Tag der Fische 2019: Zukunftsfähige Fischerei in der Ostsee – Künftig ohne Dorsch und Hering?

Am Tag der Fische möchte Slow Food Deutschland darauf aufmerksam machen, dass nachhaltige Fischerei die Voraussetzung dafür ist, dass Menschen von Fischfang und -verarbeitung leben können und auch in Zukunft weltweit Fische als Lebensmittel zur Verfügung stehen. Nach der Gesprächsrunde laden wir alle Gäste ein, gemeinsam ein Zeichen für intakte marine Ökosysteme und gesunde Fischbestände zu setzen.

Die Ostseefischerei hat bei der Beendigung der Überfischung in der EU über einige Jahre hinweg eine Vorreiterrolle gespielt. Diese Zeit scheint beendet zu sein. Denn die Situation einiger der wichtigsten Fischbestände in der Ostsee ist höchst kritisch. Zu den „Sorgenkindern“ zählt der Dorsch. Ende Juli wurde für ihn in der östlichen Ostsee ein Fangverbot verhängt. Weitere für Deutschland wichtige Bestände wie der Hering haben an Produktivität eingebüßt.

Wissenschaftliche Empfehlungen von Fangstopps stellen Entscheidungsträgerinnen und -träger vor große Herausforderungen. Wie werden sie ökologischen, sozialen und ökonomischen Interessen gleichermaßen gerecht? Wie können sie dafür sorgen, dass unsere regionalen Meere die Quelle für gesunde und ergiebige Fischbestände sind? Inwieweit tragen Einträge aus der Landwirtschaft und Klimakrise dazu bei, dass Fischbestände schrumpfen? Eng verknüpft mit diesen Fragen ist die Zukunft der handwerklichen Fischerei, die einen wichtigen Beitrag zur biokulturellen Vielfalt und Ernährungstradition in unseren Küstenregionen leistet.

Am Tag der Fische möchte Slow Food Deutschland darauf aufmerksam machen, dass nachhaltige Fischerei die Voraussetzung dafür ist, dass Menschen von Fischfang und -verarbeitung leben können und auch in Zukunft weltweit Fische als Lebensmittel zur Verfügung stehen. Nach der Gesprächsrunde laden wir alle Gäste ein, gemeinsam ein Zeichen für intakte marine Ökosysteme und gesunde Fischbestände zu setzen.

Begrüßung: Andre Dubisch,wiss. Mitarbeiter und Archäologe, Europäisches Hansemuseum Lübeck

Unsere Gesprächsrunde mit:

• Dr. Kim Cornelius Detloff, Leiter Meeresschutz, Naturschutzbund Deutschland e.V.
• Jörg Grabo, Öffentlichkeitsarbeit Lighthouse Foundation
• Uwe Sturm, Koordinator Interessengemeinschaft InfoPortal „Fisch vom Kutter“
• Wolfgang Albrecht, erster Vorsitzender Fischereischutzverband Schleswig-Holstein e.V.

Einführung und Moderation: Dr. Nina Wolff, stellv. Vorsitzende Slow Food Deutschland e.V. und Fischereiexpertin

Unsere Aktion: Mit allen Gästen wollen wir vor dem Europäischen Hansemuseum einen kleinen Fischschwarm bilden - als visuelle Demonstration für intakte marine Ökosysteme und gesunde Fischbestände. Plakate von Dorsch und Hering werden wir vor Ort bereithalten. Wer vorab gerne selbst sein Plakat kreieren möchte, kann das sehr gerne tun: Im Folgenden finden Sie als Blaupause die Kontur von Dorsch und Hering >> Din A4| >> Din A3 | >> Din A1. Daraus lässt sich leicht ein Fischplakat herstellen und gestalten. Bitte bringen Sie „Ihren“ Fisch zur Veranstaltung mit. Wir freuen uns darüber.

Nach diesem „Fischfoto“ sorgen kleine Köstlichkeiten aus regionaler Fischerei und vegetarische Alternativen für nachhaltigen (Fisch-)Genuss.

Eine Anmeldung wird erbeten bis zum 20. August 2019 an Andrea Lenkert-Hörrmann unter projektbeauftragte@slowfood.de

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Info

Datum:
2019-08-22T18:30:00+02:00
Uhrzeit:
18:30 - 21:00 Uhr
Ort:
Europäisches Hansemuseum, Raum Historisches Beichthaus
An der Untertrave 1, 23552 Lübeck

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