, Tel: 09343-8179, www.bioweingut-baumann.de. Das nach biodynamischen Grundsätzen arbeitende Weingut hat in der Ortsmitte ein eigenes Lokal "Sonne". Es wird zu Veranstaltungen genutzt, hat aber auch regelmäßige Öffnungszeiten (Termine siehe Webseite).

(*) Öko-Weingut und Weinwirtschaft Christian Geier, Baugasse 10, Tel: 09341-4539, www.oekoweingut-geier.de. Die Wein-Wirtschaft ist im Frühjahr und im Herbst geöffnet (Termine siehe Webseite).

(*) Ökologischer Land- und Weinbau Stephan Krämer, Lange Dorfstr. 24, Tel: 09848-96945, www.kraemer-oeko-logisch.de. Neben verschiedenen Festterminen übers Jahr gibt es im November auch "Themen-Wirtschaft mal anders" an den Wochenenden (Termine siehe Webseite).

(*) Winzerhof Stahl, Lange Dorfstr. 21, Tel: 09848-96896, www.winzerhof-stahl.de. Im Weinrestaurant gibt es verschiedene jahreszeitliche Veranstaltungen, die Heckenwirtschaft ist im Februar und März geöffnet (Termine siehe Webseite).

In Hohenlohe

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Foto: © Hendrik Haase

Die Weinregion Hohenlohe ist die Kleinste mit rund 750 Hektar und bietet Steillagen im Jagst- und Kochertal mit Muschelkalkböden. Die Keuper-Böden jedoch, in Einzellagen sogar auch Gipskeuper, sind ganz im Süden der Hohenloher Ebene mit den Hängen der Berge rund um Öhringen. Hier gedeien gehaltvolle Weine. Besenwirtschaft heißen Häckerstuben - der württembergische Brauch, einen Besen auszuhängen, wenn man Wein ausschenkt und Herzhaftes aus eigener Produktion dazu anbietet - hat sich in den 200 Jahren württembergischer Verwaltung und zugewanderter Mitbürger durchgesetzt.

(*) Weingut Ungerer, Inhaber Karlheinz Ungerer, Pfedelbach-Renzen, Harsberger Str. 15, Tel/Fax: 07949-419, www.weingut-ungerer.de (die Besenwirtschaft ist fast jeden Monat für 5 - 6 Tage geöffnet - siehe Webseite

(*) Vesperstube "Scheierle" (U), Heilig-Kreuz-Straße 7, Künzelsau-Belsenberg, Tel: 07940-5059382; ist keine Besenwirtschaft im klassischen Sinne, dennoch in seinem Angebot. Diese entzückend in ein kleines Lokal verwandelte 200 jahre alte Scheune bietet Hohenloher Weine und allerlei kleine hausgemachte Brotzeit-Speisen. Das "Scheierle" ist geöffnet Do, Fr 17 - 23 Uhr, Sa 15 - 23 Uhr, So 10 - 22 Uhr

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