Bienen

Bienen sind nicht nur für unseren Honig unverzichtbar, sondern auch verantwortlich für die Erzeugung von rund einem Drittel unserer Nahrungsmittel. Etwa 80 Prozent der Wildpflanzen sind abhängig von Insektenbestäubung.

Slow Themen: Bienen

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Seid 1989 sind die Insekten-Populationen in Deutschland allerdings um drei Viertel geschrumpft. Die intensive Landwirtschaft, die zunehmende Strukturverarmung naturnaher Lebensräume sowie die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln entziehen ihnen ihre Nahrungsgrundlagen und Lebensräume und führen zunehmend zum Bienenstock-Kollaps. Das industrielle Lebensmittelsystem hat dazu geführt, dass es Bienen oftmals in den Städten besser geht als auf dem Land, was deutlich macht, wie dysfunktional diese Art der Lebensmittelproduktion ist.

Der Artenverlust wirkt sich fatal auf unsere Lebensmittelproduktion aus. Slow Food fordert die Politik deshalb dazu auf, der Nutzung bienenschädlicher Pestizide, besonders derjenigen, die Fipronil und Neonicotinoide enthalten, zu verbieten. Der Bienenschutz gehört ganz oben auf die politische Agenda. Anreize für eine bienenfreundliche Landwirtschaft müssen geschaffen werden. Eine hoch digitalisierte Landwirtschaft mit künstlicher Bestäubung etwa durch Drohnen ist für Slow Food keine Lösung. 

Bienenschutz ist zentral für die Zukunft unserer Ernährung. Slow Food hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, über den dramatischen Kollaps der Bienenvölker und deren Gründe zu informieren und fordert dazu auf, den Gebrauch der Pestizide zu untersagen, welche schädlich für Bienen und für den Verfall der biologischen Vielfalt mitverantwortlich sind. 

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Bilder: © Katharina Heuberger

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